Homosexualität normal?!?

37 Antworten

Normalität ist für mich die Abwesenheit von 'Erkrankung', das heißt, dass alles,  wie es ist, seine Ordnung hat.

Nehmen wir einen "kleinwüchsigen" Menschen (vielleicht 100 cm groß).... ist das normal.... für diesen Menschen muss es normal sein, weil die Gene eine höhere Größe nicht zugelassen haben. Anders sieht es aus, wenn die Körpergröße aufgrund einer Erkrankung sich nicht entwickeln konnte (oder Unterernährung oder was auch immer). Wenn also das Wachstum gestört ist. Kleinwuchs ansich, das ist normal.

Kommen wir auf die Homosexualität zurück: normal oder nicht?

Es gibt einige Menschen,  die sich als homosexuell bezeichnen, aufgrund ihrer Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht. Hier kann von einer "Störung"  gesprochen werden, welche Art auch immer (Vertrauen, Wahrnehmung, ....) aber jene Menschen werden nicht auf Dauer glücklich werden. Ihnen wird etwas fehlen. Oder sie sind bi-sexuell. Aber auch dann wird vielleicht eine Art Sehnsucht sie ergreifen. Oder sie sehen lediglich den Menschen...

Wie auch jenen Menschen etwas fehlt, die ihre Homosex. verheimlichen  (müssen). Auch ihren wird langfristig etwas fehlen.

Eine andere Gleichung ist, ob es auch Homosexualität auch im Tierreich gibt: ja, gibt es! Also warum sollte es denn bei Menschen als *unnormal* gelten?

Normalität hat nichts mit Behinderung zu tun. Und es gibt ganz viele Arten von Normalität.

Ein Mensch, der schlecht lernt ist nicht normal? - Vielleicht doch, wenn dieser Mensch sich im eigenem Sein frei entwickeln kann,  sich aufgehoben fühlt in sich und seiner Umgebung. Wenn dieser Mensch weitgehend authentisch sein darf. Dann ist der Mensch normal. Seine Persönlichkeit ist nicht gestört.

Mit anderen Worten: ich nehme an, dass es verschiede Definitionen für "Normalität" gibt. Denn in dem Kontext hinterfragen sie auch bestimmt ihre Antworten. Aber Du bist von Deiner Meinung so überzeugt, dass du nicht jene Leute fragst, sondern Dich an das Forums wendest. Das solltest Du mal hinterfragen, ob Du andere Ansichten hören magst oder eher nur deine Meinung bestätigt haben magst. :)

Lieben Gruß an Dich 

Das ist kein Unfug, das ist einfach Ansichtssache und die synonyme Verwendung mit natürlich.
Für einen Schwulen ist es z.B. völlig normal homosexuell zu sein.
Für die Menschheit ist es normal, dass immer ein gewissen Prozentsatz homosexuell ist.
Es ist normal, wenn man eine Norm als Rechtfertigung für Diskriminierung heranziehen will.
Sprich, es ist ein Widerstand gengen Hohlköpfe, die meinen Normalität könne als Argument gegen Homosexualität verwendet werden.

Im Grunde ist es scheißegal, welcher Depp will denn normal sein? Wer träumt nicht davon etwas besonderes zu sein?
Wer fragt bei Rockstars, Genies, Athleten, Künstlern danach ob sie normal sind, die sind nämlich alle nicht normal.

Homosexualität ist anders, als früher in verklemmter religiös geprägter und körperfeindlicher Moral gern behauptet, nicht unnatürlich. "Normal" ist sie auch nicht, wenn man das Wort nicht, wie auch gern gemacht, moralisch wertend einsetzt. Homosexualität als Normalität zu werten ist eine Gegenbewegung aus der früheren Abwertung heraus, die überzieht. Durch zweitausend Jahre christliche, islamische, eigentlich monotheistische Moral geprägt haben wir heute schon rein emotional kaum rechten Zugang zu Wertungen von Sexualpraktiken, wie sie vor dem Christentum noch bis ins spätrömische Reich übliche Praxis waren. Allerdings waren auch alle anderen gesellschaftlichen Wertungen andere und das macht es schwer, an frühere Verständnisse anzuknüpfen. Wir sind auf dem Weg, dass Homosexualität nicht mehr diskriminiert wird. In Zeiten, in denen Bevölkerungswachstum kein vorrangiges Ziel mehr ist, weil weltweit genügend Menschen rumlaufen, wird man Wege und Werte dazu finden müssen, die z.B. einer qualifizierten Erziehung mehr Wert beimessen als der reinen Produktion menschlichen Rohmaterials. Ich fürchte, der Wert des Lebens wird - in Überwindung einer christlichen Überbewertung als göttlichem Willen - neu justiert werden. Das wird noch zu vielen Auseinandersetzungen führen.

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