Höhe des Existenzminimum l Teil 1?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich meine, dass die Sachbearbeiter im Jobcenter zuerst einmal besserr geschult werden müssen.

Außerdem müssen deren Kompetenzen erweitert werden- heißt, dass sie ggf andere offiziellen Stellen mit einbeziehen, wenn eindeutig Krankheit im Spiel ist- psychiche Erkrankungen, Suchterkrankungen, Überforderung durch das häusliche Umfeld usw. usf.

Außerdem müssen die Sachbearbeiter das häusliche Umfeld prüfen dürfen unter Zuhilfenahme von Sozialarbeitern, Jugendamt, psychosozialen Diensten.

Einfach nur nach Schema F verfahren ist nicht sinnführend!

Die meisten Hartz4 Empfänger/innen sind Alleinerziehende, die keinen Job in ihrem Beruf finden. Ich habe selbst erlebt wie schwierig das ist, wenn man Kinder hat und einen Beruf erlernt, der nicht "seven to five" abzukaspern ist. Ich bin Konditorin und wenn der Ofen voll ist, kann ich nicht weg, wenn ein heulendes Grundschulkind vor der Tür steht, das seinen Haustürschlüssel vergessen hat. Zumal sowieso alle schief gucken, wenn man ein achtjähriges "Schlüsselkind" hat...Aufsichtspflichtverletzung, Rabenmutter, bla bla bla....abgesehen davon hat mich eh keiner eingestellt, sobald er erfuhr, dass ich alleinerziehend bin!

Für alleinerziehende Mütter ist Hartz4, je nach Alter des Kindes, erstmal jahrelanger Dauerzustand- und DAMIT fängt das Elend an!

Deutschland ist kinderfeindlich! Und Kinder feinden sich in der Schule gegenseitig an- wer arm ist, kann nicht mithalten.

Und NEIN, natürlich ist der Hartz4 Satz in keinem Fall auch nur annähernd ausreichend um seine Kinder einigermaßen anständig "groß zu machen".

Das Geld reicht hinten und vorne nicht aus. In meinem ersten Hartz4 Jahr hatte ich für meine Tochter und mich 50.- wöchentlich für alle Ausgaben. Eine Einladung zum Kindergeburtstag bedeutete 10% vom Wochenbudget abpknapsen für ein Geschenk. DAS tat richtig weh, aber noch mehr hätte es weh getan, wenn mein Kind nicht hätte zur Geburtstagsparty gehen können.

Die erste Tafel im Ort eröffnete ein Jahr nach Einführung von Hartz4 ihre Pforten- was einer realen Erhöhung von fast 100% meines Wochenbudgets entsprach. Endlich konnte ich meinem Kind wieder neue Schuhe kaufen und musste keine getragenen von der Kleiderkammer mehr holen.

Von dem Satz müssen ja auch noch Strom und Telefon/Internet bezahlt werden. Eine Heizkostenerhöhung bedeutete ewige Rennerei, und immer mit der Drohung im Nacken, dass wenn die Kohle nicht rechtzeitig kommt, wird die Versorgung eingestellt.

Dieses ewige sich bis auf die Knochen "nackig machen müssen" ist psychisch ebenfalls sehr belastend. Und wenn der Sachbearbeiter dann auch noch ein A.... ist, dann hat man die A....karte gratis mir dazu.

Nicht nur das wenige Geld und die dadurch einhergehende oft falsche Ernährung machen einen krank, auch der permanente Druck und die Angst vor Sanktionen oder die Waschmascine könnte kaputt gehen.

Es müsste Fallbezogen geguckt und dann entschieden werden und zwar von empathischen Sachbearbeitern, die eine psychologische Schulung vorab erhalten, damit nicht die Wehrlosen durchs Raster fallen.

Für die unterschwellig immer mitschwingende Unterstellung, die Menschen würden gerne Hartz4 erhalten passt das schöne neuer Wort "Victimblaming" wie die Faust aufs Auge.

Klar gibt es auch die "Hartzer" die saufend auf der faulen Haut liegen und nicht wollen, aber dieser Prozentsatz ist verschwinden gering. Bezahlen müssen dafür die anständigen Leute, die weit in der Mehrzahl sind.

