Homosexualität/ Ursachen/?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Ich werde erstmal versuchen, deine Fragen etwas zu strukturieren. Wenn ich richtig bin, stellst du dir diese Fragen:

1. Was ist die Ursache für Homosexualität?

2. Kann man sich seine Sexualität aussuchen, bzw ändern?

3. Ist Homosexualität normal?

4. Muss ich mich outen?

1. Die Ursache ist nicht wissenschaftlich geklärt, aber es gibt verschiedene Ansätze. Zum einen gibt es den Ansatz, dass man so geboren wird. Also homosexuell, heterosexuell, bisexuell, pansexuell, etc. Die anderen Ideen sind, dass Menschen, die ein Trauma erlitten haben (wie zum Beispiel eine Vergewaltigung) sich aufgrunddessen von einem Geschlecht abwenden. Dies ist aber nur die Ausnhame! Und ich glaube auch in deinem Fall nicht wirklich anwendbar. Allgemein ist man sich jedoch darüber einig (zumindest unter Pro-LGBT Menschen), dass Homosexualität keine Entscheidung ist, und dass man es nicht beeinflussen kann.

2. Damit komme ich auch direkt zur zweiten Frage. Dazu muss man erstmal klären, was Homosexualität überhaupt ist. Homosexualität bedeutet, dass man sexuell vom eigenen Geschlecht angezogen ist. Also von daher: Nein, man kann sich seine Sexualität nicht aussuchen. Man kann sich aussuchen, ob man in ihrem Sinne handelt, oder ob man sie unterdrückt, aber wirklich "aussuchen" kann man sie sich nicht.

Hier nochmal ein Beispiel: Wenn ich zum Beispiel Homosexuell und weiblich wäre, könnte ich mich trotzdem dazu entscheiden, mit einem Mann eine Beziehung einzugehen. Das würde aber nichts daran ändern, dass ich sexuell von Frauen angezogen wäre.

Ich hoffe das macht dir klar, was damit gemeint ist. Du kannst dich dagegen entscheiden, ob du deine Sexualität auslebst, aber du würdest immer noch diese Sexualität besitzen.

Das Argument, dass man sich seine Sexualität aussuchen könne, wird oft von Homophoben vertreten. Da stellt sich nur eine Frage: Warum sollte man sich so etwas aussuchen, also sich für die Homo-/Bi-/etc-Sexualität entscheiden, wenn es einem nur negative Konsequenzen bringt? Das ist ein großes Argument, dass dagegen spricht.

3. Um zu wissen, ob es "normal" ist, muss man erstmal wissen, was normal eigentlich ist. Für mich ist es normal. Warum sollte es nicht sein? In so gut wie allen Tierspezies kommt es vor und ist völlig normal, nur Menschen bilden homphobe Tendenzen aus. Aber darüber musst du dir selbst eine Meinung bilden.

4. Zu der Frage, ob du dich outen musst, kann ich nur sagen, dass es dir ganz selbst überlassen ist. Wenn du dich nicht outen willst, dann tu es nicht, wenn du es willst, dann tu es. Ich finde, dass es einen sehr erleichtern kann, vorallem wenn man alles in sich einschließt und versucht es alles alleine auszuhalten. Egal ob du dich nun jemandem anvertrauen willst, das einzig wichtig ist: Tu es erst, wenn du wirklich bereit bist! Wahrscheinlich hast du das alles schonmal gelesen, aber es ist wirklich so. Wenn du dich dazu zwingst, wird es wahrscheinlich nicht gut laufen und/oder dir helfen. Outen ist etwas, dass sehr schwierig sein kann, vor allem mit der falschen Person. Wenn du so etwas tun willst, mach vorher sicher, dass du dich auch mit der entscheidung gut fühlst und es nicht bereuen wirst.

Falls du noch Fragen hast stehe ich dir gerne zur Verfügung :)

LG

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was die Ursache dafür ist, weiß ich nicht und es ist mir (bi) eigentlich auch völlig schnuppe. Ich habe weder irgendwelche ungewöhnlichen Konstellationen in der Familie noch in meiner sonstigen Sozialisation und die meisten mir bekannten Gleichgesinnten auch nicht. 

Ich sehe keinen Sinn darin, das ändern zu wollen... Ich wurde aber auch noch nie anders behandelt als alle anderen.

Eines sehe ich genauso wie du: wozu outen? So lange man nicht vorhat, gleichgeschlechtlich öffentlich aufzutreten, geht es doch erstmal niemanden an.
Kam es dazu bei Dir bisher überhaupt dazu?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von LlNKESTWlX
27.02.2016, 19:38

Hab die frage jetzt schon zwei mal gelesen. Aber ich weiß nicht, wie die Frage zum Schluss gemeint war. 😅

0

Nach meinem Kenntnisstand ist Homosexualität auf eine genetische Erbanlage zurückzuführen. Ich bin aber auch kein Wissenschaftler der sich damit auskennt.

Heilung würde voraussetzen das sich Homosexuelle krank fühlen und es sich um eine Krankheit handelt. Tun sie aber nicht und sind es meiner Meinung nach auch nicht. Homosexualität ist eine absolut normale Erscheinung in der Natur und kommt auch massiv im Tierreich vor.

