Homöopathie bei Mastzelltumor?

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7 Antworten

Hallo JuliaPing,

das ist bestimmt für Dich ein Schock gewesen, dass Deine Hündin eine so ernste Diagnose bekommen hat.

Umso wichtiger ist es jetzt aber, ihr die bestmögliche Therapie zukommen zu lassen.

Während man über den Nutzen von Placebos bei harmlosen Wehwehchen wie Erkältungen, blauen Flecken oder Kopfschmerzen streiten kann, haben Placebos bei einer Krebsdiagnose nichts verloren. Schon gar nicht darf wegen wohlklingender Werbeversprechen der nur scheinbar einfachere Weg gewählt werden. Wenn bei Krebs eine notwendige Operation oder Therapie verzögert wird (weil man mit Placebos Zeit vergeudet), dann senkt das leider die Heilungschancen Deiner Hündin.

Homöopathika sind Placebos. Das ist leider so, auch wenn viele Menschen mit den Kügelchen "gute Erfahrungen" gemacht haben. Diese Erfahrungen werden aber sehr oft bei den oben genannten Alltagsbeschwerden gemacht, die von selbst ausheilen - Besserungen nach der Mitteleinnahme sind hier vorprogrammiert. Oft werden Homöopathika auch bei chronischen Erkrankungen eingesetzt, die aber in Schüben verlaufen, so dass sich hier gute und schlechte Tage abwechseln. Da man Mittel oft in einer schlechten Phase einnimmt, nimmt man eine Rückkehr zum Durchschnitt schon als Besserung wahr.

Praktisch immer werden Erfolgsgeschichten über erfolgreiche Anwendungen von Homöopathika ohne aussagekräftigen Vergleich erzählt: Wie viele Personen mit vergleichbaren Beschwerden nahmen gar nichts - und erlebten ähnliche Besserungen?

Auch wenn wir intuitiv dazu neigen, eine nach einer Mitteleinnahme erfolgte Besserung dem eingenommenen Mittel zuzuschreiben, so ist die Erfahrung einer Besserung hier doch erst einmal ein beobachten einer zeitlichen Reihenfolge, kein Beleg für einen ursächlichen Zusammenhang.

Ob die Mitteleinnahme tatsächlich ursächlich für die Besserung ist, das kann man erst sehen, wenn man Erfahrungen von Patienten, die Homöopathika nahmen, vergleicht mit vergleichbaren Patienten, die nur Placebo bekamen. Mit der Zeit werden sich die Beschwerden in beiden Gruppen verändern. Der Vergleich der Erfahrungen beider Gruppen zeigt, ob die Homöopathika diesen immer auftretenden Veränderungen etwas hinzufügen kann.

In der Gesamtsicht von hunderten von solchen Studien ergibt sich, dass Homöopathika nicht besser sind als Scheinmedikamente.

http://motherboard.vice.com/de/read/studie-entzaubert-homoeopathie-forscher-finden-keinen-beleg-fuer-wirksamkeit-749?utm_source=vicefbde&utm_medium=link

Das gilt auch für Tiere. (http://www.4pawsnet.de/Tierhomoopathie1.html)

Deine Hündin braucht jetzt mehr als eine abwartende Scheinbehandlung. Das beste, was Du für sie tun kannst, ist, Dich streng an das zu halten, wozu Dir die Ärzte raten. Vor allem aber keine notwendige Maßnahme verzögern, nur weil man einfach den Wunsch hat, es gäbe einen "einfachen" Weg.

Alles Gute für Deine Hündin!

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Ich würde das Geld für homöopathischen Hokuspokus sparen, das bringt nichts. Kauf ihm Leckerchen dafür und warte das Ergebnis der tierärztlichen Untersuchungen ab.

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Nein, du kannst mit Homöopathie nichts erreichen, außer vielleicht das Gefühl, was getan zu haben.

Homöopathie ist in den meisten Fällen reine Placebobehandlung. Wo es nicht Placebo ist, ist es oft eigentlich Phytotherapie.

Ich würde das Geld für Homöopathika sparen und dem Hund dafür lieber was leckeres zu fressen kaufen.

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Kommentar von Dahika
23.05.2016, 22:31

Danke,!!!

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Kommentar von Tigerkater
24.05.2016, 17:17

Homöopathie und Phytotherapie sind zwei grundverschiedene Dinge. Ich schreibe bewusst nicht " Behandlungen " !!!

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Mein Kater hatte ein Fibrosarkom, dieses wurde operativ entfernt und hat die gewohnheit ständig an gleicher Stelle nachzuwachsen. Um dem entgegenzusteuern habe ich alles mögliche an Tumortherapie durchgelesen und habe den ABM Pilz für uns entdeckt.

Er bekommt nun ein mal am Tag den ABM Pilz als Pulver mit aufs Futter gestreut und einmal bekommt er eine extra Portion Vitaminpaste. Ich hoffe so das Tumorwachstum schwer zu hemmen.

Der ABM Pilz ist bekannt dafür, das er Tumorzellen abtötet und die Chemotherapie unterstützt. Homöopatisch kenne ich beim Menschen die Mistel, die unterstützend wirkt.

Lies mal nach.

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Kommentar von Tigerkater
24.05.2016, 17:14

....schön wäre es ja, wenn die Mistel " unterstützend " helfen würde !!

