Homöpathie - Heilung oder Humbug?.Meine Frage wäre , glaubt ihr an die Heilung durch Homöpathie.Wenn ja wieso und wo ist sie euch begegnet.Wenn nein wieso ?

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Das Ergebnis besteht aus 13 Abstimmungen

nein 53%
ja 30%
Bei einem klassischen Homöpath/in 15%
interessiere mich dafür , habe es aber noch nie weiter hinterfragt 0%
Noch nie was von gehört 0%
Von Freunden empholen 0%
Beim Arzt 0%

12 Antworten

nein

Also zunächst einmal: Wenn hier viele User antworten, dann bekommst Du so 20 bis 30 User in die Abstimmung.

In die Studienlage zur Homöopathie, die weit über 200 placebokontrollierte Studien umfasst, sind die Erfahrungen einigíger Tausend Patienten eingeflossen: Was meinst Du, was aussagekräftiger ist? ;-)

So. Dann muss man Deine Frage noch etwas genauer formulieren.

Denn natürlich werden Leute unter homöopathischer Behandlung gesund. Keine Frage. Wie willst Du das denn verhindern? Es werden bei den allermeisten Alltagskrankheiten die allemeisten Leute auch gänzlich ohne Behandlung wieder gesund.

Wenn Du eine Gruppe Patienten betrachtest und einfach abwartest, dann werden sich die Beschwerden dieser Patienten im Laufe der Zeit ändern. Bei einigen Patienten Deiner Gruppe werden sich die Beschwerden bessern, bei manchen werden sie verschwinden. Wie viele Besserungen es in Deiner Gruppe gibt, das hängt von der Art der Beschwerden ab. Bei Erkältung geht es fast allen nach 2 Wochen wieder Gut. Bei Krebs keinem.

Allein, dass sich jetzt also Leute melden und Dir erzählen "das Baby meiner Bekannten hat mit Homöopathie ganz problemlos Zähnchen gekriegt", das sagt leider über das Verfahren gar nichts aus.

Weil man solche Geschichten zu nahezu allen Krankheitsbildern auch mit Placebos (also Scheinmedikamenten) erlebt.

Und das ist der weit verbreitete Irrtum: wenn man ein Mittel einnimmt und es geht einem danach(!) besser, dann sagt uns das leider gar nichts darüber aus, ob wir richtig Glück hatten, von selber gesund wurden oder ob es eben doch ratsam wäre, beim nächsten Mal das Mittel wieder zu nehmen. Unser Erlebnis erzählt uns einfach nur, dass wir in der Gruppe der Patienten sind, die nach der Mitteleinnahme gesund wurden.

Um etwas über die Wirksamkeit eines Mittels herauszufinden, braucht es einen Vergleich: Wir müssen herausfinden, wie viele Menschen nahmen das Mittel - und danach ging es ihnen NICHT besser. Und am besten vergleichen wir auch noch mit den Leuten, die ähnlich krank waren, aber das Mittel nicht nahmen: Wie vielen ging es denn da besser und wie vielen nicht?

Erst der Vergleich aller 4 Gruppenverhältnisse sagt uns etwas, ob ein Verfahren "wirksam" ist - ob es etwas hinzufügen kann zu den Genesungen, die in einer Gruppe Patienten immer auftreten, wenn wir hinreichend lange zuschauen. Und besonders, wenn wir denen auch noch ein Placebo geben, ein Scheinmedikament, mit dem sie sich behandelt fühlen.

Und nach dieser Erklärung können wir uns anschauen, was hier für die Homöopathie rauskommt, wenn wir diesen Vergleich der Genesungszahlen sauber anschauen:

Homöopathika (also die Globuli selber) sind reine Placebos.

