Homöopathie und metallische Gegenstände

8 Antworten

Die Homöopathie ist eine Behandlungsart, die vor über 200 Jahren von einem Arzt und Forscher etabliert wurde. Seinerzeit war vieles noch nicht bekannt. Heutzutage wissen wir aber, dass sich der Begründer in vielen Sachen auf dem Holzweg befand, was nicht weiter erstaunlich ist - er war ein Mann seiner Zeit und hatte auch nur die ihm zur Verfügung stehenden Mittel. Damals enthielten Becher und Löffel oft giftige Schwermetalle. Es war natürlich sinnvoll, diese zu meiden.

Homöopathische Tropfen in den gängigen Potenzierungen enthalten keinerlei Wirkstoffe mehr - die sind wegverdünnt worden, oft in aberwitzigen Verdünnungen (mit mehr Wasser, als der Erde überhaupt zur Verfügung steht). Du nimmst mit deinen Tropfen ein Alkohol-Wasser-Gemisch zu dir. Mehr nicht. Jegliche Heilkraft soll "geistartig, über Informationen und Schwingungen erfolgen". Dafür muss man allerdings solchen Dingen gegenüber schon sehr aufgeschlossen sein, um daran zu glauben. Wer rational denkt, kommt zu dem Schluss, dass ein Wirkstoff, wenn er gar nicht vorhanden ist, auch nicht wirken kann.

Heilpraktiker und Homöopathen sind keine studierten Ärzte. Sie bedienen sich jetzt einer anderen Methode, um zu behandeln. Sie reden lange mit dem Patienten, machen allerlei medizinisch nicht haltbare Tests - und raunen allerhand Geheimnisvolles. So wirken Homöopathika angeblich nicht, wenn man sich mit normaler Zahnpasta die Zähne putzt (dafür gibt es extra "homöopathieverträgliche Produkte", ein neuer Einnahmezweig dieser Industrie), wenn man Kaffee trinkt und noch ganz viel mehr.

Und in diese Richtung geht auch das beschwörende "nicht mit Metall....". Vor 200 Jahren gab es noch viele Metallverbindungen mit giftigen Schwermetallen. Daher war es richtig, diese zu vermeiden und auf Holz auszuweichen. In heutiger Zeit enthält kein Löffel mehr Blei... und das Ganze ist Schnee von vor 200 Jahren. Genauso ist es mit deine Zahnspange. Dieses Metall ist absolut unbedenklich für die Gesundheit. Und es hat überhaupt keinen Einfluss auf diese Tropfen. Diese enthalten sowieso keine Wirkstoffe. Und selbst auf wirksame Medikamente hätte die Zahnspange keinen Einfluss.

Du brauchst dir daher überhaupt keine Sorgen zu machen.

Hallo Siinaa91,

man hört sehr viel bei Homöopathika, was man angeblich keinesfalls tun darf, wenn man Homöopathika nimmt, um deren Wirkung nicht zu beeinflussen. Diese Liste ist dermaßen lang, dass es komplett ausgeschlossen ist, dass Du Dich daran hälst.

Warum ist das so? Weil es eben sehr oft vorkommt, dass Placebos nicht ausreichen und deshalb keine Besserung unter homöopathischer Behandlung eintritt. Dann muss eine Erklärung her. Und die übliche Erklärung ist halt, dass etwas die Wirkung gestört habe.

Du musst aber folgendes bedenken: Eine Wirksamkeit der Homöopathika konnte in Studien nie nachgewiesen werden.

Wenn aber schon keine Wirksamkeit messbar war - wie soll man dann einen Unterschied in der Wirksamkeit nachgewiesen haben? Genau das wäre aber notwendige Voraussetzung dafür, dass man solche Empfehlungen seriös aussprechen kann.

Die ganze Liste ist also nur durch einen sogenannten "Cum hoc ergo propter hoc"- Trugschluss entstanden. Das ist lateinisch für „mit diesem, folglich wegen diesem“:

Dir geht es schlecht und Du nimmst Globuli. Was kann überhaupt passieren?

  • Dir geht es besser. Also wirst Du denken, die Globuli hätten geholfen. (Ob sich Dein Zustand auch so gebessert hätte, weißt Du aber nicht.)

  • Dir geht es unverändert oder es schlechter. Entweder: Du bekommst andere Globuli und befindest Dich ergo wieder am Start. Oder Dir wird gesagt, Du hättest irgendetwas falsch gemacht - und musst weiter dieselben Globuli nehmen, aber ohne den postulierten Fehler. Also befindest Du Dich auch hier wieder am Start.

Die Möglichkeit, dass es Dir nicht besser geht, weil das Mittel schlicht nicht wirkt, gibt es im Gedankengebäude der Homöopathie nicht. Deswegen braucht man viele, viele Gründe, warum das Verfahren "ausnahmsweise" nicht gewirkt hat.

Argumentiert wird die negative angebliche Wirkung des Metalls aber tatsächlich für die Lagerung der Arzneien. Die sollen nicht neben elektromagnetischen Geräten oder anderen metallischen Gegenständen gelagert werden. Wegen der bösen Schwingungen. Die sollen die guten Schwingungen in den Homöopathika (die nicht da sind, weil da nichts schwingt) stören.

Im Fazit bleibt: Du hast ein Placebo in der Hand. Es wird nicht weniger und nicht mehr erzeugen als Placeboeffekte. Um Deinen Retainer (ich kenne die Dinger) brauchst Du Dir keinerlei Sorgen machen. Metall kann Placeboeffekte nicht beeinflussen.

Grüße

bin da kein Experte aber das nicht mit metall in verbindung bringen gilt denk ich für mehr zeit als beim Einnehmen. Der Gedanke ist eher, weil Metallische Gegensände magnetische udn elektrische Felder besitzen kann und das die Wirkung beeinflusst., Hoffe habe ein bischen geholfen

Welcher Effekt der homöopathischen Placebos wird durch elektrische oder magnetische Felder beeinflusst?

Wie schon Pangaea schrieb: Placebo bleibt Placebo.

Damit es eine Wechselwirkung zwischen magnetischen & elektrischen Feldern mit homöopathischen Feldern geben könnte, müsste es zumindest auch homöopathische Felder geben. Diese konnte bis heute noch keiner nachweisen oder messen.

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Merkwürdig ist allerdings, dass zwar die Globuli munter empfohlen werden, dieser wichtige Hinweis aber oft fehlt. Wieso helfen denn die Arnika-Kügelchen auch all den Kindern, die sich gestoßen haben, gegen blaue Flecken, obwohl sie sich die Zähne ansonsten mit Kinder-Blendi putzen und ganz normale Pfefferminz lutschen? Das widerspricht doch der homöopathischen Lehre?

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