Höhere Mieterhöhung (aufgrund Modernisierungsarbeiten) trotz kleinerer Wohnung?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nun, bestimmte Modernisierungen sind konkret nur in der Wohnung vorgesehen (Fenster, Türen) und werden also nur dieser Wohnung bei der Kostenentscheidung (Modernisierungsmieterhöhung) zugeordnet. Wobei da immer auch ein Instandhaltungssatz zu berücksichtigen (abzuziehen) ist. Das muss  in dem Modernisierungsmieterhöhungsverlangen unbedingt rechnerisch dargestellt werden. Wenn nicht, ist diese nach aktueller Rechtsprechung unwirksam.

Dann gibt es Modernisierungen (Fassadendämmung, Dachdämmung, Kellerdeckendämmung etc.) die zwar anteilig nach Wohnfläche aber zu 100% ohne Instandhaltungsanteil in die Gesamtkosten und damit in den (noch) 11%ig jährlich umlegbaren Betrag einfließen.

Je nach dem also,  was speziell in deiner Wohnung individuell gemacht wird, können da schon Differenzen zu anderen Wohnungen eintreten. In der Modernisierungsankündigung steht auch noch nicht die tatsächliche sondern nur die voraussichtliche (kalkulierte) Mieterhöhung. Wird diese nach endgültiger Berechnung mehr als 10% nach oben abweichen, tritt die Mieterhöhung erst 6 Monate später (also 9 Monaten nach Zugang des Mieterhöhungsverlangens) ein bzw. ist erst dann zur Zahlung fällig.

3

Die Arbeiten in meiner Wohnung fallen wirklich nicht individueller aus als in den Anderen. Natürlich haben die unterschiedlichen Buden hier unterschiedlich viele Fenster z.B., aber da ich hier zu den Apartments zähle, hab ich folglich sogar weniger Fenster als die Anderen. Zumal es noch zwei weitere Apartments gibt, die exakt dem Meinen entsprechen, und auch hier fällt die Modernisierungsmieterhöhung geringer aus.

Auffällig ist allerdings, dass die Mieter dieser Apartments grundsätzlich etwas mehr Miete zahlen, als ich. So dass ich schätze, man will über diese unterschiedlichen Mieterhöhungen nun auch dafür sorgen, dass alle Apartmentmieter so ziemlich das Gleiche bezahlen. Hier stell ich mir allerdings die Frage, ob man diese Absicht einfach mal so in die Mieterhöhung mit reinpacken darf, die ja in dem Fall keine Gewöhnliche ist, sondern eben eine aufgrund von Modernisierungsmaßnahmen.

Danke auf jeden Fall für die Antwort. Der Inhalt deines letzten Abschnitts ist nicht unwichtig zu wissen.

0

11 % der Modernisierungskosten darf der Vermieter jährlich als Mieterhöhung "umlegen".

Was aber nicht zwingend nur 11 % Mieterhöhung bedeutet.

Für Mieter mit kleinen Wohnung und/oder recht geringer Miete können das 20 % und mehr sein.

3

Ich habe eine Auflistung erhalten, in der sämtliche Kosten aufgeführt und addiert wurden. Davon wiederum ausgerechnet wurden dann auch besagte 11% = 15.494  Euro (wie gesagt, sehr umfangreiche Arbeiten)

Doch diese 15.494 Euro müssen doch irgendwie auf die einzelnen Mieter umgelegt werden. Und da begreife ich nicht, wieso meine Mieterhöhung größer ausfällt, obwohl meine Bude zu den Kleinsten gehört.

Oder verstehe ich da etwas falsch?

0
64
@Ereschkigal

Das kommt u. a. darauf an wir die Kosten aufgeteilt werden und ob einige Mieter davon ausgeschlossen sind weil sie z. B. einen Staffel oder Indexmietvertrag haben.

Auch ob vielleicht der Aufwand  in den Wohnungen unterschiedlich sind.

