Kommt man nach einem Selbstmord in die Hölle oder den Himmel?

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15 Antworten

Ich bin Buddhist und gebe mal meinen Senf ab.

Ich denke, der Wunsch zur Selbsttötung ist eine sehr persönliche Angelegenheit und sollte nicht zu ideologisch belastet werden..

So etwas kann beispielsweise aus emotionaler Verzweiflung geschehen, aufgrund einer psychischen Erkrankung, oder um einem schmerzhaften Todeskampf zu entgehen.

Ich persönlich sehe zwar einige Gründe, weshalb eine Selbsttötung kritisiert werden kann, ohne allerdings die Hintergrundgeschichte der Person zu kennen, maße ich mir nicht an, darüber zu urteilen.

Im Buddhismus gibt es die Vorstellung des Prinzips von Ursache und Wirkung (Karma), sowie den Gedanken der Wiedergeburt.

Beide Konzepte werden von unterschiedlichen buddhistischen Traditionen allerdings sehr unterschiedlich betont.

Es gibt im Buddhismus kein gemeinsames Dogma zu diesen Dingen.

Grundsätzlich soll eigentlich die Schaffung von unnötigem Karma verhindert und, wenn Handlungen notwendig sind, möglichst positives Karma geschaffen werden.

Die Tötung eines Lebewesens wird im Buddhismus allgemein als negativ angesehen.

Doch das von dir genannte Argument einer tödlichen, mit Schmerzen verbundenen Krankheit, relativiert diese Ansicht meiner Meinung nach.

Jemand der sich selbst tötet, wird sich nach buddhistischer Sicht irgendwann mit den Auswirkungen seiner Handlung konfrontiert sehen, genau wie bei jeder anderen Tat auch.

Das wird im Buddhismus als Kausalität angesehen.

Wie diese Auswirkungen denn tatsächlich aussehen, ob es etwa einen Einfluss auf eine hypothetische Wiedergeburt hat...ob es diese Wiedergeburt überhaupt gibt...wer weiß das schon?

Das ist aus meiner Sicht alles weltanschauliche Spekulation und für mich selbst nicht relevant. Das wird sich alles schon zeigen.

Ich bin der Meinung, es gibt sehr egoistische Umstände einer Selbsttötung, aber auch diese kann ich zumindest intellektuell nachzuvollziehen.

Ich finde beispielsweise die früher praktizierte Vorgehensweise auf christlichen Friedhöfen, Menschen die sich selbst das Leben nahmen, in einem gesonderten Bereich beizuisetzen, diskriminierend.

Letztlich kann nur die jeweilige Person ihr emotionales Leid ermessen - und vielleicht irgendein Gott, falls es ihn geben sollte.

Für den einen Menschen mag der Gedanke, sich wegen der Trennung von einem Partner selbst das Leben zu nehmen, absurd und lächerlich sein.

Für jene Person die es getan hat, war es emotional offenbar heftig genug, um sie psychisch aus der Bahn zu werfen.

Selbst wenn sich Menschen wegen Dingen umbringen, die aus meiner Sicht vielleicht "Kinderkram" sind - dafür verurteile ich sie nicht.

Allerdings finde ich, dass Selbsttötungen oft einfach nur extrem von Egoismus getrieben sind. Das finde ich zwar unangemessen und traurig - aber einem Toten kann man ja schlecht Vorwürfe für eine subjektiv falsche Entscheidung machen.

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Kommentar von Enzylexikon
07.11.2015, 13:50

Vielen Dank für den Stern. :-)

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Hallo Piratin2000,

ob ein Mensch in den Himmel oder in die Hölle kommt, ist allein Gottes Entscheidung. Darüber kann man als Mensch überhaupt nicht entscheiden.

Das einzige was man mit absoluter Sicherheit sagen kann ist folgendes, entnommen aus dem Römerbrief 10,13: "Denn wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden." Das Gebet um Errettung ist eines, das immer erhört wird. Für diesen Ausweg hat Gott eine Menge investiert.

Und nun frage noch, ob sich einer umbringen darf. Schau Dir einfach die Relationen an. Gott gibt sein Äußerstes, um die Schrecken des Toden von uns fernzuhalten und wir kommen (hoffentlich nie) auf die Idee das alles für nichts zu achten und suchen den Tod. Das geht gar nicht!!!