Das ist das übereinstimmende Ergebnis der naturwissenschaftlichen Betrachtung der Verdünnungen bis zum kompletten Fehlen einer Wirksubstanz (Ab einer C12 / D24 enthält das ganze Fläschchen Globuli keinen Wirkstoff mehr. Quelle z.B. http://www.publications.parliament.uk/pa/cm200910/cmselect/cmsctech/45/4504.htm#a14
"The notion that water could hold imprints of solutions previously dissolved in it is so far removed from current scientific understanding that, as Professor David Colquhoun, Professor of Pharmacology at UCL, put it: "If homeopathy worked the whole of chemistry and physics would have to be overturned") und der Studienlage ((Quelle: z.B.: http://www.theguardian.com/lifeandstyle/2015/mar/11/homeopathy-not-effective-for-treating-any-condition-australian-report-finds?CMP=share_btn_fb
"These claims have been widely disproven by multiple studies, but the National Health and Medical Research Council (NHMRC) has for the first time thoroughly reviewed 225 research papers on homeopathy to come up with its position statement, released on Wednesday.
“Based on the assessment of the evidence of effectiveness of homeopathy, NHMRC concludes that there are no health conditions for which there is reliable evidence that homeopathy is effective,” the report concluded.")

Das Verfahren "Homöopathie" selbst hat natürlich Placeboeffekte und Behandlungseffekte. Dazu kommen bei der Homöopathie die langen und intensiven Patientengespräche. Und diese "sprechende Medizin" kann beim Patienten durchaus etwas "bewirken": Nämlich ihm ermöglichen, einen neuen Blickwinkel auf seine Beschwerden einzunehmen, sich anders mit ihnen zu arrangieren. Beschwerden sind ja nicht gleich Beschwerden, es macht einen Unterschied, wie wir sie empfinden.

Über diese Gespräche kann die Homöopathie also durchaus manchen Patienten helfen. Auch das belegen Studien:

http://heilpflanzen-info.ch/cms/blog/archive/2011/11/17/wirkt-homoopathie-und-wenn-ja-wie.html
"Bei den sekundären Endpunkten Schmerzempfinden, Zahl der geschwollenen Gelenke, Patientenselbsteinschätzung auf Wochenbasis und Stimmung zeigten sich dagegen jeweils signifikante Vorteile für jene Patienten, die homöopathisch beraten wurden im Vergleich zu jenen, die nur medizinisch beraten wurden.
Das interessante Ergebnis ist nun, dass es innerhalb der Beratungsgruppen jeweils keinerlei Unterschiede gab. Es war also egal, ob die Patienten Placebo, Komplexhomöopathie oder individuell zubereitete homöopathische Medikamente bekamen, solange sie nur vorher homöopathisch beraten wurden. Anders gesagt: Reden ist wirksam, Globuli sind es nicht."

Das Problem ist, dass Homöopathen ihr Verfahren als Arzneimittellehre bewerben und darstellen - und das ist nicht richtig. Die Homöopathika sind Placebos. Wenn Du aber zu einem Therapeuten gehst, der meint, Dir mit den Globuli bereits eine wirksame Behandlung gegeben zu haben, dann kann es auch für den Patienten gefährlich werden: Denn wo eine echte Behandlung notwendig wäre, stellt eine Placebobehandlung einer Therapieverzögerung dar.

Aber auch da, wo der Therapeut weiß, dass er Placebos gibt, das aber anders darstellt, hat man ein medizinethisches Problem. Es gibt gute Gründe, warum wissentliche Placebobehandlungen problematisch sind - sie sind immer in gewisser Weise ein Vertrauensbruch zwischen Arzt und Patient. Besonders problematisch macht es aber der wissenschaftsfeindliche Überbau, ohne den die Homöopathie nicht zu haben ist.

Grüße

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nein

Die Homöopathie beruht auf einem längst überholten Bild von Krankheiten, d.h. ihrer Entstehung und ihrer Heilung. 

Vor über 200 Jahren, zu Zeiten Hahnemanns, dem Erfinder dieses Verfahrens, mag es, im Vergleich zu den damals üblichen rabiaten "Therapien", wie dem Adlerlass z.B., sinnvoll gewesen sein, den Patienten Mittel zu verabreichen, die in den höheren Verdünnungen, sogennanten "Potenzen", kein Molekül des ursprünglichen Wirkstoffes mehr enthielten.

