Homosexualität aus medizinischer und Psychologischer Sicht

6 Antworten

Beide stimmen nicht. Homosexualität gab es schon immer, sogar in der Tierwelt ist sie zu finden. Akzeptiere einfach das Homosexualität weder eine Körperliche noch eine Geisteskrankheit ist. Homosexualität ist eine Spielart der Natur.

Stimmt beides nicht.

Ad 1)

  1. "Normabweichung" setzt voraus, dass es eine "Norm" gibt. In der Natur (s. andere Säugetiere) sagt die "Norm", dass Homosexualität nicht unüblich ist. Ich sehe nicht, wieso für das Säugetier Homo Sapiens Sapiens eine "Sondernorm" her sollte, die nur dazu da wäre, eine Norm um der Norm zu bilden, die aber ansonsten keinerlei Relevanz hat. So simple "Rückschlüsse" wie "Heterosexualität = Fortpflanzung, Homosexualität = Aussterben -> Hetero ist normal und Homo ist es nicht", werden vielleicht schlichten Gemütern mit begrenztem IQ reichen, aber der Vielfalt der Natur (bzw. deren "Gründe") können solche Vorurteile nicht gerecht werden ...
  2. Man weiß nicht, was Homosexualität "verursacht". Man kann die biologischen Unterschiede ggf. sehen und feststellen (s. Neurowissenschaftler LeVay) aber weiß nicht, wie sie zustande kamen. Aber: Wie sie auch immer zustande kamen, ist nicht notwendigerweise eine Frage der Gene (schon gar nicht der eigenen, denn Homosexualität wird durch die Mutter "vererbt"). Bislang hat niemand einen genetischen Grund für Homosexualität gefunden - und das wird sich auch wohl nicht ändern.
  3. Eine Krankheit ist als etwas definiert, was dem Kranken ein Leiden zufügt/leiden läßt. Homosexuelle leiden aber nicht unter ihrer Sexualität. Folglich sind sie auch nicht krank.

Fazit zu Punkt 1: Homosexualität ist weder eine Krankheit, noch genetisch bedingt.

Ad 2)

Niemand wird aus "Enttäuschung" homosexuell. Aber: Die Unterscheidung zw. Homo- und Heterosexualität ist eine noch recht neue - von Menschen, die nicht nur nach unseren heutigen wissenschaftlichen Maßstäben von Sexualwissenschaft herzlich wenig Ahnung hatten (und das bei vergleichsweise relativ starkem Einfluss der in diesem Bereich geradezu schmerzhaft ungebildeten Kirchenvertreter). Die moderne Sexualwissenschaft geht eigentlich davon aus, dass die breite Masse der Menschen an und für sich eher bisexuell (oder pansexuell) ist, mit den beiden (prozentual eher seltenen) Extremen der Homo- und der Heterosexualität. Und wenn ein bisexueller mit bisheriger Hetero-Erfahrung nach Enttäuschungen es mal mit einer Homobeziehung versucht, ist das kein Wandel seiner sexuellen Orientierung (die auch nicht möglich wäre), sondern schlicht ein "sich Bewegen in den bisherigen, wenn auch theoretischen, Grenzen".

PS: Mir scheint, Du hast ein ziemlich "merkwürdiges" Bild von Homosexualität, als wenn Du in die Hände von Leuten geraten wärst, die zu dem Thema allerlei Blödsinn erzählen?!

Das muss etwas sehr natürliches sein, denn diese Verhaltensweise ist im gesamten Tierreich zu finden. Ich würde mir da keinen Kopf machen. Wenn es ein reguläres Verhalten gibt, dann gibt es auch ausnahmen. Akzeptiere einfach die Ausnahmen, damit bestätigst Du die Regel.

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