Hochzeit von Germanen

...komplette Frage anzeigen

1 Antwort

http://www.germanen-und-roemer.de/lex027d.htm

*Hochzeit und Ehevertrag

Die germanischen Frauen wurden in jungen Jahren mit einem von ihren Eltern für sie ausgesuchten Mann verheiratet. Diese Ehe war unfreiwillig und jede Wehr dagegen zwecklos. Dieser sogenannte Ehevertrag beruhte nicht auf Liebe, sondern rein auf Basis von Besitzvergrößerung . Häufig geschah es, dass die Frauen ihren zukünftigen Bräutigam erst am Tage der Hochzeit zu Gesicht bekamen. Um den Vertrag zu vollenden, zahlte die Familie des Mannes der Familie der Frau eine bestimmte Anzahl an Vieh oder Getreide.

Stellung von Mann und Frau

Der Mann spielte die dominante Rolle in der Ehe, die Frau war im vollkommen untergeben. Es war ihm erlaubt seine Ehefrau zu verstoßen, sie töten zu lassen oder sich eine andere Frau neben ihr zu nehmen. Sie war quasi sein erworbener Besitz und er erhielt keinerlei Bestrafung für das, was er tat.

Ehebruch

Die Frau wurde für ein Vergehen wie Ehebruch aufs härteste bestraft, je nach der Art der Bestrafung die ihr Mann wählte, konnte sie z.B. mit abgeschnittenen Haaren, nackt vor allen Verwandten aus dem Haus gejagt werden oder mit Ruten ausgepeitscht werden.*

Quellen: Reichardt, Hans, Die Germanen (Was ist was Bd. 62), Nürnberg 1978, S. 24

Was möchtest Du wissen?