Aber in der heutigen Zeit weiß man, dass dieses Prinzip, das da lautet: "Je höher eine Verdünnung ist ( bis hin zur völlogen Abewesenheit von Molekülen), desto höher ist die Wirkung", den Naturgesetzen widerspricht.

Wo nichts mehr nachweisbar ist, kann auch nichts wirken.

Diese Tatsache wird auch immer wieder durch Studien bestätigt, bei denen homöopathische Mittel bestenfalls (!) über den Placeboeffekt eine Wirkung erzielen, aber niemals durch das Mittel selbst.

Es gibt noch viele Argumente, die gegen die Homöopathie sprechen, das "Ähnlichkeitsprinzip" z.B., bei dem Hahnemann davon ausging, dass  Symptome durch verdünnte Mittel geheilt werden, die an gesunden
erwachsenen Versuchspersonen ähnliche Krankheitssymptome auslösen, wie
die an denen ein Patient leidet.

Einen guten, aufklärenden Artikel unter dem Titel "Heilung nach dem Ähnlichkeitsprinzip" findest Du auf dieser Seite:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/teil-homoeopathie-heilung-nach-dem-aehnlichkeitsprinzip-1.923310

Lies ihn Dir in Ruhe durch und frag Dich dann selbst:

" Homöpathie - Heilung oder Humbug?"

Ich habe mich für das zweite, äh dritte "H" entschieden.

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ja

Meine Begründung ist vielleicht für manche nicht ganz nachvollziehbar, habe mich aber in meinem Studium mit Zellkomunikation und elektronischen Signalen im Körper befasst und habe mittlerweile folgendes Verständnis:

Bei der klassischen medikamentösen Behandlung werden oftmals Rezeptoren angesprochen um so Reize zu setzen oder zu verhindern. Bei der Homöopathie werden Informationen aus Stoffen soweit verdünnt, dass nur noch separierte Informationen vorhanden sind (Globuli arbeiten genau nach diesem Prinzip).

Diese Informationen werden dann vom Körper angenommen und können direkt verarbeitet werden, da nicht die Reitüberflutung auftritt, die bei einer Tablette losgeschwemmt wird.

Als Metapher kann man das Prinzip so verstehen als stünde man in einem Raum mit tausenden Menschen die alle gleichzeitig sprechen und man am Ende nicht mehr wei als davor, oder man setzt sich mit einer einzelnen Person zusammen die einem erklärt, was man wissen möchte - in diesem Fall was muss mein Körper machen um gesund zu werden.

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Wissenschaftlich gesehen deutet nichts darauf hin, dass homöopathische Mittel mehr bewirken als ein Placebo. Das heisst, ich kann genausogut einen Cracker essen - die Wirkung ist dieselbe, wenn ich nur fest genug glaube, dass der Cracker mir helfen wird. Dass der Placeboeffekt wirkt, ist erwiesen, daran muss keiner glauben. Eine darüber hinausgehende Wirkung von homöopathischen Arzneimitteln gibt es aber höchstwahrscheinlich nicht.

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Kommentar von ettchen
09.03.2016, 19:18

Streiche "höchstwahrscheinlich". In den zwei Jahrhunderten die sie existiert,  konnte die Homöopathie keinen Wirknachweis erbringen. ^^

4
Bei einem klassischen Homöpath/in

Beim Arzt und beim klassischen Homöopathen.

Ich habe bei Mensch und Tier sehr gute Erfahrungen mit der Homöopathie gemacht und kenne viele Leute, die das ebenfalls konnten. 

In Berlin gibt es mittlerweile einige etliche Kliniken, die auch Homöopathie verabreichen, wie z.B. die Charité.

Ich finde es sehr erfreulich, dass sich immer mehr Menschen mit einem offenen Horizont von müßigen Glaubenskriegen abwenden, was sich nicht zuletzt darin zeigt, dass Schulmedizin und "Alternativ"Medizin oftmals Hand in Hand gehen. Sehr zum Wohle der Patienten. 