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Nein, mach nichts mit Homöopathie. Warte das Ergebnis ab und die Ärzte werden dir sagen, welche Therapiemöglichkeiten es gibt.

http://www.med.vetmed.uni-muenchen.de/einrichtungen/onko/krank/mastzell/index.html

hier findest du einige Infos, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt etc.

Und zum Thema Homöopathie bei Krebsdiagnosen: Das wäre (meiner Meinung nach) genauso, als wenn du auf einen offenen Bruch Kräuter schmierst und hoffst, dass er von selbst wieder zusammenwächst...

Sorry für das krasse Beispiel, aber meiner Meinung nach ist es eben so. Ich arbeite beruflich mit Krebspatienten zusammen und kenne mich mit einigen Therapiemöglichkeiten gut aus.

Alles Gute und Durchhaltevermögen für dich und deinen Hund!

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Kommentar von Rosenbaum
23.05.2016, 21:39

Das Beispiel finde ich nicht krass. Beim Knochenbruch besteht immerhin die Möglichkeit, daß es von alleine (= unter homöopathischer Behandlung) heilt.

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Hallo,

Vielen Dank für die hilfreichen antworten!
Die Frage mit der Homöopathie drängte sich mir nur auf, da ich in einigen Foren gelesen hatte das Betroffene Hundehalter solche Mittel angewendet haben.
Da die meisten antworten der User ziemlich einleuchtend und auch sinnvoll sind, werde ich diese Mittel wohl eher lassen.

Nebenbei noch zur Aufklärung, diese Homöopathiachen Mittel waren nur begleitend gedacht. Der Operations Termin steht natürlich bereits und meine Hündin bekommt jede erdenkliche und auch notwendige ärztliche Versorgung.

Noch einmal vielen Dank für die schnelle Hilfe!

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Kommentar von Rosenbaum
24.05.2016, 00:33

In Hundeforen wird es *immer* jemanden geben, der sich homöopathisch produziert und Tips gibt gegen: Zecken, Läufigkeit, Liebestollheit beim Rüden, Allergien etc. Das klingt natürlich plausibel, hält einer Überprüfung aber nicht stand. Das Geld für Homöopathie lege man beim Hund besser in Spielzeug oder Hundefutter an.

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Kommentar von Christianwarweg
24.05.2016, 06:55

Ja, die Homöopathie zusätzlich zu geben, ist auch immer beliebt. Schadet nichts, und wenn eine Verbesserung eintritt lag das bestimmt auch an den Homöopathika. Wenn nicht, ja dann hat die Schulmedizin eben versagt.

Einerseits schadet es natürlich nur deinem Geldbeutel, wenn du zusätzlich "zur Unterstützung" was Homöopathisches gibst. Andererseits ist es halt völlig unnötig.

Oben hat jemand aus dem Organon zitiert - eine Mischung von Homöopathie und anerkannter Medizin ist eigentlich nicht vorgesehen.

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Kommentar von October2011
24.05.2016, 11:30


Die Frage mit der Homöopathie drängte sich mir nur auf, da ich in
einigen Foren gelesen hatte das Betroffene Hundehalter solche Mittel angewendet haben.

Viele Tierhalter "doktern" eben gerne an ihren Tieren herum. Gerade in Foren ist das etwas bedenklich, weil sich einige daraus innerhalb des Forums Ansehen und Bedeutung verschaffen wollen. "Dein Tier ist krank? Ich informieren User XYZ per PN und sie sagt dir dann die richtigen Globuli!" Meistens werden dann homöopathische Tipps gegeben ohne dass sich derjenige jemals das Tier angesehen hat. Sehr auffällig ist auch, dass es keine wirkliche Anamnese gibt sondern immer nur bei den gleichen Globuli bei den gleichen Problemen "verordnet" werden.

Das funktioniert weil die Homöopathie eine reine Placebobehandlung ist, d.h. es kommt zu keinen Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen. Insofern kann sich der Forums"experte" immer austoben und irgend ein homöopathisches Mittel empfehlen. Wenn das Tier dann noch parallel in tiermedizinischer Behandlung ist geht das auch meistens gut aus.

October


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Du kannst Deinen Hund nur mit einer Therapie unterstützen, wo Du auch selbst von überzeugt bist.

Niemand kann Dir eine Garantie geben, dass der Tumor nicht schon getreut hat oder evtl. sich nach der OP  weitere Tumorzellen an anderen Orten vermehren.

Oft wird bei solchen Erkrankungen der Körper homöopathisch noch zusätzlich unterstützt. Krebs ist eine sehr komplexe Krankheit, und ein homöop. Mittel kann Dir nur ein erfahrener Therapeut empfehlen. Es handelt sich schließlich nicht um einen Mückenstich.

Ein gut trainiertes Immunsystem steht hier aber an erster Stelle, und dieses sollte unter allen Umständen unterstützt werden.

Eine weitere begleitende Möglichkeit ist  z.B. die biomolekulare vitOrgan Therapie. Hierzu kann Dir sicherlich Dein TA etwas sagen.

Alles Gute für Deinen Hund

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Kommentar von friesennarr
24.05.2016, 16:27

Hab jetzt gute Erfolge beim Sarkom meines Katers mit ABM Pilzen.

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