Hörte letztens einem Gespräch zu, bei dem gesagt wurde, dass Masturbation bei Zeugen Jehovas verboten sei. Was ist denn daran wahr, wenn überhaupt?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Da die Zeugen Jehovas auch glauben, dass die Bibel Verbalinspiration ist, also Gott selbst den Text den Schreibern diktiert hätte, kann Masturbation bei ihnen nicht verboten sein, denn Gott hat es auch nicht verboten, denn er hat nichts dagegen gesagt oder den Verfassern der Bibel dazu diktiert und da nichts gegen eine Masturbation in der Bibel steht, kann sie auch bei den Zeugen Jehovas nicht verboten sein. Ist doch logisch, oder?

Wollte nur mal sagen das Du super locker mit dem Thema bist und auch für die jungen Altersklassen unbefangen und natürlich gute Beiträge bringst

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@Sharky555

Danke für deinen Kommentar, das freut mich sehr und zeigt mir auch, dass meine Beiträge hilfreich sind. Und das sollen sie auch sein. Nett von dir, dass du das auch mal bestätigt hast. Danke!

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frag doch die zeugen wenn sie das nächste mal zu dir kommen . die werden dir das dann sagen. und da die ja selbst welche sind, wissen sie es auch. Weil hier wird sowieso nur rumdiskutiert weil es verschiedene Meinungen gibt

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Diese Antwort ist leider komplett falsch! 

1. Masturbation ist bei Zeugen Jehovas verboten!

2. Zeugen Jehovas glauben NICHT an Verbalinspiration!

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@wildcarts2

Meine Antwort ist leider richtig, denn die Zeugen Jehovas nehmen die Bibel tatsächlich wörtlich (ihre eigene Übersetzung natürlich nur) und glauben, dass Gott die Bibel den Schreibern wörtlich diktiert hat. Aber selbst, wenn man davon absieht, bleibt die Frage, worauf sich das Verbot der Masturbation bei den ZJ beruft, denn in der Bibel steht nämlich davon tatsächlich nichts.

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Ich bekomme immer Gesichtsmuskelzuckungen, wenn ich von jemandem höre, dass er Gottes Wille erfülle und danach lebe. Ich frage mich dann immer, woher der Betreffende weiß, was Gottes Wille ist. Hat er womöglich gefragt oder woher bezieht er sonst seine Weisheit? Jetzt sagt bloß nciht aus der Bibel! Wie jede der großen Religionsschriften der Menschheit ist auch die Bibel von Menschen geschrieben und wird von Menschen interpretiert und zwar rein eklektisch, d.h. man sucht sich Textstellen heraus, die am besten ins eigene Weltbild passen und erklärt dies dann zu Gottes Willen. Interessanter Weise geschieht dies häufig in Zusammenhang mit Sexualität im weitesten Sinne.Ich möchte unterstellen, dass dies aus reinem Machtdenken heraus geschieht. Sex ist nun einmal etwas sehr Persönliches, das sich der Kontrolle durch irgendwelche Überwachungen  oder Überwacher entzieht, also spricht man Verbote aus, nach denen sich die Menschen dann aus Furcht vor "Höllen"- oder anderen Strafen orientieren. Was dabei herauskommt, ist u.a. dieser unsägliche Quatsch über die angebliche Jungfräulichkeit Marias ( was auch noch auf einem Übersetzungsfehler beruht!) oder der Blödsinn, der nach wie vor über die Masturbation verbreitet wird. Nein, in der Hölle brennt kein Feuer und Masturbation schadet nicht dem Rückenmark! Willkommen auf dem Planeten Erde im 21. Jahrhundert! (Über unterschiedliche Zeitrechnungen könnte man sich auch unterhalten!)


Mit Sicherheit interpretieren wir nichts und stellen keine eigenen Lehren auf. Das andere Kirchen nur so die Bibel bewerten können, gilt eben für diese, aber nicht für uns!

Ich nehme einmal an uns Zeugen Jehovas, bzw. unsere Website jw.org kennst du noch nicht. Besuche sie doch einmal und lerne kennen an was wir wirklich glauben!

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Hallo Sharky555,

bevor ich näher auf Deine Frage eingehe, möchte ich zunächst anmerken, dass Jehovas Zeugen nicht einen eigenen Sittenkodex aufgestellt haben, nach dem sie leben. Ihre moralischen Wertmaßstäbe beruhen allein auf dem Wort Gottes.

Auch wenn sich er Begriff "Masturbation" nicht in der Bibel findet und diese auch nicht direkt auf dieses Thema eingeht, gibt es in ihr dennoch grundsätzliche Aussagen, aus denen sich ableiten lässt, wie Gott dazu eingestellt ist.

Ein Beispiel: Die Bibel erwähnt zwar nicht direkt das Thema "Mobbing", doch findet man darin eine Reihe von Grundsätzen, die zeigen, dass es einem Diener Gottes auf keinen Fall gestattet ist, andere zu mobben. Niemand käme demnach auf die Idee zu sagen, dass Mobbing erlaubt wäre, nur weil es in der Bibel keine direkte Erwähnung findet.

Was ist also auf diesem Hintergrund zum Thema "Masturbation" zu sagen? Grundsätzlich vertritt die Bibel keine prüde Einstellung bzgl. der Sexualität des Menschen. An mehreren Stellen spricht sie davon, dass Sexualität innerhalb gewisser Grenzen etwas sehr Schönes sein kann (siehe z.B. Sprüche 5:18-20). Sie zeigt aber auch, dass ein Christ nicht in erster Linie auf die Befriedigung seiner eigenen sexuellen Bedürfnisse bedacht sein sollte, sondern die Bedürfnisse des Partners im Vordergrund stehen sollten (siehe 1. Korinther 7:3,4).

