Hochbeet bauen

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Hochbeet selber bauen Intro

Hochbeete lassen sich sehr bequem bearbeiten, sie erschweren Schnecken den Zugang und liefern durch ihre spezielle Befüllung wesentlich höhere Erträge als herkömmliche Beete.

Des Weiteren sind Hochbeete besonders für Leute mit Rückenproblemen eine ideale Alternative zu den üblichen Gemüsebeeten, da man nicht stundenlang gebückt arbeiten muss.

Nun mögen viele Leute denken, so ein Hochbeet ist eine unglaubliche Arbeit und auch völlig instabil, wir von selbst beweisen Ihnen das Gegenteil.

Mit kleiner Fläche große Erträge - so einfach könnte man ein Hochbeet beschreiben.

Mit so einer Kulturmethode können Sie zwei- bis dreimal so hohe Erträge erzielen wie auf einem herkömmlichen Beet gleicher Größe und all das sogar noch auf einer bequemen Arbeitshöhe. Solche Hochbeete werden nicht nur einfach mit Garten- oder Pflanzenerde befüllt, sondern dazu noch systematisch aufgeschichtet mit Ästen, Zweigen, Grassoden, Laub, Kompost und Erde. Durch das Verrotten dieser organischen Substanzen entsteht Wärme und die Saat keimt schneller und früher, was höhere Erträge beschert.

Schritt 1:  Aufbau und Bestandteile eines Hochbeets

Ganz unten kommt eine Lage dünner Zweige, darauf Laub und Grassoden, darüber Stallmist, den man bei Bauernhöfen und Reitställen bekommen kann und dann gute Gartenerde. Die letzte Schicht besteht aus einer Mischung aus Kompost und Erde.

Statt einer Holzeinfassung haben wir eine eher moderne, dauerhafte Variante gewählt:

vier 50 x 50 x 50 cm große aneinandergereihte Gabionen-Boxen aus beschichtetem Stahldraht. Sie haben eine Maschenweite von 10 x 10 cm. Damit die Erde nicht dazwischen durchfällt, wurden die Seitenwände mit Kokos-Mulchmatten von der Rolle ausgekleidet.

Die Gabionen-Boxen sind für den Transport flach zusammengelegt und außerdem bereits vormontiert, sie sind einfach aufzubauen und lassen sich mittels beiliegender Spiralen prima fixieren. Mitgelieferte Spannanker stabilisieren das Hochbeet.

Solche Gabionen können Sie in verschiedenen Größen in Baumärkten beziehen. Die Mulchmatten aus gekräuselter, mit Naturlatex gepresster Kokosfaser sind biologisch abbaubar und ursprünglich als Wärme- oder Unkrautschutz zum Abdecken frisch angelegter Beete gedacht, die 150 cm langen Rollen sind, 50 bzw. 100 cm hoch und in Garten- und Baumärkten erhältlich.

Schritt 2:  Das Material

Das Material für die Hochbeete: Gabionen-Box 50 x 50 x 50 cm und Kokosmatte 150 x 50 cm

Schritt 3:  Ausheben der Stellfläche für das Hochbeet

Nun müssen Sie die Stellfläche für Ihr Hochbeet (200 x 50cm) mit Pflöcken und Richtschnur abstecken, das Erdreich muss 10cm tief abgetragen werden. Hierzu eignen sich verschiedene Schaufeln.

Schritt 4:  Aufstellen und Verbinden der Gabionen

Nun die Gabionen aufstellen und mit Hilfe der dazu gehörigen Spiralen verbinden.

Dazu einfach die Spiralen im Uhrzeigersinn mit den Gabionen verdrehen

Schritt 5:  Ausschlagen der Seitenwände

Da es alles Andere als toll wäre, wenn zu den Seiten die Erde herausfallen würde, müssen die Seitenwände mit Kokosmatte ausgeschlagen werden.

Schritt 6:  Befüllen des Beetes

Nachdem das komplette Beet seitlich mit den Kokosmatten abgedeckt ist, muss es befüllt werden (Schichten siehe 1. Schritt).

Schritt 7:  Stabilisierung der Gabionen

Damit das Ganze ein wenig stabilisiert wird, setzt man einfach bei jeder Gabione mindestens einen der mitgelieferten Spannanker ein.

Schritt 8:  Befüllen mit Erde

Danach den am Anfang ausgehobenen Mutterboden einfüllen, als oberste Schicht verwendet man hochwertige Pflanzerde.

Schritt 9:  Aufsetzen des Deckels

Den eigentlich als Boden vorgesehenen Deckel umklappen und mit den Spiralen rundherum fixieren.

Schritt 10:  Bepflanzen des Beetes

Nun können Sie das Hochbeet bepflanzen, wie hier zu sehen mit Gemüse, Kräutern und Salaten.

Schritt 11:  Optimales Wachstum der Pflanzen

Wichtig für ein gesundes Wachstum von Obst, Gemüse und Kräutern sind regelmäßiges Wässern ...

Schritt 12:  Ihr Hochbeet ist fertig.

... und eine ausreichende Nährstoffversorgung mit speziellem Gemüsedünger, dann gibt’s reiche Ernte in Ihrem eigenen Hochbeet.

So ein Hochbeet mag ein bisschen anstrengend anzulegen sein, aber die Erträge sprechen für sich und Ihr Rücken wird es Ihnen danken!

Weitere Anleitungen rund um Garten und Haus finden Sie auf selbst.de!

http://www.expli.de/anleitung/hochbeet-selber-bauen-3500/

Danke für den Stern!