Am einfachsten wäre es natürlich diese 15.000 Durch die Gesamtwohnfläche zu teilen und dann mit der jeweiligen Wohnfläche des Mieters zu multiplizieren.

Ob das Dein Vermieter so macht bzw. machen muß kann man aus der Ferne nicht sagen.

0
3
@anitari

Er scheint nach Quadratmetern vorzugehen, denn er rechnet bei mir: 1,70 Euro (was immer das sein soll) x 44qm = 74,80 Euro Mieterhöhung.

Bei anderen Mietern werden z.B. nur 0,80 Euro mit ihren jeweiligen Quadratmetern verrechnet, so dass deren Erhöhung, trotz größerer Bude und gleichen Arbeiten, niedriger ausfällt. Und das erscheint mir irgendwie... fragwürdig.

1

Dass eine Modernisierung zumeist mit einer Mieterhöhung einhergeht, ist klar, doch warum muss ich (44qm) künftig ca. 70 Euro mehr löhnen, wenn Andere (60qm) nur eine Erhöhung von ca. 50 Euro bekommen?

Weil es immer darauf ankommt, was gemacht wird und was es gekostet hat.

Es kann sein, dass in Deiner Wohnung viel mehr gemacht wird als bei der größeren Wohnung und deswegen ist Deine Mieterhöhung dementsprechend auch höher.

3

Wie gesagt, dem ist nicht so. In allen Wohnung wird das Selbe gemacht.

0
67
@Ereschkigal

Weißt Du das ganz sicher? Du hast bestimmt keine Einsicht in die Arbeitsaufträge und vielleicht war bei Dir einfach ein höherer Aufwand nötig.

Aber Du kannst ja mal freundlich fragen, wieso Du mehr zahlen sollst als Mieter X, vielleicht ist es ja ein Berechnungsfehler.

0
3
@johnnymcmuff

Da bin ich mir sicher, ja, weil in allen Wohnung nur stets die gleichen Kleinigkeiten gemacht werden (jeder kriegt 'ne eigene Wasseruhr, neue Eingangstür, sowas halt), während die großen Arbeiten eher das Haus insgesamt + Hof betreffen.

Bin bereits im Begriff anzufragen bzw. warte auf Rückruf, ja. Nur sagt mir mein Gefühl, dass man da auf eine Art & Weise argumentieren wird, die für den Laien nicht so ohne weiteres nachzuprüfen ist. Weswegen ich hier schonmal Gedanken sammeln wollte. Mal sehen...

0

Mieterhöhung berechtigt? Modernisierung oder Instandsetzung/-erhaltung?

Hallo, liebe User!

Ich hoffe sehr, dass mir hier weitergeholfen werden kann und bedanke mich schon mal für jede Antwort!

Mein Vermieter hatte Mitte/Ende 2016 das Dach neu decken und die Fassade streichen lassen. Bereits diese Maßnahmen wurden von ihm nicht angekündigt. Bis Dato habe ich mich auch noch nie mit den Unterschieden von Modernisierung und Instandsetzung/-haltung auseinander gesetzt. Ende 2016 fragte ich dann voller Sorge, ob er nun eine Mieterhöhung beabsichtige, was er verneinte.

Im Frühjahr 2017 wurden dann der Gehweg erneuert und eine neue Haustür eingebaut (dabei wurde nicht einmal wenigstens die Klingelanlage auf Gegensprechanlage erneuert!).

Im Sommer 2017 hat er dann den Garten herrichten lassen (Baum wurde gefällt, Sträucher entfernt und neu gepflanzt, sowie Rasenfläche neu ausgesät) und die Terrassen neu gepflastert (ich bewohne eine Terrassenwohnung). Dadurch fiel die eigene und freie Nutzung des Gartens weg, hinzu kommen seitdem aber die Zahlung der Gartenpflege, die er durchführen lässt.

Anfang Dezember 2017 erhielt ich dann einen handschriftlich 3-Zeiler, indem ich mit Hinweis auf Modernisierungsarbeiten und Gartenpflege (mehr stand da wirklich nicht, keine Aufschlüsselung, nix) ab Januar 2018 (also seit letzten Monat) eine Mieterhöhung von 40€ zahlen solle.