Alles andere, auch darüber wie weit Gottes Gnade möglicher-weise noch über diese Schriftstelle hinausgeht, ist reine Spekulation. Aber mir ist auch bewusst, dass psychisch kranke Menschen manchmal Todessehnsüchte haben. Man muss aber mit allen Mitteln versuchen sie davon abzuhalten. Solchen Menschen muss man Mut machen. Nicht drohen! Das Gebet für solche Menschen hilft aus der Krise. Ich rede aus Erfahrung. Man braucht aber einen langen Atem. Also anhaltend beten, auch wenn man das Gefühl hat, dass es nicht hilft. Es hilft trotzdem. Oft erst nach Jahren.

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Wenn sich ein Mensch umbringt, ist alles, was danach folgt und das Bewusstsein betrifft, sofern danach überhaupt etwas folgt, eine reine Glaubenssache. Darauf gibt es keine Antworten, die irgendwie zu beweisen sind, außer der einen, dass man über ein eventuelles Leben nach dem Tod keine Beweise bisher gefunden hat, und wohl auch nie Beweise finden wird. Man konnte bisher nur nachweisen, dass mit dem Tod jegliche Aktivität im Körper beendet wird, bzw. die Organe nach und nach ihren Dienst beenden.

Ich zum Beispiel glaube in der Tat an ein Leben nach dem Tod, aber das bedeutet nicht, dass ich es weiß, in dem Sinne, dass ich es als bewiesen ansehe. Aber selbst wenn nach dem Tod nichts kommt, habe ich damit kein wirkliches Problem, denn dann würde ich es nie erfahren. Es wäre dann wie bei einer Vollnarkose, nur dass diese Bewusstlosigkeit im Fall des Todes nur nicht mehr endet.

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In der Bibel steht ziemlich klar "Du sollst nicht töten". Darauf beziehen sich fast alle christlichen Meinungen zum Suizid. Ansonsten kann ich es nur noch über die stoische Philosophie (der alten Römer) sagen, das ist eine der wenigen Religionen/Philosophien, die den Selbstmord als einen akzeptablen Lebensabschluss sehen und diesen sogar propagieren. Lies mal Senecas Stellungnahmen zum Selbstmord, falls es dich interessiert, das ist super interessant.

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Kommentar von Piratin2000
05.11.2015, 21:03

Sehr interessant... Danke :)

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Der Selbsmord ist laut Römischr katholischer Kirche  eine Sünde, also eine Trennung von Gott ,falls  ein Mensch in vollem Bewusstsein und im absolut freien Willen handelt .

Das ist überhaupt immer immer die Voraussetzung,damit eine Umstand oder eine Tat  überhaupt als Sünde gelten kann. Denn nur dann ist eine Mensch in voller Verantwortung .

Deshalb kann auch kein Mensch hier eine Aussage dazu machen ,denn es ist wohl klar dass viele Menschen die sich aus Verzweiflung das Leben nehmen, dann vielleicht auch in eine Art Geistige Umnachtung handeln .

Empfehlen wie sie immer der Barmherzigkeit Gottes .

  • Der Islam hat hier wohl nur die Hölle bereit .
  • Der Hinduismus und der Buddhismus ist ein Konzept wo es keine persönlichen Gott gibt .Das eigen Handeln bestimmt die eigene Wiedergeburt .
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So wie ein Embryo in der Plazenta bis zur Geburt reifen muß , so muß auch der Mensch in seinem Körper reifen um voll ausgebildet in die nächste, größere, unfassbare "größere" Welt zu gelangen. So wie die Plazenta dem Neugeborenen nicht mehr ausreicht zu leben-sich diese neue Lebensform und Fülle aber gar nicht vorstellen könnte (wenn es denken könnte), so reicht der Seele der Körper nicht aus und kann sich das neue erweiterte Leben gar nicht vorstellen.

Wenn jemand aber Selbstmord begeht-ist er wie ein Frühgeborenes. Er muß sich unter Leiden noch entwickeln.

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also im judentum gibt es so etwas wie himmel und hölle gar nicht...

trotzdem verurteilen christentum, judentum und islam den selbstmord, im hinduismus und buddismus ist man da ein wenig verständnissvoller ( unter bestimmten umständen und wenn niemand anderes dadurch leidet ist es akzeptiert)

guck dir am besten mal den film: hinter dem horizont an ^^

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mach was du willst. lasse mal die religioese aspekte auf der seite, interessiert doch niemand. der buddhist hier hat das schon beschrieben und ich denke es wird so sein, du bringst dich um die ecke, du kommst wieder und wirst es wieder tun, ich würde dir davon abraten, kann natuerlich deine bestimmung sein, dass du dich selbst ausschaltest, kann aber auch sei, dass du in deinen lebensablauf eingreifst, wobei ich mehr denke, wenn du es tust, dann war es so vorgesehen. Lebe in der gegenwart, mach es dir einfach und verschwende keine gedanken darüber.