Genau wie bei der Impfdebatte. Ein paar Idioten verpassen einer großen Anzahl von anständigen Menschen ein mieses Image!

nur weil du mit geld nicht umgehen konntest, heißt es nicht, dass andere es nicht können. niemand schaut jemand schräg an, nur weil die kinder nach der schule selbständig allein nach hause gehen. das war schon zu meiner schulzeit so, dass der größte teil der kinder nach der schule und hort allein nach hause ging und das ab klasse 1 und auch allein zu hause war bis die eltern kamen. keine ahnung wo du probleme hast.

alg2 ist ausgelegt den grundbedarf sicherzustellen und das tut es. wenn du aufgrund zeitmanagemnets die falsche ausbildung gemacht hast oder eben falsche lebensentscheidungen triffst, sprich erst kind dann ausbildung ist das dein problem. dann sei dankbar das du mit alg2 unterstützt wurdest.

ein großer teil der alg2he geht arbeiten. ein nicht geringer teil hat einfach keinen bock und ist wie du nur am heulen und meckern. wenn du es besser kannst, bewirb dich im jobcenter und mach dort die ausbildung/studium. dann wirst du lernen, dass jobcenter immer fachübergreifend arbeiten, individualentscheidungen treffen und nicht nach schema f arbeiten.

es muss keiner alg2 bekommen. wer arbeit sucht wird sie auch finden. wer es nicht will, landet eben in alg2 und wer dann noch immer nicht will, landet irgendwann auf der straße

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@talena87

Komm mal von deinem hohen Ross herunter und hör vor allem mit deinen herablassenden, haltlosen Unterstellungen auf!

Wenn du "mit 50.- für 2 Personen in der Woche für alle Ausgaben auskommen" mit "nicht mit Geld umgehen können" gleich setzt, dann komm du mal mit so wenig aus. Ich habe es jedenfalls geschafft- mit einer Tochter im Grundschulalter!

Und von wegen "falsche Ausbildung"- wenn alle nur noch mit der Verwaltung von Arbeit Geld verdienen würden, dann macht am Ende keiner mehr die eigentliche Arbeit. Handwerk muss es auch geben. Wenn keiner mehr- mit deiner Begründung- Bäcker, Bauarbeiter, Pflege/Kümmernde Berufe erlernt, dann kann ich nur sagen: Armes Deutschland!

Vor den Kindern hat sich mein ahnungsloses Geschwurbel übrigens genauso angehört, wie der Sermon, den du da von dir gegeben hast. Als ich Kinder hatte, wurde ich schmerzhaft eines Besseren belehrt!

In der Industrie habe ich sogar ohne Ausbildung mehr verdient, als in den drei Berufen die ich erlernt habe!

In wirtschaftlich schwach strukturierten Gegenden gibt es oft mehr Menschen als Jobs. Ich hoffe, du wirst diese Erfahrung nicht machen müssen!

ein nicht geringer teil hat einfach keinen bock und ist wie du nur am heulen und meckern.

Oder vielleicht solltest du diese Erfahung doch mal machen! Vielleicht bist du danach nicht mehr so arrogant!

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@adianthum

du hattest nicht nur 50 euro pro woche, sondern regelsatz erwachsener und regelsatz der kinder, also troll hier keinen schwachsinn. wenn du mit geld nicht umgehen kannst, dann ist das deine schuld. wenn du in wirtschaftlich schwach strukturierten gebieten wohnst, ist das dein problem, dann zieh um oder orientiere dich um.

deine erfahrungen teilt sonst keiner der vernünftig wirtschaften kann.

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@talena87

Facepalm...

So einfach ist die Welt...zumindest deine....

Wie schön, dass es so schlicht gestrickte Gemüter gibt...

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Die 449,-- sind es ja nicht allein, es wird auch KDU gewährt, da kommt man schnell auf 1000,-- Euro für eine Einzelperson.

dann gibt es Geld für eine Erstausstattung, ggf. einen Zuschlag wenn krank oder schwanger etc.

Und mit 449,-- für LM leben wir in manchen Monaten auch, da wir kein Essen verschwenden und ab und an auch Apps nutzen, um der Lebensmittelverschwendung entgegen zu wirken.

