Homosexuell sein=Sexistisch?

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13 Antworten

Hi, du hast einen Gedankenfehler in deiner Frage;

Du verwechselst Liebe mit Sex
"Man verliebt sich doch in einen Charakter und da ist es doch nur nebensächlich ob Penis oder Vagina/ ob Brüste oder nicht, oder?"

Nein, wenn man sich verliebt, bzw. sich sexuell angezogen fühlt, dann spielen Hormone eine große Rolle. Und auf welche Hormone du ansprichst, das kannst du dir nicht aussuchen (bisexuelle haben da einen klaren Vorteil)

Liebe im Gegensatz zum verlieben, ist etwas das mit der Zeit wächst, hier spielt dann der Verstand die größere Rolle.

Liebe ist aber völlig unabhänig von Sex, man kann alles und jeden lieben lernen, dabei spielen deine Erfahrungen und der Charakter des Objekts deiner Liebe eine Rolle (das müssen nicht zwangsläufig andere Menschen sein, es kann, wie gesagt alles sein).

Liebe ist einfach eine besondere Wertschätzung.

Verlieben ist ein spontaner Zustand, der dir helfen soll einen Partner zu finden. Daher kommen auch so Ausdrücke wie; "man hat eine rosa Brille auf", denn Verliebtheit sorgt dafür, dass positive Dinge an einer Person deutlicher hervortreten und negative weniger stören.

Wenn man jemanden Liebt, hat man gelernt mit den negativen Eigenschaften zurechtzukommen, oder die positiven überwiegen einfach deutlich.


Sexismus ist einfach eine auf das Geschlecht bezogene Diskriminierung. Also eine auf eine Gruppe (nämlich mit einem bestimmten Geschlecht).
Nur weil man jemanden nicht mag, heißt das nicht, dass man ihn diskriminiert.
Man diskriminiert jemanden, wenn man ihm Rechte aberkennt, aber keiner hat ein Recht auf deine Zuneigung oder Freundschaft, das ist etwas freiwilliges, und auch etwas dass du nicht immer gezielt steuern kannst. Es gibt einfach Menschen, die du besser riechen kannst als andere.
Diskriminieren ist auch nicht das gleiche wie Ignorieren.

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Hallo,

sexistisch ist etwas ganz anderes und meint - in Analogie zu rassistisch - eine negative Einstellung gegenüber einem bestimmten Geschlecht und damit einhergehende Diskriminierung oder Abwertung. Sexistisch ist also jemand, der z.B. Frauen als reine Lustobjekte betrachtet, die Männern zu dienen haben, oder alle Männer als schwanzgesteuerte Iditionen sieht.

Homosexuell ist man, wenn man auf das gleiche Geschlecht steht, bisexuell, wenn man sich sowohl in Männer als auch in Frauen verliebt.

Heterosexuell ist man, wenn man nur das andere Geschlecht attraktiv findet. Ich finde das (beides) nicht sexistisch, denn wen man anziehend findet, sucht man sich ja nicht aus!

Ich denke, dass viele Menschen auch bisexuell SIND, es nur nicht ausleben bzw. nie einen gleichgeschlechtlichen Partner finden, in den sie sich verlieben. Der "Default" ist bei den Menschen aber wohl eine Präferenz für das andere Geschlecht, was ja aus biologischer Sicht auch Sinn ergibt.

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Dein Argument ist also so (korrigiere bitte, wenn ich etwas falsch verstanden habe): Wer auf dasselbe Geschlecht steht, macht einen Unterschied zwischen Mann und Frau, und das ist sexistisch.

Nach der Logik müsste heterosexuell sein genauso sexistisch sein, weil man da auch einen Unterschied zwischen Mann und Frau macht. Das einzige, was nicht sexistisch wäre, wäre dann ja bisexuell (oder pansexuell) zu sein.

Ich finde allerdings, dass sexuelle Präferenzen nie sexistisch oder rassistisch sein können, da Sexualität ein sehr privater Bereich ist, in dem die Menschen vollkommen selbstbestimmt handeln können sollten (solange es niemandem schadet). Wenn ein Mann z.B. nur auf schwarze Frauen steht, ist das weißen oder asiatischen Frauen gegenüber nicht rassistisch. Und das ist auch nicht sexistisch gegenüber Männern, sondern das ist eine legitime Präferenz. Der Grund ist eben, dass Sexualität ein sehr privater Bereich ist, in dem die Menschen selbstbestimmt leben können sollten. Da kann man wirklich niemandem was aufzwingen.

Wenn man hingegen nur Menschen einer bestimmten Hautfarbe einstellt in einer Firma, ist das ein nicht ganz so privater Bereich, und das ist dann diskriminierend.

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Kommentar von beccagurl
22.08.2016, 00:48

Ja das war mein Argument !!und natürlich meine ich auch heterosexuelle!! Und danke für deine ausführliche Antwort, sie hat mir sehr geholfen :)

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Du hast gar nichts falsch verstanden, dir ist nur aufgefallen dass das Wort Sexismus in manchen Situationen nicht weiterhilft/ nicht die Situation korrekt beschreibt.

Natürlich ist es völlig legitim sexuelle Präferenzen zu haben, und das Geschlecht ist dabei nunmal der häufigste Faktor, neben Alter und Attraktivität. Diese Orientierungen sind offensichtlich gut so, also steht man vor der Wahl das Wort Sexismus dabei nicht zu verwenden, also persönliche Präferenzen betreffend das Geschlecht des Partners davon auszuschließen, oder zu akzeptieren dass nicht alle Arten von Sexismus angreifbar oder verkehrt sind.