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Ob jemand in den Himmel oder in die Hölle kommt, enscheidet kein Mensch, sondern ein höherer Richter.

Entscheidend ist, ob jemand eine Tat bereut, egal wie viel Möglichkeiten er noch zu einer Korrektur hat. Lies mal Luk 23:43.

Von vielen Brückenspringern, weiß man, dass sie ihre Tat nach dem Absprung bereuten.

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Niemand kann dir diese Frage beantworten. Es sei denn, wir haben hier irgendwo einen Geist. Oder willst du einfach wissen wie andere Religionen das sehn? Kann dir da auch nur was über das Christentum sagen. Ist aber alles eine interpretationssache. Natürlich sollte man es nicht so verstehn, dass man in die Hölle kommt. Es heisst viel eher: Tu das nicht, denn es ist ziemlich doof.

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Beim Buddhismus trägt man selber Folgen für seine Taten (Karma) Und es gibt eigentlich nicht viele Regeln. Aber wenn man siech umbringt wird man im nächsten Leben auch damit konfrontiert und man muss eine Lösung suchen.
Eigentlich ist Buddhismus hauptsächlich Ethik + ein paar Sachen.
Ich empfehle die Seite:
Buddhateens.com

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wenn man nen christen fragt kommt er in die hölle da er sich in gottes plan einmischt, ich geh mir jetzt den mund mit ner poliermaschine behandeln.

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Im Islam ist Selbstmord Verboten.Du schädigst den Körper,den Gott dir Geschenkt hat bzw. nimmst dir das Recht,über dein Schicksal zu bestimmen.
Ich hoffe,die Antwort konnte dir helfen.

LG HinataHime

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Kommentar von HinataHime
05.11.2015, 20:55

Also,im Islam kommt ein Selbstmörder in die Hölle. Ich finde,allgemein ist Selbstmord falsch...Obwohl es mir zurzeit auch so geht.

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Kommentar von HinataHime
05.11.2015, 21:00

Ja natürlich,weil er sich selbst damit schädigt. Aber zu diesem Thema wie du siehst,gehen die Meinungen sehr auseinander.Jeder sieht es eben anders.Ist auch ein kompliziertes Thema.

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Kommentar von gtajunky
14.11.2015, 07:48

Du nimmst dir das Recht über dein Schicksal zu bestimmen?? Wenn man sich selbst umbringt bestimmt man sein Schicksal doch selbst.

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Kommentar von HinataHime
14.11.2015, 09:33

??Ja,genau das hab ich geschrieben.Weiß jetzt nicht worauf du hinaus willst??

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Viele, viele Menschen werden Opfer eines unnatürlichen Todes wie Selbstmord, Mord, Unfall usw., und das liegt allein an den negativen Einflüssen in ihrem Leben. Wenn zum Beispiel jemand Selbstmord begeht, verlässt er zwar seinen physischen Körper, aber seine Seele tritt nicht in die Astralebene ein. Er wird mit seinem Astralkörper in der physischen Welt bleiben. Solche Seelen erhalten keine Hilfe, denn sie haben sich nicht selbst geholfen und die negativen Einflüsse während ihres Lebens nicht überwunden. Diese Seelen beginnen, mit den Seelen von anderen Selbstmördern zu­sammenzuleben. Sie halten sich an bestimmten Plätzen auf, von denen es heißt, dass es dort "umgeht". Da sie den Sinn ihres Lebens nicht erfüllen konnten, verließen sie ihren Körper in einem negativen Zustand. Diese Seelen werden alle verdorben und arbeiten für die negative Kraft. Sie beeinflussen wiederum schwache und emotio­nale Menschen und bringen sie dazu, Selbstmord zu begehen.

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Wenn man sich umbringt , wird man wiedergeboren und das Leben wird dann noch schlimmer!

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Kommentar von ronnyarmin
05.11.2015, 22:01

Hast du eine nachprüfbare Quelle für diese Aussage?

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