Honig bei tiefer Schnittwunde?

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Honig ist kein Wundermittel

Bei allen positiven Eigenschaften des medizinischen Honigs muss man bedenken, dass er nur eine Alternative neben anderen in der Wundbehandlung ist. „Es gibt bisher nur sehr wenige vergleichende Untersuchungen mit anderen Verfahren. Da hat sich zwar eine äquivalente Wirksamkeit des Honigs gezeigt. Aber die wissenschaftliche Basis, die Evidenz für ein bestimmtes Verfahren, beruht sehr stark auf Erfahrungswerten und nicht auf kontrollierten Studien – zumindest in der Pädiatrie und pädiatrischen Onkologie.“ Nichtsdestoweniger ist Honig in Einzeluntersuchungen vergleichsweise gut erforscht. „Es stellt sich heraus, dass er bei einigen Patienten sehr, sehr hilfreich ist.“, sagt Simon, schränkt aber ein: „Trotzdem gilt das sicherlich nicht für alle und sicherlich ist der Honig auch kein Wundermittel.“

Nebenwirkungen beim Einsatz von Honig sind nämlich ebenfalls bekannt. Nach Aussage von Simon kann es bei etwa zwei bis drei Prozent der Patienten zu lokalen Unverträglichkeiten kommen. An den betroffenen Stellen bilden sich Ekzeme. Für ebenso viele kann die Behandlung schmerzhaft sein. „Es scheint aber so zu sein, dass diejenigen Patienten, die Schmerzen bei einer Honigbehandlung haben, in der Regel schon an schmerzhaften Neuropathien leiden.“, so der Professor. „In einem solchen Fall ist die Empfindlichkeit der Schmerzfasern bereits hochreguliert, beispielsweise aufgrund einer Zuckerkrankheit oder eines chronischen Nierenversagens.“ Treten solche Nebenwirkungen auf, muss die Behandlung mit Honig eingestellt werden.

Honig aus dem Supermarkt ist nicht geeignet

Bevor jetzt aber jeder zum Supermarkt rennt und sich mit Honig eindeckt, um bei kommenden Schürfwunden gerüstet zu sein, dem sei gesagt: keine Eile. Der Einsatz von Honig ist zur akuten Wundbehandlung bei kleineren, unkomplizierten Wunden nicht erforderlich. Sinn macht eine Behandlung mit Honig vor allem bei chronischen, schlecht heilenden Wunden. 
Der Honig, der in der medizinischen Wundheilung zum Einsatz kommt, unterscheidet sich zudem deutlich von Haushalts- oder Imkerhonig. Unterscheid Eins: Die Inhaltstoffe. Die meisten wirksamen Bestandteile des Medihoney, wie der medizinische Honig genannt wird, stammen aus den Teebaumpflanzen und finden sich etwa im Kleehonig nicht. Zweitens kann es sein, dass industrieller „Supermarkt-Honig“ pasteurisiert wurde, um Bakterien zu vernichten. Dadurch werden allerdings auch alle wirksamen Inhaltstoffe zerstört.

Bevor Medihoney zum Einsatz kommt, werden die Chargen bestrahlt. Durch die Bestrahlung mit Gamma-Strahlen werden Clostridium-Sporen inaktiviert. Diese Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum können im Honig enthalten sein. „Gelangen diese, gegen Umwelteinflüsse sehr resistenten, Sporen in eine tiefere Wunde, wo wenig Sauerstoff vorhanden ist, können sie auskeimen und so einen Wundbotulismus auslösen.“, erklärt Simon.

Medihoney ist ein Medizinprodukt und genau so, wie man ihn nicht auf das Frühstücksbrot schmieren sollte, sollte man den Frühstückshonig nicht auf Wunden streichen. Im medizinischen Einsatz scheint Honig aber durchaus eine sehr ansprechende Alternative – gerade bei Kindern.

Quelle: netzathleten.de

Lass das mal nähen oder kleben (ja, d as geht), dann verheilt die Wunde besser.

Honig würd ich da jetzt nicht drauf kippen,e s ist ja doche ien offene Wunde und weisst Du,w as in Deinem Honig so alles drin ist (immer schön mit Messer rein usw).

also, erstmal Pflaster mit etwas Druck, so dass die Wundränder zusammen kommen. Und mal Doc fragen.

Habe ich noch nie gehört. Ich wäre da ehrlich gesagt vorsichtig, da es ja direkt mit der Wunde in Kontakt kommt. Kann mir nicht vorstellen, dass Honig aus dem Glas komplett keimfrei ist, bin mir aber auch nicht sicher.

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