'Homophobe Phase' wegen eigener Homosexualität?

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5 Antworten

Hallo,

was du beschreibst ist die Reaktionsbildung nach Freud:

Zitat Wikipedia: "Es werden also Triebe und Wünsche - teilweise unbewusst - für inakzeptabel gehalten und durch etwas ersetzt, das der ursprünglich beabsichtigten Reaktion diametral entgegengesetzt ist, jedoch ein sozial erwünschtes Verhaltensmuster darstellt. Dieses Verhalten wird wie alle Abwehrmechanismen ausgebildet, um Schuldgefühle und Angst, aber auch andere unlustvolle Erlebenszustände (Trauer/Verlassenheit, Wut, Scham, Schuld, Ekel) zu bewältigen."

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Reaktionsbildung

Also Beispiel: Jemand ist schwul, kommt damit nicht klar und kompensiert das damit, dass er entgegengesetztes, sozial erwünschtes Verhalten an den Tag legt, und homophob reagiert (je nach sozialem Umfeld). Allerdings lässt sich natürlich nicht jegliches homophobes Verhalten dadurch erklären, das muss klar sein!

lg

ich kann es bestätigen, jedoch ein Fachbegriff scheint es speziell dafür nicht zu geben höchstens für viele Gebiete anwendbar die Überkompensation.

Jo, kann man so sagen; wenn es völlig unbewusst ist, kann man auch von einer sogenannten Projektion sprechen.

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@slimatnight

Projektion ist nicht ganz richtig, würde ich sagen. Projektion würde bedeuten, ich "projeziere" einen Sachverhalte, den ich selbst nicht verarbeiten kann auf jemand anderes.

Jemand, der Probleme mit der eignen Homosexualität projeziert, weil er nicht auffliegen will, würde beispielsweise Mitmenschen unterstellen, sie wären schwul, es aber für sich leugnen. Damit einher geht aber nicht unbedingt, dass er diese Menschen dann verurteilen würde, oder sich ihnen homophob verhalten würde.

Wenn man Probleme mit der eigenen Homosexualität projeziert, muss das also nicht zwingendermaßen zu homophoben Verhalten führen.

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@scorpion87

nicht zwingendermaßen, das ist richtig, aber das bedeutet, dass es diesen Sachverhalt auch nicht in jedem Falle ausschliesst.

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Ich weiß nicht, ob es einen Namen dafürt gibt, aber ich halte es für plausibel.

Also, so einen Blödsinn habe ich noch nie gehört, und ich bin schon seit über 30 Jahren schwul. Das es mal zu Streitereien kommt, klar, aber das ist wie bei Heten.

Ich glaube, du hast mich falsch verstanden.. Ich meinte einfach die Phase, in der man merkt, dass man schwul ist und es nicht akzeptieren möchte und sich deshalb homophob anderen gegenüber verhält, weil diese ihm ja sozusagen vor Augen führen, wie er ist, aber nicht sein möchte... (Und was soll denn heißen, du bist schon seit 30 Jahren schwul? Das hört sich ja an, als hättest du damit irgendwann mal angefangen.. ;) )

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Internalisierte Homophobie.

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