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Kommentar von MalNachgedacht
10.03.2016, 10:24

was sich nicht zuletzt darin zeigt, dass Schulmedizin und "Alternativ"Medizin oftmals Hand in Hand gehen. Sehr zum Wohle der Patienten. 

Vielleicht hilft ja die Lektüre Samuel Hahnemanns (der Herr der sich die Homöopathie vor über 200 Jahren ausgedacht hat) um zu erfahren was von diesem "Hand in Hand" gehen aus homöopathischer Sicht zu halten ist:

Lesen wir einfach mal im wichtigsten Buch aller Homöopathen - nämlich in Hahnemanns "Organon der Heilkunst" z.b. den § 52:

§ 52
Es giebt nur zwei Haupt-Curarten: diejenige welche all ihr Thun nur auf genaue Beobachtung der Natur, auf sorgfältige Versuche und reine Erfahrung gründet, die (vor mir nie geflissentlich angewendete) homöopathische und eine zweite, welche dieses nicht thut, die (heteropathische, oder) allöopathische. Jede steht der andern gerade entgegen und nur wer beide nicht kennt, kann sich dem Wahne hingeben, daß sie sich je einander nähern könnten oder wohl gar sich vereinigen ließen, kann
sich gar so lächerlich machen, nach Gefallen der Kranken, bald homöopathisch, bald allöopathisch in seinen Curen zu verfahren; dieß ist verbrecherischer Verrath an der göttlichen Homöopathie zu nennen! 

Homöopathen glauben daran, dass Substanzen mit zunehmender Verdünnung immer wirksamer werden wenn man sie nur stufenweise verdünnt und dabei richtig schüttelt.

Die Medizin und Chemie (und auch die Allagsefahrung) lehren das genau Gegenteil - Substanzen verlieren mit zunehmender Verdünnung ihre spezifische Wirkung was sich auch nicht durch Schütteln verhindern läßt?

Wie soll man da bitte "Hand in Hand gehen" wenn doch ein offensichtichlicher Widerspruch vorliegt - denn beides kann nun mal genauso wenig richtig sein wie die Erde gleichzeitig eine Kuigel und eine Scheibe sein kann...

Übrigens ist die Berliner Charite keine homöopathische Klinik - allerdings gibt/gab es dort ein paar Homöopathen welche von der homöopathienahen Karl- und Veronika Carstens Stiftung gesponsert wurden.
z.B. Prof. Claudia Witt (deren Stelle mit 1 Mio Euro von der Carstens-Stiftung finanziert wurde um in deren Auftrag die Wirksamkeit der Homöopathie zu erforschen)

Zitat Frau Witt:

"Seit über fünf Jahren finden Sie von mir eine offizielle Stellungnahme zur Homöopathie im Internet. Meine Aussage – dass nicht belegt ist, dass homöopathische Arzneimittel mehr als ein Placebo sind – gilt auch heute noch"

8

Hallo, ich glaube man muss selber daran glauben das es hilft. Ich glaube dran, und bei mir hilft es sehr gut. Ich habe immer so Bauchkrämpfe und mein Arzt meinte dass das Hilft.

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Kommentar von Pangaea
12.03.2016, 08:44

Dann würde ich den Arzt wechseln.

Entweder er glaubt selbst daran, dann hat er nicht verstanden, was Wissenschaft bedeutet - oder er empfiehlt mir absichtlich ein Placebo, dann bedeutet das, er nimmt mich nicht ernst.

3
nein

Seit über 200 Jahren gibt es die Behauptungen der Homöopasthie, aber noch keinen einzigen echten Nachweis für die Wirksamkeit der Homöopathie.

Deshalb ist die Homöopathie nach aktuellem Wissen genau eines: Aberglaube.

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ja

Homöophatie ist eine glaubenssache. Wenn du glaubst das es nichts bringt ist es auch so.