Das klingt jetzt erstmal nicht viel. Aber in Anbetracht dessen, dass ich aus gutem Grund eine kleine und ursprünglich mal günstige Wohnung habe und eigentlich an meinem finanziellen Limit bin, macht es für mich schon einen erheblichen Unterschied, erst recht, wenn dieser möglicherweise nicht mal gerechtfertigt ist!

Zudem kommt, dass ich bereits seit 2016 20€ mtl. mehr zahle, da ich ständig eine Nachzahlung leisten musste. Für meine Wohnung war mal eine Heizkostenpauschale von 60€ angesetzt, von dem ich mittlerweile denke, die war vom Vermieter zu niedrig angesetzt. Und trotz dessen, dass ich nun 80€ mtl. zahle, mindestens 1/3 des Jahres nicht Zuhause bin und auch sonst nicht übermäßig heize, da ich es lieber kühler mag, musste ich bei der letzten Nebenkostenabrechnung 140€ nachzahlen.

Ich erwarte hier keine rechtsverbindlichen Aussagen. Ich erhoffe mir lediglich eine Einschätzung/Meinung anhand meiner Schilderungen. Ich bin so verunsichert und mache mir große Sorgen über den Erhalt der Wohnung und es würde mir sehr helfen, wenn jemand dazu einen Rat, oder dergleichen, hat! Vielen Dank also an jeden, der sich dazu äußert!

...zur Frage

Was bedeutet der Punkt 'nicht abgeschlossene Wohnung' im Mietspiegel?

Hallo zusammen,

bedingt durch eine Mieterhöhung unseres Vermieters recherchiere ich nun auf eigene Faust, in wie fern die Erhöhung gerechtfertigt ist. In diesem Zusammenhang bin ich im Mietspiegel meiner Stadt unter der Rubrik 'Zu- und Abschläge für unterschiedliche Ausstattung, Modernisierung, etc.' auf den Unterpunkt 'nicht abgeschlossene Wohnung' gestossen.

Unsere Wohnung befindet sich im 2.OG einer Altbau-Gründerzeitvilla. Wir haben zwar einen eigenen Eingang - um zu unserer Wohnung zu gelangen, müssen wir jedoch das Treppenhaus unseres Vermieters nutzen, d.h. vom Treppenhaus gehen die Zimmer des Vermieters sowie unsere Wohnung ab. Diese ist aber lediglich durch eine einfache Doppeltür mit Milchglasscheibe und einem einfachen Schloß mit uralt Schlüssel (noch die Schlüssel mit Bart:-) gesichert. Könnte man dies unter 'nicht abgeschlossene Wohnung' verstehen oder verbirgt sich hinter dem Begriff doch etwas anderes?? Tausend Dank für Eure Hilfe:-))

...zur Frage

Miete wie weit über Mietspiegel erlaubt?

Folgendes ... Wohne seit ca 15 Jahren in einer 60qm 2 Zimmer Wohnung zur Miete. Der Vermieter hat ca alle 5 Jahre die Miete erhöht so ca 20-30€. Jetzt hat er im Januar diesen Jahres ein Anwalt beauftragt, laut dem örtlichen Mietspiegel die richtige Miete auszurechnen. Der Anwalt ist so auf eine Erhöhung auf 19€ pro Monat laut Mietspiegel gekommen. Dies hat UNS dann der Anwalt mitgeteilt, da er im Sinne des Vermieters handelt. Leider hat der Anwalt ein falsches Baujahr für die Berechnung verwendet. Ich habe den Anwalt schirftlich darauf hingewiesen. Nehme ich das richtige Baujahr für das Gebäude anhand des Mietspiegels, würde ich sogar sagen ich hab die letzten Jahre sogar schon zu viel bezahlt. Jetzt hat sich der Vermieter selber nun wieder zu Wort gemeldet. Er möchte nun eine Mieterhöhung um 35€, da die letzte Mieterhöhung 2013 war.