Weihnachtsgeld wäre ein Schlag ins Gesicht derer, die arbeiten gehen und die KEIN Weihnachtsgeld erhalten. Davon gibt es sehr viele.

Diese Leistung wird aus Steuermitteln finanziert, daher ist es nur richtig, Leistungen, auf die man Anspruch hat anzurechnen, wie Kindergeld, Erziehungsgeld, Bafög etc.

Und mit 449,-- für LM

Viele bzw einige müssen aber hiervon 2 Personen(also sich und kein Kind) ernähren - gerade Alleinerziehende

und Kindergeld wird ja meines Wissens nach angerechnet was für Alleinerziehende das falsche Signal ist - wie ich meine.

Zudem ist es auch teils eine Zentrale Frage ob man als Alleinerziehende sich oder das Kind zu mindestens halbwegs gesund und ausgewogen ernähren kann wenn ~5,19€ /täglich vorgesehen sind bzw es entsprechend berechnet

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@Niklas9326

Vo EINEM Regelsatz müssen sich NIE 2 Personen, die bedürftig sind ernähren. Kindergeld ist eine Einnahme des Kindes, die dessen Anspruch kürzt. Wer bedürftig ist, zahlt für das Mittagessen den Kindes in der Kita oder der Schule nichts und da bekommen diese ausgewogenes Mittagessen.

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Der aktuelle Regelsatz von 449 € ist ja nur der Grundsockelbetrag. Hinzu kommt die Übernahme von Unterkunft und Heizung (deswegen redet "das Amt" da auch mit) und natürlich der Mehrbedarf, z.B. für Alleinerziehende, Schwangere, Behinderte, Spezialnahrung, Warmwasser, sowie einmalige Leistungen zu Wohnungsausstattung, Haushaltsgeräten, Kleidung, Schwangerschafts- und Geburtsartikeln und Hilfsgütern bei Krankheit und Behinderung. Für Kinder gibt es Gutscheine, damit sie trotz allem auf Ausflüge mit können, eine musische Bildung bekommen usw.

Wenn man in Deutschland so krank oder behindert ist, dass man nicht arbeiten kann, erhält man Berufsunfähigkeits- oder Arbeitsunfähigkeitsrente (teilweise freiwillig). Pflegende Angehörige 700 Euro Pflegegeld und die Krankenkasse kommt für vieles zum Pflegebedarf auf.

Beim ALG II ist es ja so, dass man ohne etwas zu tun das Geld bekommt. Da kann man nichts erwarten. Es geht nur darum, dass die Menschen ein Minimum Leben haben.

Wenn Du möchtest, dass die Menschen mehr Geld bekommen, dann zahle mehr Steuern! Die bekommen unser Geld! Im letzten Jahr über 21 Milliarden Euro. Eine Erhöhung von "nur" fünf Euro (was wirklich nicht viel ist) bedeutet bei über 3,7 Mio. Hartz IV Empfängern über 18,5 Mio. Mehrausgaben pro Monat oder 222 Millionen pro Jahr. Wo soll das Geld herkommen? Stimmt! Von uns. Also erhöhen wir die Steuern auf Lebensmittel? Benzin (da fällt es ja eh grad nicht auf)?

Wir zahlen alle genug Steuern. Nur viele Steuern gelten nicht der Allgemeinheit.

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Wenn man in Deutschland so krank oder behindert ist, dass man nicht arbeiten kann, erhält man Berufsunfähigkeits- oder Arbeitsunfähigkeitsrente

Und wie ist es wenn man bspw 30-35 ist und man z.b mit 20 Jahren Maurer oder ähnliches 8-13 Jahre gemacht hat und es körperlich nicht mehr geht aber auf der anderen Seite arbeiten will sowie von den Beitragsjahren bezogen kaum zum Leben reicht

wie ist dann die Situation?

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Ich finde es gehört einiges geändert. Lebensmittel, Mieten, grundversorgung dürfen nicht 30% des Gehaltes übersteigen. Momebtan ist es aber so, dass allein die Miete 60% des Gehaltes übersteigt. Das ist in meinen Augen pervers.