Niemand verliebt sich nur in die Persönlichkeit eines Menschen, das ist auch da wir körperliche Wesen sind unvorstellbar.

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Ich finde, sowas ist schwehr zu erklären. Im Prinzip ist es "geschmacks Sache". So wie dem einen Spezi besser schmeckt als Cola, finden manche Personen halt das gleiche Geschlecht anziehender als das andere, oder beide. Man kann es einfach nicht beeinflussen, aber ich persönlich finde es nicht schlimm, ich finde es nur schlimm, dass es noch immer nicht von der Gesellschaft akzeptiert wird...

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Kommentar von beccagurl
22.08.2016, 00:43

Danke für die Antwort :) und ja das finde ich auch schlimm!

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Im Grunde hast du da gar nichts falsch verstanden.

Die Benachteiligung eines Geschlechts ist dem Grundgesetz nach verboten, jedenfalls seitens der Behörden. Nun ist aber jede Bevorzugung eines Geschlechts, automatisch auch eine Benachteiligung des anderen Geschlechts.

Jetzt bilden wir das Verb von Bevorzugung: bevorzugen. Das würde, analog zu unserem Beispiel, bedeuten, dass du das andere Geschlecht benachteiligst, indem du dich diesem nicht als Sexpartner anbietest bzw. diesem nicht als Sexpartner zur Verfügung stehst.

Technisch gesehen ist das eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Da hast du also Recht. 

Soviel zur Theorie. Was andere zu dem Thema geschrieben haben, ist insofern richtig, da sie den Begriff so erklärt haben, wie er landläufig verstanden wird. Es ist also in der Tat etwas skurril.

Wenn du einen Menschen kategorisch aufgrund seines Geschlechts als Mitarbeiter ausschließt, bist du -landläufig betrachtet, ein Sexist, wenn du einen Menschen aber aufgrund seines Geschlechts einstellst, wie es bei der Frauenquote gemacht wird, nennt man es "Förderung" oder Ausgleich von Chancen.

Das zu sagen, ist natürlich richtig, aber politisch nicht korrekt.

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Kommentar von beccagurl
22.08.2016, 01:23

Dankeschön für deine Antwort! :)

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Es gibt auch Leute wie mich, die Pansexuell sind. Pansexuelle interessieren sich nicht für das Geschlecht, sondern nur für den Charakter. Egal ob Männlich, Weiblich, Trans Junge, Trans Frau, Leute die sich keinen Geschlecht zuordnen usw.

Das nur als kleine Hintergrund Info, ich glaube hier stehen schon ein paar gute Meinungen :)

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Kommentar von beccagurl
22.08.2016, 23:48

Ja danke :)

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Das ist unsinn

Wenn ich sage, dass meine lieblingsfarbe blau ist, sage ich dann, dass alle anderen farben für mich minderwertig oder gar keine farben sind? Eben!

Es ist eine persönliche neigung/geschmack und hat nichts mit sexismus zu tun.

Und ich kenne auch jemanden, der germ behauptet, dass das geschlecht egal ist und wir alle bi sind, aber das stimmt nun mal nicht. 

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Kommentar von beccagurl
22.08.2016, 00:55

Ja das stimmt, danke für die Antwort

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"Als Sexismus wird die auf das Geschlecht (lat.
sexus) bezogene Diskriminierung bezeichnet. Unter dem Begriff werden
Geschlechterstereotype, Affekte und Verhaltensweisen gefasst, die einen
ungleichen sozialen Status von Frauen und Männern zur Folge haben oder
darauf hinwirken.". Also wenn du z.B. sagst, dass Männer immer das Geld verdienen und Frauen Kochen können müssen.

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Kommentar von beccagurl
22.08.2016, 00:36

Okay Dankeschön! :)

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Die Annahme, dass dann alle bi sein müssten, ist schonmal grundsätzlich die komplett falsche Herangehensweise. Ich weiß auch nicht, warum manche Leute nicht verstehen, dass Homo/Bisexualität keine Sache ist, die einer Entscheidung des Kopfes zugrunde liegt...und dass jeder, um ein guter Mensch zu sein, für alles und jeden offen sein muss, aber vielleicht kann mich jemand aufklären?

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Kurz und einfach erklärt:

"Sexismus" ist eine sexuelle Diskriminierung eines Menschen oder einer bestimmten Gruppe.

"Homosexuell sein" ist eine sexuelle Neigung bzw. Orientierung.

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Sexismus =  Bezeichnung für alle Formen der Unterdrückung und der Benachteiligungen aufgrund der Geschlechtszugehörigkeit.

 Wenn ich zb sage ich stehe auf Frauen ist das nicht Sexismus.  Wenn mich ein  Mann anflirtet und ich ihn beleidigen oder verletze aufgrund seines Geschlechtes ist das schon eher Sexismus. Jeder darf seine eigenen Vorlieben haben, das bedeutet nicht dass man zu jedem der nicht den Vorlieben entspricht scheiße sein kann.  

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Kommentar von beccagurl
22.08.2016, 00:37

Oke danke für die Antwort :D

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Die sexuelle Orientierung ist keine Entscheidung und auch keine Meinung. Sexismus aber schon
Also ist es nicht sexistisch hetero- oder homosexuell zu sein

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Kommentar von beccagurl
22.08.2016, 00:58

Ja stimmt, danke

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