An anderer Stelle spricht die Bibel davon, dass ein sexuelles Verlangen nicht ungezügelt ausgelebt werden sollte und selbst innerhalb der Ehe ein bestimmtes Maß an Selbstbeherrschung geübt werden sollte (siehe Kolosser 3:5 und 1. Korinther 7:6). Sexualität, wie Gott sie vorgesehen hat, trägt nur dann zu echtem Glück bei, wenn sie auf selbstloser Liebe zum Partner beruht.

Was geschieht aber bei der Masturbation? Fördert sie die Beachtung obiger Grundsätze oder behindert sie diese? Ist es nicht eher so, dass Selbstbefriedigung ichbezogenes Denken fördert, weil es ausschließlich auf die eigenen körperlichen Empfindungen fixiert ist? Und setzt man sich dadurch nicht viel eher den Gefahr aus, in Frauen bzw. Männern nur ein Sexualobjekt zu sehen, das dazu da ist, die eigenen Wünsche zu befriedigen? Würde das nicht einer glücklichen Beziehung eher im Wege stehen?

Wie sollte außerdem, jemand, der masturbiert, den Grundsatz der Bibel beachten, der in folgendem Rat zum Ausdruck kommt: "Gott will, dass ihr ein geheiligtes Leben führt. ´Dazu gehört,` dass ihr euch von aller sexuellen Sünde fern haltet.  Jeder von euch muss lernen, Herr über seine Triebe zu sein, denn euer Leben gehört Gott, und die Menschen sollen Achtung vor euch haben. Lasst euch nicht von Begierden und Leidenschaften beherrschen wie die Menschen, die Gott nicht kennen (1. Thessalonicher 4:3-5 Neue Genfer Übersetzung)?

Um es noch einmal deutlich zu sagen: Die Bibel spricht sich nicht grundsätzlich gegen die Befriedigung des sexuellen Verlangens aus. Schließlich ist die Sexualität ein Geschenk Gottes. Allerdings möchte er, dass wir mit diesem Geschenk richtig umgehen, damit wir dauerhaft Freude daran haben können. Selbstbefriedigung ist jedoch nicht dazu geeignet, dass wir im richtigen Rahmen von diesem Geschenk Gebrauch machen.

Gott hat die Sexualität mit der Liebe zu einem Partner verbunden. Bei der Selbstbefriedigung wird die Sexualität von der Liebe gelöst, und wird somit zur reinen Triebbefriedigung und zum Ventil für sexuelle Spannungen. Das fördert, wie bereits gesagt, eine ichbezogene Einstellung und trägt weder zum eigenen, noch zum Glück einer späteren bzw. gegenwärtigen Beziehung oder Ehe bei.

LG Philipp

Lieber Philipp,

Deine Antwort ist nicht nur eine beeindruckend logische Erläuterung biblischer Grundsätze,   sondern auch ein Musterbeispiel  an Sachlichkeit,  verbunden mit einer Wortwahl auf hohem Niveau.

In der uns umgebenden Welt eine immer seltener werdende Form des Gedankenaustausches .

Danke dafür.



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Diese Antwort enthält leider einige grobe Fehler:

1. Die Bibel hat nichts mit Christen zu tun, sie ist VON JUDEN FÜR JUDEN geschrieben worden.

2. Zeugen Jehovas sind keine Christen, da sie die grundlegenden christlichen Lehren (Trinität, unsterbliche Seele, Himmel/Hölle etc.) ablehnen. Zeugen Jehovas bilden per jeglicher Definition eine Sekte.

3. Die Bibel ist nicht "Gottes Wort", sondern Menschenwort. Die Bezeichnung "Gottes Wort" ist grundsätzlich eine diskriminierende Bezeichnung, da suggeriert wird, diese Schrift sei wirklich von Gott. Dabei gibt es keine Beweise für die Existenz eines solchen Wesens. Wer diesen Begriff verwendent, der diskriminiert alle anderen religiösen Schriften. 

4. Die Bibel spricht in keiner Form über die PRIVATE Sexualität! Es geht immer nur um Erbrecht, Besitzrecht oder Götzendienst. Masturbation ist nicht verboten gemäß der Bibel. Verboten war lediglich Ehebruch (dazu musste natürlich eine Ehe bestehen) und das Verweigern zur Zeugung eines Nachkommen innerhalb einer Ehe. Zeugen Jehovas beziehen sich bei ihrem Verbot auf einen Text, bei dem es darum ging das jemand für seinen verstorbenen Bruder keine Nachkommen mit dessen Witwe zeugen wollte, obwohl das Gesetz ihn dazu verpflichtete.

5. Masturbation ist nicht zwingend egoistisch. Wenn ein Partner aus irgendeinem Grund gerade die Bedürfnisse seines Partners nicht befriedigen kann, wäre es sogar egoistisch von ihm, seinem Partner dies zu verweigern, nur weil man selbst nicht kann. Zudem ist wissenschaftlich erwiesen, dass Masturbation sogar sehr gesund ist, da man damit seinen eigenen Körper und seine Bedürfnisse besser kennenlernt und somit auch in der Beziehung besser agieren kann. Außerdem sorgt eine Unterdrückung der eigenen Sexualität grundsätzlich für psychische probleme. 

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Ich glaube die Frechheit ist mir erlaubt so viele Fragen zu stellen, [was religiöse Kindererziehung bei Zeugen Jehovas betrifft]. Denn es gibt keine andere Religionsorganisation die sich mit diesen Themen so intensiv befasst, wie die Zeugen Jehovas. Man muss nur die Publikation von ZJ ansehen, dann kommt man auf diese Ansicht.

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