Hitzetod durch Entropie

5 Antworten

Entropie ist etwas anderes als Wärme.

Jede Form von Energie kann vollständig in Wärmeenergie umgewandelt werden, dabei entsteht Entropie, aber nicht aus Energie, sondern dadurch, dass eine "edlere" Energieform in eine "unedlere" umgewandelt wird.

Das Entropiemaximum ist erreicht, wenn thermisches Gleichgewicht erreicht ist, nicht, wenn die Temperatur möglichst hoch ist.

Der sogenannte "Wärmetod" bedeutet nicht, dass das Universum an zu großer Hitze stirbt, sondern an zu geringer verfügbarer Energie - wenn alle Energie in Wärmeenergie umgewandelt ist und zwar zu derselben Temperatur, gibt es keine nutzbare Energie mehr.

Damit ist aber immer noch nicht erklärt, warum es nicht immer wärmer wird. Für unser im Vergleich kleines Sonnensystem ist das Universum immer noch riesig und kalt, sodass die Energie, die unsere Sonne abstrahlt, ohne merkliche Temperaturerhöhung geschluckt werden kann. Außerdem sieht es so aus, als dehne sich unser Universum ständig aus, sodass die vorhandene Energie sich auf einen immer größeren Raum verteilt, wodurch es kälter wird.

Noch eine Bemerkung zum Wärmetod: Es gibt auch die Auffassung, dass das Universum, weil es sich ständig ausdehnt, auch immer mehr Entropie aufnehmen kann, sodass es immer weit genug vom thermischen Gleichgewicht entfernt bleibt. Aber da kenne ich mich nicht mehr aus.

Woher ich das weiß:Hobby – seit meiner Schulzeit; leider haupts. theoretisch

Deine Theorie würde vllt stimmen, wenn immer mehr Energie in das Universum hineinströmen würde. Das geschieht nicht, es ist 'geschlossen' und hat seit Anbeginn dieselbe Menge an Masse-Energie (ca. 10 hoch 53 kg ohne dunkle Materie und dunkle Energie). Da das All sich ausdehnt, verteilt sich die Energie auf ein immer größeres Volumen. Kurz nach dem Urknall war die Temperatur 10 hoch 32 Kelvin; 300 000 Jahre später „nur“ noch 3000 K; heute sind es 2,7K. Hitzetod?

Weil sich das Universum ausdehnt. Schlicht aber allerklärend. Deswegen wird's immer kälter. Es sei hinzugefügt, dass letztendlich alles ins All abstrahlt. Also selbst wenn sich das Universum nicht ausdehnt, würde es sehr alnge dauern, bis es auf unserer Erde deswegen merklich wärmer wird - insofern nur unsere Erde Wärme ins All abgibt.

warum es nicht immer Wärmer wird.....  

Was ist hier das "es"? Was genau sollte langfristig warum wärmer werden? Entropie heißt keinesfalls allgemeine Wärmezufuhr (Woher sollte die auch kommen?), sondern zunehmende räumliche Verteilung der Wärme bis zum allgemeinen thermischen Gleichgewicht.

Beispiel aus dem terristischen Bereich: Ein Teil der Sonnenstrahlungs-Energie wird beim Pflanzenwachstum in chemische Energie gewandelt. Ohne menschlichen Eingriff wird bei der Verrottung der Pflanzen die Wärme wieder frei. Nun können die Menschen mittels der chemischen Energie der Pflanzen auch Kraftwerke und Fahrzeuge betreiben. Auch dabei endet die gesamte Energie letztlich wieder als Wärme und wird in das Weltall zurück gestrahlt.

Langfristig strahlt die Erde mehr Wärme ab, als sie aufnimmt, hier wird "es" also nicht wärmer, sondern kälter wegen der Entropie.

Nein nicht Hitze- sondern Kältetod,, weil die Entropie ein Maß für die Unordnung ist. Du brauchst aber ein geordnetes System, das du in Unordnung bringst, um Energie zu übertragen. Ist die größtmögliche Unordnung erreicht, also maximale Entropie, ist alles erstarrt.

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