Hochzeit, Kind aus erster Ehe, Gütertrennung/Testament?

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7 Antworten

Oder wird das gar nicht geschehen?

1.) Der Unterhaltsanspruch des Kindes hängt in der Regel nur vom Einkommen des Elternteils ab, der das Kind nicht betreut. Nur bei extremen Einkommensunterschieden kommt eine Beteiligung des betreuenden Elternteils am Barunterhalt in Betracht.

2.) Eine Ehe änder nichts an den Vermögensverhältnisen. Ein häufiger Irrtum ist, das jedem Ehegatten irgendwie die Hälfte des gemeinsamen Vermögens gehört. Das ist aber grundfalsch. Es gibt in der Ehe a priori kein gemeinsames Vermögen. Jeder Ehegatte hat sein eigenes Vermögen. Gemeinsame Vermögensgegenstände, sind wie bei Unverheiratenten möglich, oder durch einen notariellen Ehevertrag. Erst beim Ende der Ehe wird der Zugewinn ausgeglichen (Zugewinngemeinschaft).

3.) Stribt ein Ehegatten, dann vererbt er sein Vermögen. Das Vermögen des überlebenden spielt in der Regel keine Rolle. Außnahme ist der reale Zugewinnausgleich, wenn der Überlebende die Erbschaft ausschlägt oder enterbt wurde.

4.) Ein Erbrecht haben nur leibliche Kindern, es sei denn, sie setzen das Kind explizit als testamentarischen Erben ein.

Was wäre wenn das Kind beschließt doch bei der Mutter zu leben, kann dann mein Gehalt komplett mit eingerechnet werden?

5.) Jain. Sie sind dem Kind Ihres Mannes nicht zum Unterhalt verpflichtet. Allderings hat die Ehe möglicherweise Auswirkungen auf den Unterhalt. Denn durch die gemeinsame Veranlagung kann sich die Steuerlast ihres Mannes reduzieren. Und Ihr Mann ist u.U Ihren gegenüber zum Unterhalt verpflichtet.

Wenn du das Haus kaufst, dann stehst du auch im Grundbuch. Du könntest deinen Mann in spe, dann eintragen lassen, allerdings würde dann Erbschaftsanspruch von diesem Kind bestehen. Damit kein Erbschaftsanspruch entsteht, kannst du deinem Mann in spe Wohnrecht auf Lebzeit geben (im Testament angeben), dieses kann nich vererbt werden. Er hat Wohnrecht in diesem Haus bis er tot is und das Kind kein Recht an dem Haus.

Soweit ich weiß, muss die Mutter trotzdem weiterhin Unterhalt zahlen, es sei denn, du würdest das Kind adoptieren, wobei die Mutter zustimmen müsste.

Wenn du das Haus für dich allein kaufen möchtest, empfiehlt es sich, zum Notar zu gehen und da die Gütertrennung klarzumachen.

Bestehe auf Gütertrennung und ein Testament. Da Ihr noch nicht verheiratet seit, bis Du nicht verpflichtet, auch nur einen Cent für ein fremdes Kind zu zahlen. Du solltest Dir das nicht bieten lassen, daß die EX sich auf Deine Knochen ein schönes Leben macht. Zieh vor das Familiengericht. Die werden der Mutter Beine machen.

Serali 23.01.2013, 10:14

Das Problem ist nur das ich es nicht über das Herz bringe die beiden "ersaufen" zu lassen, auch wenn das Kind ziemlich undankbar ist aber das ist nicht meine Natur oO Auch wenn ich das schon oft gesagt hab das es mir auf den Wecker geht, sie arbeitet gerade mal 15Stunden die Woche und macht sich bei Ihrem neuen ein schönes Leben und wir... Naja... Aber danke für die Tipps ich werde mein bestes geben ^.^

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jimpo 23.01.2013, 10:44
@Serali

Lass Dich von der EX nicht ausnutzen. Die nutzt Deine Gutmütigkeit aus und das solltest Du nicht zu lassen.

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der Unterhaltsanspruch seines kindes wird von seiner wieder-heirat nicht berührt. und wenn DU von deinem geld ein haus kaufst, lässt du es bitte auf dich alleine im grundbuch eintragen. dann gehört es dir, ende. dein mann wohnt sozusagen kostenlos bei dir. sein kind ist nicht erbberechtigt. und du machst sofort nach dem kauf bei einem notar ein testament, wie es dann weiter geht.

Wende Dich mit Deinen Fragen direkt an einen Anwalt, der auch gleichzeitig Notar ist. Nur der kann im Einzelfall nach Erörterung der Sachlage eine passende Antwort geben. Sei nicht böse, aber die Frage ist viel zu komplex für das geneigte Forum und vor allen Dingen betrifft es Deine Zukunft.

Ohja! Ich kann dich verstehen!

Wenn die keinen Unterhalt zahlt, könnt ihr sie pfänden lassen. Unterhalt geht allem anderen vor!

Wenn du das Haus kaufst, dann kann dein Zukünftiger darin wohnen. Er wird aber kein Eigentümer. Somit hat das Kind keinen Erbanspruch.

Auf alle Fälle solltet ihr einen Ehevertrag abschließen. Du siehst ja, dass nix ewig hält!

Wenn es über den Anwalt läuft, solltst du dem Druck machen. Der schebt die Akten vermutlich nur hin und her.

Du mußt eigentlich gar nichts hinzuzahlen. Wenn der Vater nicht ausreichend verdient, dann muß er zum Sozialamt gehen und sich auf den ausständigen Unterhalt einen Vorschuß holen.

Liste auch alle Ausgaben, die du getätigt hast auf und mache die geltend.

Warum sollte das Kind zu seiner Mutter zuück wollen?

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