Höhere Aufmerksamkeit bei höherem Tempo? (PKW;Autobahn)?

10 Antworten

Ich bin früher sehr viel unterwegs gewesen, kreuz und quer durch D und gut, da gab es noch nicht so viele Geschwindigkeitsbegrenzungen und jeder ist so gefahren wie er wollte, Geschwindigkeitsmäßig natürlich. Mein erstes Auto fuhr Bergab schon mal so 130 Km/h und das war schon recht schnell. Man konnte auch auf Landstraßen so schnell fahren, machte Spaß. Dann kam die BW-Zeit. Da sind wir mit vielen Fahrzeugen Kolonne gefahren, nicht schneller wie 80Km/h, manchmal auch nur 60 und das über lange Strecken. Nur nie ohne Beifahrer! Warum, weil man bei der Geschwindigkeit schnell einschlief, es war zu Eintönig.

Und so empfinde ich es Heute auch, bei max. 130Km/h läßt die Konzentration nach und auf dauer schläft man ein. Dem zu entgehen ist nur eine Geschwindigkeitserhöhung nötig. Auf langen Strecken fahre ich da wo es möglich ist schon mal über 200Km/h. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit liegt sonst so bei 160Km/h, mal rauf und auch mal runter damit es nicht zu Monoton wird.

Ich bin ein recht ruhiger Fahrer, nicht wie manche die ständig mit dem Gaspedal spielen müssen, was mich gewaltig aufregt wenn ich mit so einem mal mitfahre. Bei mir schlafen viele Beifahrer während der Fahrt ein weil es eben so Monoton ist wenn man so dahin gleitet, schon Zügig aber nicht Ruckartig.

Auch wenn ich mit dem Wohnwagen unterwegs bin, ich darf zwar 100Km/h mit ihm faren und nutze das auch aus, aber dadurch das man immer wieder auf Lkw´s auffährt muss man abbremsen und wieder eine Lücke suchen um zu überholen, so ist das immer ein rauf und runter und man bleibt Konzentriert. Für mich wäre es ein Unding wenn es nur noch mit 130Km/h auf der Autobahn vorwärts ginge.

Jeder, der schon längere Autobahnfahrten machte, sollte an sich selbst gemerkt haben dass dies wirklich stimmt! Dabei ist es mE gar nicht mal die höhere Geschwindigkeit an sich, sondern vielmehr dass ständig Differenzgeschwindigkeiten (die Reisegeschwindigkeit der Meisten irgendwo zwischen 120 und 150 liegt, aber ab und an auch mal Jemand mit 200+ ankommt) vorkommen. Dadurch kommt nicht die gleiche Langeweile auf wie in einer vorgegebenen Reisegeschwindigkeit durch allgemeiner Geschwindigkeitsbegrenzung.

In der ganzen Debatte finden sich auch sehr Viele die damit argumentieren dass das Fahren im Ausland viel entspannter abläuft. Obwohl diese Aussage für die Geschwindigkeitsbegrenzung gedacht ist untermauert auch Die dass die Konzentration dann zwangsläufig nachlässt. Befürworter der Geschwindigkeitsbegrenzung sind nach meiner Erfahrung zum allergrößten Anteil Diejenigen die mit einem Spurwechsel nahezu überfordert sind (das sind die Selben die bei 3-spuriger Autobahn dann stur auf der Mitte fahren).

Allerdings nimmt die zunehmende Automatisierung der Fahrzeuge da einen bedenklichen Einfluß. Man frägt sich wie dieser Tesla-Unfall passieren konnte, wie konnte der quer vorm Auto befindliche LKW nicht gesehen worden sein? Genauso frägt man sich wie auf der Autobahn LKW ungebremst in Stauende reinbrettern können. Die Antwort ist ganz einfach: Den Fahrern wurde durch die Automatisierung so langweilig dass sie gar nicht mehr aktiv am Steuer sassen!

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Es ist bewiesen, dass bei durchgehend gleicher Geschwindigkeit das Großhirn abschaltet und die Reaktionszeiten zeigen. Ein Experiment in Australien zeigte auch, dass es mit Tempolimit deutlich mehr Unfälle auf dem Straßenabschnitt gab, vor allem durch Sekundenschlaf.

AAABER: Die ganze Diskussion ist Sinnlos.

Wer 130 fahren will, darf es ja gerne tun in D. Solange er noch die Rückspiegel nutzt und nicht den schnelleren Verkehr behindert/gefährdet.

Wer 200 fahren will, darf es ja gerne tun in D. Solange er noch aufpasst auf Schnarchnasen, die noch nie was von Regeln gehört haben.

Ich fahre meistens auf der Autobahn nicht schneller als 120. Nur in Ausnahmefällen mal 160-200. Darüber eigentlich nie, auch wenn ich es könnte. Aber eines stelle ich immer wieder fest: Nach einer halben Stunde 120 lässt die Konzentration rapide nach, ich lasse mich viel leichter Ablenken. Bei 200 führe ich keine Diskussion mit dem Beifahrer, bei 120 sehr wohl. Ich bin bei 120 abgelenkter und gebe dann oft auch nach einer halben Stunde mal kurz Gas, wenn frei ist, einfach, damit ich nicht in den gleich ablaufenden Trott verfalle. Danach bin ich wieder deutlich aufmerksamer. Eine Pause hilft auch, aber nicht in dem Maße, den Kopf-im wahrsten Sinne des Wortes-einfach mal Freizublasen.

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