Ich habe in der schule ein vortrag über homöophatie gemacht.

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Bei einem klassischen Homöpath/in

A. Homöpathie ist Hilfe zur Selbstheilung mit natürlichen Mitteln, Ganzheits-Heilung, denn das Problem ist nicht unbedingt dort, wo es gerade auftaucht, sondern die Ursache liegt in der Regel woanders.

B. Schulmedizin ist Hilfe zur Behandlung von Symptomen - nicht Ursachen-Eliminierung und dafür werden dann Medikamente verabreicht, die die Symptome mildern oder eliminieren.

1. Das beste Beispiel: Wenn Krebs operiert wird, ist Krebs nicht die Ursache, sondern ein Resultat. Der Krebs wird entfernt, ohne herauszufinden, woher und wieso er eigentlich entstanden ist! Deshalb können sich nach einer OP leicht Metastasen bilden und streuen, denn die Ursache ist nicht gelöst.

2. Beispiel: Wenn ich in ein Auto den falschen Kraftstoff einfülle (Benzin anstatt Diesel), dann läuft das Auto nicht mehr. Danach den richtigen wieder einfüllen löst die Verursachung nicht, es läuft trotzdem nicht. Erst muß der ganze falsche Kraftstoff wieder heraus und der Motor "gereinigt" werden. Nur dann funktioniert die Maschine wieder. 

3. Beispiel: Wenn ich Kopfschmerzen habe, dann kann ich zwar eine Kopfschmerztablette nehmen, um die Symptome zu lindern oder zu eliminieren, aber die Kopfschmerzen sind durch etwas entstanden. Durch was? Kopfschmerzen sind eine deutliche Sprache des Körpers, daß ihm etwas nicht paßt, daß er mit etwas nicht fertig wird. Sei es ein Giftstoff / Zusatzstoff in der Nahrung, sei es zu viel Zucker oder Kohlenhydrate im generellen oder fehlende Vitamine und Mineralien, um eine optimale Funktion aufrecht zu erhalten. Wenn die Ursache nicht eliminiert wird, werden die Kopfschmerzen immer wieder auftauchen. Irgendwann lösen sich Kopfschmerzen und Tabletten ab und das Problem wird schlimmer.

Ergo: Das bedeutet, ob Kopfschmerzen oder Krebs, erst muß das eliminiert werden, was das Problem verursacht hat, erst dann kann der Körper wieder von selbst heilen!

Wenn bei der Homöphatie Globuli verabreicht werden, die nicht die Stärke von Pharmaprodukten aufweisen, dann ist das so gewollt. Denn Homöphatie Globuli sollen ja so wenig wirken wie möglich, damit so etwas entsteht wie: "siehste, hätte ich Dir gleich sagen können, daß das Zeug nicht funktioniert". Es gibt aber auch wirksame Kräuter (siehe auch Maria Treben und viele andere), die helfen die Symptome zu mildern, ohne schädliche Nebenwirkungen (gegen welche bei Pharma-Produkten dann wieder Gegenmittel verabreicht werden - ergo: Ein Medikament gegen das andere, aber die Ursache völlig außer Acht gelassen wird).

An den Unis wird studiert, wie man Krankheiten behandelt, nicht wie man Ursachen eliminiert! (Wohlgemerkt, ich rede hier nicht von Chirurgen, die bei Unfällen "reparieren" und wieder "zusammenflicken" - das sind wahre Könner!).

Zusammenfassend:

Kein Arzt kann einen heilen - auch kein Heilpraktiker kann einen heilen. Welche von beiden verursacht die geringsten Nebenwirkungs-Schäden bei der Symptomebehandlung?

Wenn ein Arzt oder Heilpraktiker ausgebildet ist, Ursachen zu finden und den Körper als Ganzes sieht, dann ist man in guten Händen und man wird Unterstützung finden bei der Symptomebehandlung ohne schädliche Nebenwirkungen und Hilfe finden bei der Ursachen-Eliminierung und dann kann der Körper mit der Heilung beginnen!

