Honorarkraft und Verpflichtungserklärung

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6 Antworten

Hol dir einen Rechtsanwalt, ist in diesem Fall wohl sinnvoll.

Insbesondere deshalb, als dass diese Honortätigkeit anscheinend eine Scheinselbstständigkeit ist.

hm, schwierig. Nimmt man die Formulierung aus der Verpflichtungserklärung, so müsste man ganz klar ja sagen, also anteilig zurückzuzahlen. Wieviel von den 2 Jahren hättest du denn noch audzuleisten?

Ich würde hier allerdings versuchen, ob sich der AG doch noch auf etwas anderes einlässt. Wenn ursprünglich mal 19 Stunden vereinbart waren pro Woche und du nun 50 -70 arbeitest (was ja an und für sich einfach viel zu viel ist - da kann kein Mensch nebenbei studieren), die Vereinbarung zu dem Zeitpunkt unterschrieben hast, als du noch 19 Std. dort gearbeitet hast..... dann könnte man eventuell argumentieren, dass du je 3-mal mehr als ursprünglich vereinbart gearbeitet hast und der AG also schon eine Menge mehr von "seiner Investition" in deine Ausbildung gehabt hat .. und man deshalb auch den Anteil der Rückzahlung entsprechend weiter runterrechnen könnte. Habe ich mich verständlich ausgedrückt?

Probiere es doch mal so.

plainwhite 21.04.2012, 14:57

Hallo und vielen Dank für Deinen Kommentar!

Es war keine feste Stunden zahl vereinbart. Mindestens 8 Stunden.

Dann Dir noch alles Gute, muss jetzt loslegen...

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derdorfbengel 22.04.2012, 21:44
@plainwhite

Hm, was ein Vertrag zur Auslegung bedeutet, der nur eine minimale Arbeitszeit vorgibt, aber keine maxcimale, weiss icxh grad auch nicht. Evtl. kann man es aus anderen Angaben erschliessen.

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Also ich könnte Dir sogar als Nicht- Anwalt eine Argumentation konstruieren (aus den Stundenzahlen) die es Deinem Auftragnehmer schwer machen würden auf den vollen 2500 zu bestehen. Dieser Vertrag ist jetzt nicht mehr haltbar nachdem sich die vereinbarte Situation so stark verändert hat und ausserdem 'hast Du das Geld nicht'.

plainwhite 21.04.2012, 16:06

Vielen Dank für Deine Antwort

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in dem honorarvertrag sind feste stunden vereinbart..darauf kann man sich berufen. üblicheweise werden diese studentischen hilfkräfte gerne ausgebeutet. aber andrerseits will man mit der rückzahlung auch verhindern, das sich leute ein ausbildung holen und sich dann nach ein paar monaten einfach anders entscheiden und kündigen. in diesem dilemma steckst du jetzt. ich weiß nicht wieso du jetzt erst auf die zeitbremse trittst, das hätte ja schon früher passieren müssen.

ich habe noch nicht herausgehört, was du jetzt genau eigentlich willst? denn das bestimmt das vorgehen.. wenn du vorzeitig aus dem vertrag aussteigst, wird die zahlung fällig, ist die allerdings an ein stundenvolumen gebunden und du bist da schon weit drüber(was ich vermute) und du kannst das nachweisen, wäre das anfechtbar.

die frage ist einfach wie wichtig ist es dir, bei deinem arbeitgeber gut dazustehen (zeugnis- anstellung?) denn entweder machst du dann gezwungenermassen "krank" oder du kündigst ,oder du halst dir die doppelbelastung auf..mehr möglichkeiten gibts nicht!

plainwhite 21.04.2012, 14:45

Im Honorarvertrag sind keine festen Stunden vereinbart. Im Gegenteil wird eine feste Anzahl von wöchentlich abzuleistenden Stunden nicht garantiert und nur die tatsächlich geleisteten Stunden bezahlt.

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plainwhite 21.04.2012, 14:53

Vielen Dank für Deine Antwort!

Zeitbremse erst jetzt, weil ich zunächst gedacht habe, dass sich die Arbeitszeiten reduzieren werden, wenn ich mehr Routine bekommen habe.

In der Vereinbarung steht, dass die Fortbildungskosten pauschal ausgewiesen werden. Und dass die Mitarbeit mindestens an zwei Abenden von 18 bis 22 Uhr erfolgen muss. Tatsächlich arbeite ich aber an drei Abenden von 17 bis 23 Uhr und der Rest der vielen Stunden verbringe ich mit Vorbereitungen Telefonaten, Berichten, denn ganze Netzwerke müssen noch eingebunden werden, wofür ich allerdings auch nur begrenzt entlohnt werde. Mache ich das nicht, mache ich meine Arbeit schlecht und es wird zu unzähligen Beschwerden kommen.

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Dein unterschriebener Vertrag ist rechtskräftig und deine Verpflichtungserklärung bindend.

Hallo

Es ist ganz einfach: die Vertragsbestimmung über Rückzahlung der Ausbildungskosten ist nichtig. Das heisst: sie ist soviel wert wie nie abgeschlossen.

Das folgt aus dem Grundsatz, dass ein Arbeitgeber eine Weiterbildung seines MA, die er haben möchte, eben auch bezahlen muss.

Du musst aber auch nicht kündigen, nur weil Dir die Arbeitszeit zuviel wird. Wenn 19 h vereinbart waren, musst Du die auch nur leisten (vorausgesetzt, Du kannst es irgendwie nachweisen). Der Ag kann zwar vorübergehend bei betrieblicher Notwendigkeit Mehrarbeit anordnen, aber eben auch nur vorübergehend bei Notwendigkeit. Eine dauerhafte Verplanung von Mehrarbeit ist nicht zulässig!

Und selbst bei Mehrarbeit darf der ges. zulässige Rahmen natürlich nie überschritten werden; und das heisst: 8 h/Tag für max. 6 Tage pro Woche.

Illegale Mehrarbeit zu verweigern, ist natürlich von Deiner Seite auch keine Tat, die die Kündigung rechtfertigt!

plainwhite 22.04.2012, 21:18

Danke für Deine Antwort!

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