Homo oeconomicus

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Neben dem Homo oeconomicus gibt es auch noch andere Kunstfiguren, z.B. den homo generosus. Frage hierbei: Warum verhält sich ein Mensch sozial? Weil er sich auch daraus vorteile (Gewinnmaximierung, Nutzenmaximierung etc.) davon verspricht.

Diese Kunstfiguren sind wichtig um Mechanismen zu beschreiben und Verhaltenmuster zu verstehen. Der Mensch setzt sich sicherlich aus einer Vielzahl von Verhaltensmustern zusammen, die sich dann wieder gegenseitig bedingen.

Dem Homo oeconomicus werden ganz bestimmte Eigenschaften und Verhaltensweisen unterstellt, die als Grundlage für Wirtschaftsmodelle dienen. Diese Verhaltensweisen müssen dann in der Modellbeschreibung nicht mehr einzeln aufgeführt werden.
Außerdem - das Verhalten von uns natürlichen Menschen ist von so viel Faktoren beeinflußt, daß es mathematisch nur sehr schwer, wenn überhaupt, dargestellt werden kann.

Dieser Kunstfigur werden bestimmte Verhaltenweisen und Eigenschaften zugeordnet, die die Modelltheorie plausibel machen sollen. Hierzu gehören i.w. eine persönliche Nutzenfunktion mit abnehmenden Grenznutzen, die Nutzenmaximierung (daraus auch die Gewinnmaximierung oder Kostenminimierung abgeleitet), Rationalität, totale Marktübersicht, vollständige Information und kein Erinnerungsverlust, jederzeitige und sofortige Handlungsbereitschaft.

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