Mann stelle sich nur folgendes als Beispiel vor: Wenn man von jetzt an mit Ursachen-Eliminierung beginnen würde und in einem Jahr nur noch 50% der Bevölkerungen krank sein würde, was hätte das für eine Auswirkung auf:

Aktienmärkte
Verkauf von Pharmaprodukten
Krankenhausaufenthalte
Personal in der Gesundheitsindustrie
Monatliche Krankenkassenbeiträge wären nur noch ca. 1/3 bis 1/4 von den heutigen utopisch hohen Beiträgen

Wäre so eine Auswirkung wünschenswert? Ganz sicher nicht!

Liebe Grüße

-Die Natur braucht den Menschen nicht, aber der Mensch braucht die Natur- (von mir 2001, Californien)

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Kommentar von MalNachgedacht
10.03.2016, 09:09

A. Homöpathie ist Hilfe zur Selbstheilung mit natürlichen Mitteln, 

Und wieso verursachen homöopathische Mittel dann (jedenfalls laut homöopathischer Lehre) bei Gesunden Symptome?

Ganzheits-Heilung, denn das Problem ist nicht unbedingt dort, wo es gerade auftaucht, sondern die Ursache liegt in der Regel woanders.

Nur interessiert sich die homöopathische Lehre nicht für die Ursachen von Krankheiten. Die Ursache ist ja aus homöopathischer Sicht eh immer die gleiche - nämlich eine "Verstimmung der Lebenskraft".

Für die homöopathische Behandlung sind nur die Symptome und die Begleitumstände relevant. Wodurch ein Fieber z.B. verursacht wird interessiert die "Ganheits-Heiler" nicht....

Und von Bakterien oder Viren weiß die homöopathische Lehre bis heute nichts.

B. Schulmedizin ist Hilfe zur Behandlung von Symptomen - nicht Ursachen-Eliminierung und dafür werden dann Medikamente verabreicht, die die Symptome mildern oder eliminieren.

Ach - erklär das doch mal bitte am Beispiel der Syphilis. Die Medizin heilt die bei rechtzeitiger Behandlung in fast allen Fällen mit Penicillin das die verursachenden Bakterien abtötet. 
Wie die Homöopathie Syphilis "heilt"  kann man daran sehen, dass die Krankheit auch in den 100 Jahren nachdem sich Hahnemann die Homöopathie ausgedacht hat weit verbreitet war.
Das änderte sich erst mit der Entdeckung von Penicillin..

1. Das beste Beispiel: Wenn Krebs operiert wird, ist Krebs nicht die Ursache, sondern ein Resultat. Der Krebs wird entfernt, ohne herauszufinden, woher und wieso er eigentlich entstanden ist! Deshalb können sich nach einer OP leicht Metastasen bilden und streuen, denn die Ursache ist nicht gelöst.

So so - und was genau ist nun z.B. aus homöopathischer Sicht eine Ursache für Hodenkrebs oder Leukämie bei Kindern.
Und vor allem wie sind da die Heilungsquoten bei homöopathischer Behandung?

2. Beispiel: Wenn ich in ein Auto den falschen Kraftstoff einfülle (Benzin anstatt Diesel), dann läuft das Auto nicht mehr. Danach den richtigen wieder einfüllen löst die Verursachung nicht, es läuft trotzdem nicht. Erst muß der ganze falsche Kraftstoff wieder heraus und der Motor "gereinigt" werden. Nur dann funktioniert die Maschine wieder. 

Hier geht es allerdings nicht um die Heilung von Autos sondern die Heilung von Menschen. Bei Menschen kann man keine Substanzen vollständig durch andere austauschen....

3. Beispiel: Wenn ich Kopfschmerzen habe, dann kann ich zwar eine Kopfschmerztablette nehmen, um die Symptome zu lindern oder zu eliminieren, aber die Kopfschmerzen sind durch etwas entstanden. Durch was?

Als ob die Homöopathie ausser Geschwurbel dazu irgendwelche Erkenntnisse hätte...

