Honorarabrechnung bauingenieur gerechtfertigt?

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6 Antworten

Wird kein seperater Vertrag abgeschlossen, so gelten marktübliche Preise als gerechtfertigt. Die 2.000 € sind für die Vorplanung eines Hausneubaus durchaus gerechtfertigt. Bei anrechenbaren Kosten (also das Gebäude mit Haustechnik) von 200.000 €, die schnell für ein Haus zusammenkommen, wären für die ersten beiden Leistungsphasen, Grundlagenermittlung und Vorplanung, bereits 2.900 € fällig (bei Mindestsatz in Honorarzone 3). Kommen dazu auch noch erste Entwürfe eben entsprechend mehr. Lässt sich hiermit auch schnell nachrechnen: http://www.hoai.de/online/hoai_rechner/

MfG

ChiliWolf

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der Bauingenieur wurde von Dir bauftragt, sonst hätte er keinen Bauplan, Skizze und Vorkalkulation erstellt.

Diese Arbeit will er vergütet haben.

und es hat nichts damit zu tun, dass Du jetzt ein anderes Haus gekauft hast.

Ein Vertrag kann auch mündlich geschlossen werden (ich kenne wenige, die schriftlichte Arbeitsverträge haben, und die arbeiten in großen Firmen).

der Ingenieur hätte die Arbeit erst berechnet, wenn der Bauantrag eingereicht wird (so zumindest der Tenor aus der Fragestellung). Da kein Bauantrag gestellt wurde, hat er seine Kosten, da der Auftrag abgeschlossen ist, in Rechnung gestellt.

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Die Vergütung von Architekten und Ingenieuren ist in der HOAI geregelt. Für den angegeben Leistungsumfang scheint mir die Vergütung völlig in Ordnung, kann man aber natürlich aus der Ferne so nicht prüfen.

Ungeschickt vom Bauingenieur ist es natürlich, die Vergütungsgrundlage nicht klar zu kommunizieren und keine klare Beauftragung einzufordern.

Ich würde aber mal davon ausgehen, dass ein Vertrag durch konkludentes Handeln zu Stande gekommen ist. Du musst Dir natürlich schon den "Vorwurf" gefallen lassen, dass Ingenieurleistungen nicht kostenlos sein können...

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Kommentar von marcinez
04.11.2015, 09:34

Das mit der hoai ist mir nun auch klar, finde es allerdings vom bauingenieur etwas schlecht soetwas beim ersten termin zu sagen, da sich nicht jeder damit auskennt

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"Bin ich schnell mal 6000 Euro los für nix" Du hast doch Kosten für 6000 Euro verursacht!

Und der Ingenieur geht natürlich davon aus, dass er seine Kosten für die Vorplanung im späteren Verlauf der Baumaßnahme bekommt.

Wenn du einen Ingenieur beauftragst gilt Automatisch die HOAI

Honorarodrnung für Architekten und Ingeniere.

Und da hat er mit 2000 Euro sicher noch zu deinen Gunsten abgerechnet.

LG

Edgar

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Der Bauingenieur hat eine Leistung erbracht, die du honorieren solltest. Wenn du noch andere Bauingenieure mit derselben Aufgabe betraut hättest, hättest du die selbstverständlich auch bezahlen müssen.

Es ist nicht das Verschulden des Bauingenieurs, dass du dich letztendlich für ein anderes Projekt entschieden hast. Das ist kein Grund, die erbrachte Leistung nicht zu bezahlen.

Auch ein mündlicher Vertrag ist ein Vertrag. Selbst wenn Aussage gegen Aussage stünde, könnte er anhand seiner Skizzen, Kalkulationen usw. seine Leistungen beweisen. Damit ist die Akquisitionsphase überschritten. Deine Pläne haben sich konkretisiert und er hat sie bearbeitet.

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Ist absolut korrekt.

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