Hochschulstudium trotz Abitur 1,0?

10 Antworten

Das wichtigste ist, dass du das machst, was du machen willst!

Eine Hochschule ist micht schlechter als eine Uni. Ich persönlich sehe in Hochschulen einen Vorteil da dort viel mehr Praxis angewendet wird und generell eine entspanntere Stimmung herrscht.

Und letztenendes hat dich keiner gezwungen ein 1,0er Abi zu machen, obwohl das für das was du machen willst nicht notwendig zu sein scheint, oder?

Mach was dir am Herzen liegt!

LG

OK. Drehen wir den Spieß einmal um:

Womit verschwendet du denn dein 1,0er Abitur nicht?
Vermutlich mit einem Medizin-Studium? Weil du nur da mit einem 1,0er Abitur sicher einen Studienplatz bekommst.

Wirst du damit glücklich, weil du eigentlich "nur" "Luftfahrtsystemtechnik und -management" studieren willst?

Ich glaube, solche Fälle gibt es öfter. Da wird Medizin nur deswegen studiert, weil man es kann und man meint, damit Chancen zu nutzen, die andere nicht haben. Genau aus so einem Grund wird ein Studium dann gerne auch geschmissen.

Fazit:
Freu dich über die gute Note und darüber, dass dir damit *alles* offensteht. Du kannst damit Maurer werden oder Bankkaufmann, du kannst Medizin studieren oder Luftfahrtsystemtechnik. Was du daraus machst, ist deine Sache. Verschwendet wäre es nur, wenn du etwas anfängst, weil du denkst, du musst damit zwingend etwas tun, nur weil man es kann.

Macht doch nichts - ich habe das gleiche Abitur wie du und habe dann einen Studiengang studiert, für den man gar keinen NC braucht. Ich war mit Kommilitonen im Kurs, die ein 3er-Abitur hatten; als Verschwendung empfand ich es gar nicht. Ich habe mich damals sehr über meine Note gefreut und war motiviert, mich auch im Studium anzustrengen. Ich hatte mich schon an lernintensive Phasen gewöhnt und deswegen fiel mir das Studium auch leichter.

Übrigens kannst du schauen, ob für dich jetzt Stipendien in Frage kommen - dann lohnt sich deine Note sogar finanziell.

Wichtig: Studier das, was dir gefällt, was dir Freude bereitet, was dein Leben bereichert. Ein Gebiet, auf dem du dich später siehst.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Verschwendung, wenn Du unbedingt Pilot werden willst!

LH setzt ja für eine Pilotenausbildung "nur" die allgemeine Hochschulreife voraus - ohne bestimmte Note. Was jetzt für für die HS Bremen gilt, weißt Du sicher besser als ich.

Aber ... später im Betrieb ist es egal, ob Du irgendwann man ein Einser-Abitur gemacht hast oder nicht. Vielleicht ist es wichtig für einen Schreibtischjob im Falle einer immer möglichen Flugunfähigkeit. Aber da zählt eher das Studium als eine jahrelang zurückliegende Schulnote.

Ich fände es jetzt sinnvoller, mit so einem guten Abitur ein "normales" Studium zu absolvieren und sich dann bei LH oder einer Airline oder einer Flughafengesellschaft zu bewerben und dort gleich den Einstieg in die Entwicklungsabteilung oder ins Betriebsmanagement zu machen.

Ich kannte in meiner langjährigen Tätigkeit in der Hauptabteilung"Crewtraining und Trainingstandards" bei LH genug Piloten, die ein Studium absolviert hatten - einige sehr wenige sogar eine Doktorarbeit im Bereich Medizin bzw. Ingenieurwesen.

Aber die meisten, weit über 90 %, hatten eben kein Studium.

Meiner Meinung nach ist es also verschwendete Zeit, aber wenn Dir der Pilotenjob am Herzen liegt, wirst Du es sowieso so machen, wie Du es beschrieben hast. Die Entscheidung selbst kann Dir niemand abnehmen.

Du verschwendest dein Leben viel eher, wenn du etwas machst, das du nicht willst, nur weil du denkst, du musst deinem 1,0 Schnitt gerecht werden.

Ich kenne Leute, die hatten ebenfalls 1,x Schnitte, haben dann angefangen, Medizin, etc. zu studieren und haben es nach vielen Jahren abgebrochen, weil sie gemerkt haben, dass sie damit nicht glücklich werden.

Mach das was DU für richtig hältst. Es ist dein Leben und nicht das der Gesellschaft.

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