Fassen wir zusammen, selbst ohne die geplante Mieterhöhung zum 01.06.2018 von 35€ im Monat, habe ich, wenn ich den Mietspiegel heranziehe, JETZT schon mehr bezahlt. Kommt nun diese 35€ Mieterhöhung Zustande, zahle ich definitiv mehr als wie im Mietspiegel üblich. Er begründet es mit einer top eingerichteten Küche (9 Jahre alt) und einer für sein bemessen, ruhige Lage. Ausserdem wurde das Haus von Außen letztes Jahr sarniert, neu gedämmt und verputzt. Achtung! Ihm gehört nur diese eine Wohung in dem Haus. Ich habe keine Ahnung was die anderen an Miete bezahlen, bzw teilweise sind es auch Eigentümer.

Wer kann mir da weiter helfen? Ich hab mal was gelesen er darf nicht mehr als 20% über Mietspiegel verlangen? Ich will einfach nicht zuviel bezahlen.

...zur Frage

Mieterhöhung wegen höhere Nebenkosten, Nebenkostennachzahlung?

Hallo,

ich wohne mit meinem Lebensgefährte seit 8 Monaten in einer ca. 54m² großen Wohnung, die Warmmiete beträgt 600€. Die Vermieter wohnen oben drüber und darüber ein weiterer Mieter.

Unsere Wohnung wurde vor ca. 2 Jahren umgebaut zu einer Wohnung. Wir haben daher den Stromzähler nicht in der Wohnung und auch keine Einblicke. Für die Nebenkosten rechnete der Vermieter mit 95€/Monat. Wir verbrauchen natürlich mehr. Vor kurzem hat er die Wasserzähler eingelesen. Jetzt erhielten wir ein Schreiben, wir sollen 700€ nachzahlen und 100€ mehr Miete zahlen. Eine Nebenkostenabrechnung ist dabei allerdings selbst erstellt. Bei den Stromkosten können wir nicht wissen ob das stimmt.

Kabel-TV - Preis bleibt immer gleich oder?

Haben erstmal Einspruch eingelegt, was können wir dagegen tun?

...zur Frage

Darf die Miete bei Modernisierung unterschiedlich angehoben werden?

Ich hatte heute bereits eine Frage zu meinem besonderen Fall eingestellt, auf die darf gern auch noch geantwortet werden (grins). Kurz aber zu meiner neuen Frage... Wohnung im Block angemietet im letzten November. Modernisierung des Blocks ab Februar begonnen sind nun am Ende. Modernisiert wurden: Kellerräume haben Licht bekommen, Stromzähler wurden von den Etagen in den Kellertrakt in einen großen Zählerschrank umgelegt, Treppenhaus bekam neue Verkabelung durch die Umlegung und neue Farbe an die Wände, neue Fenster und neue Haustür sowie neue Treppengeländerfarbe, Balkone wurden mit neuen Fliesen und Geländern modernisiert und Fallrohre der Regenrinne sowie Briefkästen wurden erneuert. Das war es soweit. Nun bekommen wir eine Mieterhöhung von 54,87 € und unsere Nachbarn im Haus nur bei 25€ Mieterhöhung. Die Arbeiten sind aber komplett identisch für alle, da die gleichen Treppenhäuser. Absolut identische Balkone und auch identische Materialien, quasi die gleichen Sachen, alles von einer Firma und alle zur gleichen Zeit erneuert. Darf das so sein? Für die gleichen Arbeiten und Materialien unterschiedliche Anhebungen der Grundmiete verlangen? Das Haus ist ein Wohnblock mit 3 Eingängen, pro Eingang 6 Parteien, also 18 Modernisierungen an einem Haus mit unterschiedlichen Anhebungen ? Info- Es handelt sich um eine Wohnungsgenossenschaft (Vermieter). Bitte um Antwort ob das rechtlich sein darf! Danke vorab!

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?