Kopfschmerzen sind eine deutliche Sprache des Körpers, daß ihm etwas nicht paßt, daß er mit etwas nicht fertig wird. Sei es ein Giftstoff / Zusatzstoff in der Nahrung, sei es zu viel Zucker oder Kohlenhydrate im generellen oder fehlende Vitamine und Mineralien, um eine optimale Funktion aufrecht zu erhalten

Auch lustig - also ob die homöopathische Lehre irgendetwas über Vitamine wüßte....

Übrigens haben in der Münchner Kopfschmerzstudie Homöopathen 98 Kopfschmerzpatienten ganz individuell nach den Regeln der Homöopathie behandelt. Allerdings bekam die Hälfte der Patienten ohne das Wissen der behandelnden Homöopathen und auch ohne das Wissen der Patienten in Wahrheit die ganze Zeit nur Zuckerpillen statt der indnividuell für sie vorgesehenen Globuli. 
Resultat: Die Behandungsresultate in beiden Gruppen waren praktisch identisch. Die Patienten die Zuckerpillen statt Globuli bekamen waren im Schnitt ihre Kopfschmerzen sogar etwas früher los....

Wenn die Ursache nicht eliminiert wird, werden die Kopfschmerzen immer wieder auftauchen. Irgendwann lösen sich Kopfschmerzen und Tabletten ab und das Problem wird schlimmer.

Die Homöopathie kann aber keinen Vitamin-Mangel und keinen Mineraienmangel diagnostizieren...und wenn die Kopfschmerzen durch einen Tumor im Kopf verursacht werden findet den die Homöopathie auch nicht als Ursache....

Wenn bei der Homöphatie Globuli verabreicht werden, die nicht die Stärke von Pharmaprodukten aufweisen, dann ist das so gewollt. Denn Homöphatie Globuli sollen ja so wenig wirken wie möglich, damit so etwas entsteht wie: "siehste, hätte ich Dir gleich sagen können, daß das Zeug nicht funktioniert"

Mit der Begründung könnte man auch ein Glas Wasser verordnen - wirkt ja auch "so wenig wie möglich"....Homöopathen verordnen stattdessen eben Zuckerpillen...

.Es gibt aber auch wirksame Kräuter (siehe auch Maria Treben und viele andere), die helfen die Symptome zu mildern, ohne schädliche Nebenwirkungen

Aber nicht doch - Maria Trebens "Schwedenkräuter" heilen doch "laut alter Handschrift" vom Fußpillz zu Krebs so ziemlich alles - und schön machen sie obendrein auch noch:

http://heil-therapeutin.de/pia/Downloads_files/Kleiner%20Schwedenbitter.pdf

8
Kommentar von MalNachgedacht
10.03.2016, 09:14

-Die Natur braucht den Menschen nicht, aber der Mensch braucht die Natur- (von mir 2001, Californien)


Skandal - dann hat Richard von Weizsäcker das wohl 2001 von Dir geklaut....

http://gutezitate.com/zitat/112775



5
Kommentar von MalNachgedacht
10.03.2016, 10:12

A. Homöpathie ist Hilfe zur Selbstheilung mit natürlichen Mitteln, 

Ach ja - was ist an homöopathischen Mitteln wie "Arsen" oder "Mecurius" (Quecksilber) oder "Plutonium nitricum" oder "Berliner Mauer" , Blei oder Coca Cola eigentlich  "natürlich"?

8
nein

Es ist bewiesen, dass Homöopathie keine bessere Wirksamkeit als Placebomittel hat.

Mit "glauben" hat das wenig zu tun :)

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nein

Nein,

ich glaube nicht daran, dass die Homöopathie über die Placebowirkung hinaus wirksam ist.

Die Argumente / Begründung dazu haben dir hier ja schon einige sehr ausführlich geschrieben. Da du dich nicht an der Diskussion beteiligst erspare ich es mir mal, selbst einen längeren Text zu schreiben.

October

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