höhe kosten einer auskunftsklage an den vermieter?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Die Kosten der Klage hängen vom Streitwert ab. Dieser wird vom Gericht festgesetzt. Danach richten sich die Prozesskosten (Gerichtsgebühren und Anwaltskosten).

Lasse dich von einem Rechtsanwalt beraten. Da du ihm Hintergrundinformationen (welche Auskunft und wofür benötigt wird) geben wirst, kann er beurteilen, ob dein geplanter Prozess Aussicht auf Erfolg hat und wie du verfahren mußt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
shogunx 17.06.2016, 10:26

ich hatte (zum glück?) noch nie etwas mit einem gericht zu tun.

trage ich auch bei erfolgreiche klage die prozesskosten, oder werden diese dann von der gegenseite übernommen?

0
Mignon4 17.06.2016, 10:29
@shogunx

Wenn du den Prozeß zu 100% gewinnst, dann bezahlt dein Gegner die gesamten Kosten. Sollte der Prozess beispielsweise durch einen Vergleich beendet werden, dann werden die Prozesskosten pro rata auf beide verteilt.

0
shogunx 17.06.2016, 10:43
@Mignon4

zählt dazu auch der "zweck" der auskunft, oder heißt "zu 100% gewinnen" hier einfach, dass der vermieter zur auskunft verpflichtet ist?

0
Mignon4 17.06.2016, 10:48
@shogunx

Zu 100% gewinnen, heißt, dass das Gericht voll und ganz zu deinen Gunsten entscheidet und der Vermieter die Belege vorlegen muß. Die Sterne stehen gut für dich. Du brauchst nichts zu bezahlen, wenn dir keine Nachweise vorgelegt werden. Dennoch birgt jeder Prozess ein Risiko. Das ist leider so.

0

Was möchtest Du von Deinem Vermieter erfahren?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
shogunx 17.06.2016, 10:25

es geht um die betriebskostenabrechnung.

doppelkostenansätze, falsche angaben über das gebäude an das finanzamt -> überhöhte grundsteuer usw.

bei der einsicht wurden mir nicht alle verlangten unterlagen vorgezeigt und auch nachträglich mit über einem monat frist für die nachreichung passierte nichts.

0
wilees 17.06.2016, 10:30
@shogunx

Bezahle nur die unstrittigen Nebenkosten und teile dies dem Vermieter mit.

Inwiefern siehst Du eine überhöhte Grundsteuer. Wird in dem Gebäude auch ein Gewerbe betrieben?

0
Mignon4 17.06.2016, 10:31
@shogunx

Deswegen brauchst du keinen Auskunftsprozess zu führen. Lasse dich vom Mieterschutzbund beraten. Wenn dir der Vermieter nicht alle Betriebskosten lückenlos nachweist, zahle einfach keine mehr, bis du alle Nachweise hast.

0
shogunx 17.06.2016, 10:35
@Mignon4

genau das habe ich getan. die betriebskosten wurden auch schon für 2014 nicht gezahlt, da die abrechnung einfach nicht korrekt war. gemeldet hat sich der vermieter deswegen lustigerweise auch nicht. 

der mieterschutzbund hat sich mit dem vermieter in verbindung gesetzt, aber dieser hat sich nicht gemeldet. die frist ist gestern ausgelaufen.

es ist nun auch so, dass mir sogar ein guthaben in nicht geringer höhe zustehen könnte. um dies zu klären muss der vermieter halt auskunft geben, was er nicht tut.

0
shogunx 17.06.2016, 10:39
@wilees

nach flächenaufteilung in der abrechnung sind im gebäude 51% wohnraum und 49% gewerbe.

trotzdem ist das gebäude im grundsteuerbescheid als "gewerbegrundstück" angegeben. es gab aber definitiv den umbau von geschäftsraum in wohnraum und diese nutzungsänderung hat der vermieter höchstwahrscheinlich nicht an das finanzamt gemeldet.

daraus ergibt sich eine enorm hohe grundsteuersumme.

im klartext: 750€ für 88m².

laut diesem urteil: 

http://www.bmgev.de/mietrecht/urteile/detailansicht/rueckzahlungsanspruch-bei-ueberhoehter-grundsteuer.html

bestehen sogar chancen, dass ich die zu viel gezahlte grundsteuer seit ungefähr 6 jahren anteilmäßig zurückbekommen könnte.

0
Mignon4 17.06.2016, 10:45
@shogunx

Ach so. Dann ist die Angelegenheit ja schon sehr weit fortgeschritten. Wenn sich der Vermieter nicht meldet, wenn du seit 2014 keine Betriebskosten mehr bezahlt hast, dann scheint wirklich etwas sehr faul zu sein.

Ich an deiner Stelle für mal einen Brief an das Finanzamt senden und den Sachverhalt mit den umgebauten Räumen und dem Verhältnis Gewerbe/Wohnraum schildern und auf die naive Art nachfragen, ob dieser hohe Grundsteuerbetrag rechtens sei.

Du wirst sicherlich keine Auskunft erhalten, weil das dem Datenschutz unterliegt. Aber sei sicher, dass das Finanzamt den Sachverhalt mit dem Vermieter klären wird. :-)

0
shogunx 17.06.2016, 10:51
@Mignon4

haha das ist ein sehr guter vorschlag :D

das werde ich auf jeden fall im hinterkopf behalten.

aber scheinbar werde ich vorher auch nicht um die auskunftsklage herumkommen, da sich der vermieter einfach komplett quer stellt, weil er wohl selbst weiß, dass er sich nicht rechtens verhält.

0
wilees 17.06.2016, 10:55
@shogunx

@shogunX  - Es ist Aufgabe des Vermieters für die richtige Berechnungsgrundlage zu sorgen. Also würde ich diesen Teil der NK-Abrechnung gar nicht bezahlen.

Das genannte Urteil ist zwar nachvollziehbar, jedoch auch einen Einzelfallentscheidung Somit wird Dir wohl der Gang zum Anwalt nicht erspart bleiben.

Eine Beratung dürfte maximal 250,-- Euro kosten, dann weißt Du aber ob Du eine Erfolgsaussicht hast. Und bei Erfolg zahlt die Gegenseite die Kosten. Erst einmal sind Deine Kosten somit überschaubar. Alles was Du vorher geklärt hast, mindert auch Deine Kosten. Ich denke auch, dass hier der Besuch beim Anwalt sinnvoller ist, als beim Mieterbund.

0
wilees 17.06.2016, 10:57
@Mignon4

Warum sollte das Finanzamt dies tun? Grundsteuern für gewerbliche Objekte sind höher.

0
shogunx 17.06.2016, 11:00
@wilees

den gedanken hatte ich auch schon. aber ich glaub dennoch ist der vermieter dazu verpflichtet nutzungsänderungen anzugeben.

zumindest ist er das in mietsache wegen dem gebot der wirtschaftlichkeit. 

0

frag nen Anwalt

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
shogunx 17.06.2016, 10:25

ganz ehrlich, solche kommentare kann man sich wirklich sparen. wozu ist diese seite denn da, wenn man hier nichts vorab fragen kann?

0

Was möchtest Du wissen?