Hitler entwickelte erst sehr spät Eroberungspläne?

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9 Antworten

Nein.

Das ist falsch.

Schon in "Mein Kampf" entwickelt er die "Idee" einer militärischen Revision des Versailler Vertrags und der Schaffung von "Lebensraum im Osten" durch raubkriegerische Annexion.

Die nach 33 einsetzende kreditfinanzierte systematische Aufrüstung hätte unweigerlich zum Staatsbankrott geführt, wenn man nicht die Perspektive von Raubkriegen gehabt hätte.

Die militärische Unterstützung des Franco-Regimes diente vor allem dem Austesten der neu angeschafften Waffentechnologie für die zukünftigen Eroberungs- und Vernichtungskriege.

Die Hoßbach-Niederschrift von 37 macht deutlich, dass Hitler spätestens zu diesem Zeitpunkt konkrete Kriegsplanungen verfolgte.

Die sog. Septemberverschörung von 38 war dabei eine Reaktion von Kreisen der Generalität und des Auswärtigen Amts auf den als katastrophal eingestuften Kriegskurs Hitlers.

Wirtschaftlich haben die Nazis Deutschland bankrott gemacht, der Außenwert der Reichsmark war nicht die Bohne wert, Importe konnten nicht bezahlt werden. Die Eroberungspläne sind ja schon in "Mein Kampf" festgehalten aufgrund der wirtschaftlichen Misere musste sich Erze, Kohle, Öl kurz die Rohstoffe für die Kriegsführung sowie Lebensmittel durch Eroberungen in den besiegten Ländern beschafft werden. 

Doch sit dem er an der Macht war und schon davor wollte er krieg zummindest im Osten um neuen Lebensraum zu erobern mit seinem verrückten Raum und leben Prinzip

Seine Eroberungspläne kann man schon in 'Mein Kampf' nachlesen.

"Mein Kampf" wurde ja hier schon mehrfach erwähnt.

Aber auch die militärpolitisch-ökonomische Situation ist nicht ganz unwichtig. Sie wird von revisionistischen Märchenonkels gerne mal unter den Tisch fallen lassen: Ab 1933 veranstaltete das Deutsche Reich die massivstes Aufrüstung seiner Geschichte.

Lies "Mein Kampf" dann weißt Du es.

Das Buch hätten schon damals alle Regierungen als ernsthaft betrachten sollen, dann wäre vieles wohl anders gekommen.

Das ist so pauschal nicht richtig.
Nimmt man die Zeit 1933 - 1945, wäre "spät" eine zulässige Aussage.

Bis etwa 1936 bezeichnen Historiker ihn als "guten Sozialpolitiker", so ab 1938 ging der Bohei los (Sudetendeutschland, Östereich).
1942 war Schluss mit lustig (Stalingrad).

Setzt man diese Entwicklung in einen Zeitbezug (1918 - 1945) ist die Aussage richtig.
Betrachtet man 1933 -1945 die Entwicklung, ist die Aussage falsch.

H. hatte bereits 1924 in seinem "Mein Kampf" geschrieben, das Deutschland Gebiete im Osten gewinnen soll.
Es sind zumindest gedankliche Eroberungsziele.

Naja die Eroberungspläne hatte er recht früh da er im "Mein Kampf" schon vom Lebensraum im Osten schrieb

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