Hochsensible Menschen und Gefahr einer psychischen Krankheit?

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Hochsensible Menschen sind meistens sehr gebildet haben eine wahnsinns Gespür, sind Kreativ, sind sehr Tolerant, und sehen die Welt mit anderen Augen. Es kann daher natürlich sein, dass sie deswegen keinen gleichwertigen Gesprächspartner finden und gefahr laufen, irgendwann zusammenzubrechen. Doch mit der zeit sind sie gezwungen sich eine Rüstung anzulegen, wo alles abprallen kann. man trifft solche menschen nicht an jeder Strassenecke.

@ REalito:

Die "Rüstung", an der alles abprallt: Das hört sich an wie der von W. Reich beschriebene Gefühls- / Charakterpanzer des typisch neurotischen zivilisierten Menschen.

Aber in den letzten ca. 6.000 bis 10.000 Jahren haben die Menschen der zivilisierten Gesellschaft die bessere Strategie in dieser wichtigen Frage verlernt und bedienen sich - als mehrheitlich nicht wirklich Erwachsene - einer viel schlechteren Strategie: Sich abtrennen von den Gefühlen, entsprechende Ereignisse abwehren oder ausblenden bzw. sie verdrängen. Das jedoch macht irgendwann krank.

Siehe meinen TIPP "Kollektive Zivilisations-Neurose / Krankheit der Gesellschaft". Diese Störung ist auch unabhängig vom Kollektiv im Einzelfall jederzeit heilbar.

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@heureka47

Man muss seine Veranlagerungen unterdrücken. Wenn man sie akzeptieren lernt, sie auslebt, offen und ehrlich zu anderen und sich ist, findet man schneller Gleichgesinnte, als man denkt, und dann fühlt man sich auch nicht so einsam ;) Man man was unterdrückt macht man sich und seine Umwelt was vor, so fühlt man sich gerade nicht wohl.

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Die Mitte zu finden ist die Aufgabe meines Lebens. Alles was ohne Maas ist ist nicht gut. Die Hyposensibilität hat einfach 2 Seiten. Bestimmte (Insel)Begabungen, dafür aber nicht so "robust" in anderen Bereichen. Hinter der Hyposensibilität kann man sich natürlich verstecken um nicht Konflikte aushalten zu müssen. Andererseits merkt man dass man viele Dinge schwerer nimmt als Andere und kennt sich ja nur so. Es ist schwer das anzunehmen wenn die Gesellschaft eigentlich genormte Menschen will. Fröhlich, heiter und immer funktionierend. Nichts persönlich nehmen. Nie sich sagen dass gar kein "immer" existiert weil sich alles ändert...Früher konnten Hypersensible Männer bestimmt Philosophen sein. Wer sonst hatte die Muse über das Dasein nachzudenken. Aber es gibt ja auch objektive äußere Merkmale der Hypersensibilität wie eine erhöhte Reaktion auf Medikamente die "normale" Menschen nicht so ausgeprägt haben. Und es sollen 20 Prozent der Bevölkerung sein, die meisten wissen es gar nicht selbst.

Ein gewißes Maß an Sensibiltät ist ganz bestimmt nicht schlecht, ein Zuviel ist schädlich: Man geht damit unter und belastet seine Umwelt damit!

Leider bin ich mir nicht im Klaren, ob Sensibilität nicht auch ein Vorwand sein könnte, weil man sich beispielsweise dem Alltag nicht stellen und daher alles auf jemanden abschieben möchte, der sich darum kümmert: Auseinandersetzungen mit Chef, Kollegen, Kunden, Vermieter, Nachbarn etc.! Ich habe leider (!) so manchen Sensiblen dieser Art kennenlernen dürfen!

Diese Art von Sensibilität meinte ich nicht.

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Erzählt von euch und eurer Hochsensibilität :)

LG Jana

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