Meine sexuelle Ausrichtung als "normal" zu bezeichnen oder eine Homophobie gegen andere sexuelle Präferenzen, lässt sich nur mit religiösem Hintergrund, Intoleranz oder Unwissen erklären.

Dein Wunsch nach einem normalen Leben ist absolut in Ordnung und auch ein Wunsch nach dem passenden Partner. Glück haben nun die Menschen die in Staaten leben die sich diesem Wunsch nach Selbstverwirklichung und Freiheit nicht entgegenstellen.

Normal wird seitens einer Gesellschaft so definiert was die Masse tut, lässt, unternimmt, lebt etc.. Da ist das "Unnormale" schnell entdeckt aber nur weil es so ist bedeutet es nicht zwangsläufig es ist auch falsch. Solange eine Partnerschaft glücklich ist kann ich auch ein entspanntes und zufriedenes Leben führen. Das muß nicht zwingend mit Nachwuchs verbunden sein, ist aber auch kein Hinderungsgrund ohne leben zu müssen.

Da ich viel in Asien unterwegs bin wie z.B. Thailand, kann ich dir sagen das es dort absolut ok ist. Buddhismus ist da generell toleranter und die Menschen dort sind es sowieso. Zumindest im zwischenmenlichen Bereich. Amtswege sind wieder anders.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Sexualität ist angeboren, kann aber in Richtungen gedrängt werden, zB durch Intoleranz in der Familie> Man wird gezwungen das andere Geschlecht zu lieben, oder zB durch einen Komplex (Kein Vater, keine Mutter etc)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hey, also die meisten hier haben schon gute Antworten gegeben, ich möchte aber eines noch hinzufügen:
Pädophilie und Homosexualität kann man nicht miteinander vergleichen.
Wenn zwei homosexuelle Menschen sich lieben und ihre sexuelle Leidenschaft teilen, kann man das wohl kaum als Krankheit sehen. Beide WOLLEN es. Homosexuelle schaden niemanden.
Bei Pädophilen besteht nur ein einseitiges Interesse.
Sie können, wenn sie sich nicht therapieren lassen und sich nicht unter Kontrolle haben, sich an Kindern vergreifen. Somit begeht man eine Straftat. Es sind Kinder. Ein Kind versteht gar nicht, was der Erwachsene von ihm will. Die geistige Reife fehlt.
Deswegen ist es unnormal

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von LlNKESTWlX
27.02.2016, 21:35

Ja, das weiß ich selbst. Der Vergleich war vielleicht schlecht gewählt. Das war ja auch eigentlich nicht das worauf ich eigentlich hinaus wollte. 

0

Man kann nicht entscheiden, was man liebt. Du macht einen großen Fehler: Du schaust im Internet nach, welche Anzeichen es gibt, dass man Homosexuell ist. Das klingt wie "Ich suche nach Symptomen, ich fühle mich krank"^^ das Internet kann dir nicht sagen, auf was du stehst, da steht sowieso oft Mist. Und ja, Homosexualität ist normal und nein, man kann nicht ändern, dass man "vom anderen Ufer" ist, warum auch? Wenn man glücklich ist, ist alles super. Das mit den Familienprobleme ist *sorry* Schwachsinn. Als hätte jede Homosexuelle Person Familienprobleme.. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von LlNKESTWlX
27.02.2016, 19:50

Ja schon, ich sehe es ja auch an einer klassenkameradin, die auch glücklich ihre Freundin küssen kann ohne Kommentare zu hören. Aber ich bin nicht so selbstbewusst und ich weiß nicht mal was ich sagen soll und wie ich es sagen soll. Ich stehe auf Frauen. Aber ist das wirklich so oder bewundere ich sie nur? Ich bin mir eigentlich aicher, dass ich auf jeden Fall schon in ein Mädchen wirklich verliebt war. Aber vielleicht bin ich ja bi. Weil ich mich nicht damit identifizieren kann lesbisch zu sein. Vor allem hätte ich vor folgendem angst:

man Stempelt mich als "man in der Beziehung ab" obwohl ich eigentlich total Frau bin (schminken, Nagellack, lange Haare, Schmuck und auch Charakterlich sehr Klischeehaft heulen ich bei jedem liebes Film) Aber ich stehe halt auf feminin Frauen und viele außenstehende suchen sich dann ja den "mann" von den beiden :/

Außerdem hätte ich angst, dass ich sozusagen dann in der lesben/bi scene sein "muss". Schließlich trifft man nicht einfach so ein Mädchen verliebt sich und ist glücklich  (sind ja 98% hetero) dewegen muss ich ja wohl oder übel in solche clubs obwohl ich lieber wie jedes andere Mädchen einfach nornal jemanden kennenlernen will. 

Und ja, mir ist die Meinung anderer sehr wichtig  (zu wichtig) ich habe mal eine hose, die mir gefiel verkauft, weil keiner sie mochte... ich denke ich käme bzw komme damit einfach nicht selbst klar 

Zudem möchte ich eine Familie haben später mit Kindern usw und ich weiß nicht, ob zwei Mütter so gut für ein Kind ist eventuell auch wegen mobbing später 

Ich könnte einen Roman darüber schreiben ....

0

Was möchtest Du wissen?