Hohe Kaufkraft in der Schweiz, lohnt sich Auswandern für Ingenieure?

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3 Antworten

Die Antwort auf deine Frage düfte sehr davon abhängen, wo man wohnt.
Direkt in Zürich oder Basel dürfte sehr viel Geld für Miete draufgehen, so dass es sich mit dem Zuwachs an Kaufkraft wohl in Grenzen halten dürfte.
Hinzu kommt dass man den besseren Lohn auch mit längerer Arbeitszeit, weniger Urlaubstagen und geringerem Kündigungsschutz "erkauft".

Wohnst du hingegen irgendwo in der hässlichen "Agglo" dann ist das Wohnen zwar günstiger, aber ob's wirklich Spass macht?

Zudem hast du wichtige Hinweise in der Studie nicht beachtet. Liess doch mal die Definition von Kaufkraft:

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Die Kaufkraft bezeichnet das verfügbare Einkommen ohne Steuern und Sozialabgaben inklusive Transferleistungen und wird pro Kopf und Jahr in Euro als Index ausgewiesen. Die GfK Kaufkraft bezieht sich auf die nominal verfügbaren Einkommen. Das heißt, die Werte sind nicht inflationsbereinigt. Basis der Berechnung sind neben Daten der Einkommensteuerstatistik einschlägige Statistiken zur Berechnung von Transferleistungen sowie Prognosewerte der Wirtschaftsinstitute.
Von der allgemeinen Kaufkraft bestreiten die Verbraucher alle Ausgaben für Essen, Wohnen, Dienstleistungen, aber auch Energiekosten, private Altersvorsorge und Versicherungen sowie andere Ausgaben, beispielsweise für Urlaub, ihre Mobilität und Konsumwünsche. 

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Man sieht, dass fast alle Ausgaben da noch gar nicht herausgerechnet sind. Nach Bezahlung von Miete, Essen und Altersvorsorge etc. dürfte da nicht sooo viel mehr übrig bleiben.

Hinzu kommt der Effekt, dass alles zum Vergleich alles in Euro umgerechnet wurde. Der Franken hat ja im letzten Jahr zum Euro stark gewonnen, was die angeblich höhere Kaufkraft nochmal verstärkt - obwohl der Franken im Land selber nichts an Wert gewonnen hat.

Daher kann man wohl sagen: Solche Statistiken sind teilweise eine gehörige Augenwischerei und verleiten zu falschen Schlussfolgerungen.

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Ich muss ehrlicherweise sagen, dass sich das Mehr an Gehalt eigentlich nicht wirklich abzeichnet. Du gibst viel mehr aus für alles (v.a. tägliche Einkäufe, Miete etc.) Schlussendlich kannst du dir wohl mehr oder weniger annähernd das selbe leisten in wirklich entscheidenden Sachen. Evt. ein teureres Handy oder ne bessere Karre, Ferien und Reisen und so, oder respektive du erhältst diese Sachen gefühlt günstiger. Aber für das Glücksgefühl, das alltägliche Leben, ist das eigentlich nicht wirklich wichtig. 

Ich würde den Job und den Ort aufgrund anderer Gesichtspunkte wählen als rein die Knete. Wenn du glücklicher oder karrieretechnisch erfolgreicher bist, bringt dir das langfristig mehr.

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Kommentar von adventuredog
26.11.2015, 14:34

 mehr Geld macht aber auch mehr glücklich    ;-)

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Das Gefälle ist heute nicht mehr so attraktiv wie früher. Schließlich kommen die Schweizer gerne über die Grenze zum Einkaufen, weil sie sich auch die Mehrwertsteuer sparen können. Insbesondere Fleisch ist drüber ziemlich teuer. Auch wenn du da billiger tanken kannst, ist der Alltag nicht wirklich billiger.

Dazu kommt noch, ist nur eine persönliche Erfahrung, aber nicht zu vernachlässigen, dass Deutsche in der Schweiz nicht sonderlich beliebt sind. Mein Exfreund hat viel über sich ergehen lassen müssen...

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