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Hallo,

ja, wir haben Erfahrungen damit, da wir solche Hochbeete auch vertreiben und selbst herstellen :o) Kokosmatten kann man in der Tat aus Außenwand hernehmen, man muss nur folgende Dinge beachten:

  • Die Matten müssen abtrocknen können, sonst verrotten Sie!
  • Es darf nur wenig Bodenkontakt geben -> ebenfalls Verrottungsgefahr
  • Achten Sie auf die richtigen Kokosmatten!

Zu letzterem: im Einzelhandel findet man solche Matten auch als Anti-Rutsch-Matten (eine seite ist leicht mit Naturstoffen gummiert).

Wir haben in unserem Mustergarten selbst Hochbeete aus Kokosmatten aufgebaut und testen so die Haltbarkeit. 2 Jahre und den letzten Harten Winter haben die Matten schon ausgezeichnet überstanden! Hier einige Modelle (Sortiment wird derzeit überarbeitet): http://www.gartenallerlei.de/Hochbeete-aus-Naturstoffen

Sollten Sie trotzdem irgendwann reißen heißt es: neu aufbauen. Auch ein normales Hochbeet sackt mit der Zeit zusammen und muss neu aufgeschichtet werden -> diese Schritte kann man so kombinieren.

Ich habe nur Erfahrungen mit der Verwendung von Holz.

So gehts es:

Vorteile:

Die Vorteile eines Hochbeetes sind in wenigen, aber überzeugenden Punkten zusammengefasst: es ermöglicht ein ideales Gärtnern ohne Bücken und einen bis zu 3 mal höheren Ertrag durch die bessere Erwärmung des Beetes, welche in der Sonneneinstrahlung von mehreren Seiten und der Verrottungswärme der Befüllung des Beetes Ihren Grund findet. Daher kann im Frühling ca. 4-6 Wochen früher bzw. im Herbst 4-6 Wochen länger geerntet werden – und das ohne chemische Düngung durch die natürliche Nährstoffzufuhr aus der Befüllung. Auch der Befall von Ungeziefer (zB. Schnecken) und Unkraut wird eingedämmt. Mit einem feinmaschigen Maschendraht unter dem Hochbeet lassen sich sogar Maulwurf und Wühlmaus fern halten.

Der Anbau von Gemüse ist im Hochbeet auch auf ungünstigen Böden, felsigem oder gepflasterten Untergrund und selbst auf einem Balkon möglich. Lange Haltbarkeit und der Einsatz als Blickfang im Garten oder als Abgrenzung und Gestaltungselement in Höfen überzeugen auch den Hobby- und Balkongärtner. Materialien:

Hochbeete werden in der Regel aus langlebigen, behandeltem Holz (zB. Douglasienholz) hergestellt, welches der natürlichen Verrottung weniger stark ausgesetzt ist wie einfache Weichhölzer. Eine Innenverkleidung aus PE-Folien ergänzt die Ausstattung. Durch den in der Regel sehr einfachen Steckaufbau ist es möglich, das Hochbeet nach ca. 4-6 Jahren (danach ist der Verrottungsvorgang der Befüllung abgeschlossen) abzubauen, umzusetzen und wieder neu aufzubauen. Natürlich sind auch Produkte aus Kunststoff, Edelstahl und in Gabionenform erhältlich.

Aufbau:

Um eine optimale Ausnutzung der Sonneneinstrahlung zu nutzen, legt man das Hochbeet idealerweise in Nord-Süd-Richtung an. Zuerst sollten Sie einen feinmaschigen Maschendraht (verzinkt) unter dem Hochbeet auslegen, welcher das Eindringen vom Wühlmäusen und Maulwürfen verhindert.

Nun sollte man – bei Anlage auf Grasboden – den Bereich, indem das Hochbeet aufliegt, zum Schutz gegen Feuchtigkeit ca. 10-20 cm tief ausgraben und mit Kies mittlerer Körnung auffüllen. Sie können aber auch Betonpflastersteine auslegen, welche mit einem Streifen Mauersperrbahn zum Schutz gegen Feuchtigkeit belegt werden. Dann wird entsprechend der Herstelleranleitung das Hochbeet aufgebaut.

Anschließend sollte das Hochbeet zum Schutz vor Feuchte und zur Hinterlüftung der Holzbohlen mit einer Grundmauernoppenbahn aus PE (Noppen zeigen zum Holz / nach außen) ausgekleidet werden.

Befüllung:

Befüllt wird ein Hochbeet nach diesem Schema mit jeweils ca. 20cm hohen Schichten: 1. Schicht: etwas gröbere Äste – darauf kleinere Zweige und Sträucherschnitt 2. Schicht: zB. Grünabfälle, Laub, Grassoden aber auch Pappkarton 3. Schicht: unverrotteter Kompost oder Mist als natürlicher Dünger 4. Schicht: fertige Komposterde und Garten-/ Humuserde gemischt im Verhältnis 1:1

Fertig! Nun können Sie mit dem bepflanzen beginnen und hoffentlich bald die erste Ernte einfahren.

Abmessungen und Preise:

Verfügbare Abmessungen richten sich nach dem Hersteller. Hier nur einige Beispiele: Standart-Beet (LxBxT): 2,5m x 1,20m x 0,75m Balkon-/ Kräuter- oder Blum-Hochbeet (LxBxT): 1,0m x 0,60m x 0,60m Die Preise beginnen bei ca. 50,- € – richten sich ganz nach den verwendeten Materialien, Gestaltung und Abmessungen und können für qualitativ hochwertige Ausführungen auch mehrere hundert Euro betragen.

Quelle: http://www.garten-freunde.com/hochbeet-anlegen/4245

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