Holt das Jugendamt über Freunde der Mutter Informationen über die Mutter ein?

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2 Antworten

Ich halte das für ausgekochten Blödsinn. Das Jugendamt ist eine Überprüfungbehörde, d.h. es ermittelt nicht. Wie schon erwähnt wurde reagiert, weil  es ggf. auf gewichtige Anhaltspunkte bei Kindeswohlgefährdung gemeldet wurden. Das Jugendamt muss diese überprüfen. Wenn dies nicht vorliegt, würde das Jugendamt mit der Kontaktaufnahme zu dem Bekannten den Datenschutz brechen. Außerdem stellt ein Bekannter, der keine konkreten Hinweise zum Leben des Kindes geben kann, keine Quelle dar, die das eben rechtfertigen würde. Das Jugendamt muss immer, wenn Kindeschutz nicht den Datenschutz brechen kann, und das gilt nur für gewichtige Anhaltspunkte, eine Schweigepflichtentbindung der Personensorgeberechtigten einholen. Insofern kann ich mir nicht vorstellen, dass der Bekannte hier die Wahrheit sagt. Und wenn doch, dann hat jemand eine mögliche Kindeswohlgefährdung gemeldet. Aber in der Regel spricht das Jugendamt auch die Eltern direkt an, konfrontiert Sie mit der Meldung, um anhand der Reaktionen einen ersten Eindruck zu gewinnen. Dann werden zusätzliche Personen befragt. Wenn die Eltern dem z.B. nicht zustimmen und eine Kindeswohlgefährdung nicht klar erkennbar ist, dann müsste man zunächst mal das Gericht einschalten, um z.B. trotzdem einen Kinderarzt befragen zu können - es sei denn es steht eine massive Gefährdung schon im Raum. Das ist aber eher selten. Dann gilt, Kindesschutz geht vor Datenschutz. Über das Gericht müsste dann Schweigepflichtentbindung erzwungen werden!!!

Der Bekannte sagt, er habe das Schreiben weggeworfen. Das klingt schon so, als ob er selber nicht nachweisen kann, dass das stimmt. Warum betont man sowas???

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Kommentar von Vogelweiden
12.01.2016, 22:42

Vielen Dank für die Antwort! 

Das sind hilfreiche Informationen.

Dass das (angebliche) Schreiben weggeworfen wurde, wurde mir seinerseits auf die Nachfrage, ob ich das mal sehen könnte, von ihm mitgeteilt. Er wolle damit nichts zu tun haben, so seine Aussage.

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Das Jugendamt reagiert auf Hinweise, egal ob sie wahr sind oder gelogen.
Wenn von Bekannten eine Auskunft eingeholt wurde (garantiert auch in Deinem Kindergarten) stammt der Hinweis von einer Person mit der Du guten Kontakt haben wirst.
Der Tippgeber muß die genaue Adresse des Bekannten haben und diese als "Zeugen" an das Jugendamt weitergegeben haben.

Wer Dich wirklich angesch...ßen hat, wirst Du (Datenschutz) aber nie erfahren.

Hat der Bekannte gesagt ob irgendwelche Vorwürfe genannt worden??

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Kommentar von Vogelweiden
12.01.2016, 21:55

Vielen lieben Dank!

Er schrieb mir, das Jugendamt hätte Informationen über mich haben wollen. Mehr nicht.

"Der Tippgeber muß die genaue Adresse des Bekannten haben und diese als "Zeugen" an das Jugendamt weitergegeben haben."

Damit wäre das Ganze hinfällig. Nicht einmal ich habe die Adresse und niemand in meinem Umfeld hat Kontakt zu meinem Bekannten.

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