Es ist nämlich völlig egal wie hoch die Beträge sind, wenn dann alle Preise in die Höhe schießen.

Dann sollte man für 20 Stunden die Woche auch mehr verdienen als das ALG beträgt. Immerhin ist es Arbeit. Und nicht jeder will oder kann 40 Stunden die Woche arbeiten gehen. Warum sollte man dann überhaupt arbeiten gehen, wenn man für 20 Stunden weniger bekommt als vom Arbeitsamt. Das ist total hirnrissig und dumm.

Dann gehören die Gehälter angepasst. Jemand der körperlich schwere Arbeit verrichtet darf nicht weniger verdienen als ein Gelehrter.

Fakt ist, dass dieses system euch nur vorgaukelt, dass es sich um die schwächsten der Gesellschaft kümmert.

Ich denke, zu den 449.- kommen noch andere Leistungen dazu.

Nothilfe, Mindestgelder usw. sind nicht dazu da, sich damit langfristig zu versorgen. Es sind Gelder, die einem helfen sollen, eine Lücke im Leben zu überstehen. Das Ziel ist in jedem Fall, dass man sich ins Berufsleben zurück kämpft um daran teil zu haben.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Mitglied der schweigenden Mehrheit.

Da denkst du völlig falsch.

Vor meinen Kindern habe ich auch immer getönt: Wer arbeiten will, der findet auch Arbeit.

Aber nicht als Alleinerziehende!

Oder erzähl das mal einem 59jährigen Bauarbeiter, der mit kaputten Knochen zuhause sitzen muss, und gerne würde, wenn er denn noch könnte!

Volle Altersbezüge? Never ever...vorher schon nicht besonders gut bezahlt, dann Frühverrentung, vielleicht noch die letzten paar Raten vom mühsam ersparten Häuschen abbezahlen müssen...

Erst Hartz4, Erwerbsminderungsrente, dann Frührente, dann Grundsicherung, Tafel...und wenn der Rücken noch mitspielt, etwas Gemüse aus dem eigenen Garten... und wehe er wohnt außerhalb und das Auto geht kaputt...

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@adianthum

Merke; Augen auf bei der Berufswahl.

Nicht jeder muss Bauarbeiter sein, vielleicht war es die üppige Bezahlung.

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@schleudermaxe

Warum sollte man irgendwas arbeiten, was man nicht will? Ich persönlich habe auch darauf gewartet bis das gekommen ist, was ich auch machen möchte. Es gibt nix schlimmeres als jahrelang etwas zu tun, was einen nur nervt.

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@Mollywolly

Bei Millionen von freien Stellen, seit Jahren schon, ist natürlich nicht für jeden etwas dabei, das leuchtet ein.

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@schleudermaxe

Denk dran, die Arbeit begleitet dich einige Jahre , das muss man sich aussuchen. Etwas jahrelang zu machen was einen nur ankotzt macht auf Dauer krank

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@adianthum

auch alleinerziehende finden arbeit, wenn sie es denn wollen. auch der bauarbeiter kann mit 59 arbeit finden. er muss sich einfach drehen und für veränderung offen sein.

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@talena87

Warum kann man mit 59, eh schon völlig ruiniert, nichr in Pension? Der 59-jährige hat sich doch eh kaputt gerackert. Es wäre fair diese Person in seine wohlverdiente Pension zu schicken. Meiner Meinung nach vermiest dieses system einem das arbeiten. Arbeit selbst ist was natürliches, gesundes und völlig normales. Aber nicht so, wie es dieses system vorschreibt. Stundenlang vor dem PC zu sitzen und irgendwas herumzuschreiben ist sicher nicht gesund. Am Feld zu arbeiten an der frischen Luft ist sicher Gesünder. Dann kommt dazu, dass man quasi dazu gezwungen ist 40h zu arbeiten, weil man mit 20h zb fast nix verdient. Jede alleinerziehende Mutter würde wshl gerne 20h die Woche arbeiten. Aber der lohn rentiert sich einfach nicht. Da kriegt man vom Arbeitsamt meistens mehr bezahlt. Also wenn hier was falsch rennt, dann ist es das system. Ich bin froh, dass ich Zeit zum umdenken hatte. Corona hat nicht nur negative Seiten.

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