Hitler- Jugend?

6 Antworten

Mein Dad war zu jung für die HitlerJugend (Jahrgang 1936). Er sagt immer, dass er GERN älter gewesen wäre, weil DIE ja 'tolle Sachen' gemacht haben, durften und hatten! Taschenmesser, Zelten, Lagerfeuer, GeländeSpiele, robuste Kleidung fürs Gelände, Gemeinschaft, Vertrauen, Kameradschaft...das wollte er auch alles haben und machen und war neidisch!

Als Kind hat er die paramilitärische Vorerziehung natl. nicht gesehen und seinen Vater in den 50ern, mit Anfang 50 durch eine Kriegsverletzung vorzeitig verloren...aber für Jungen war die HJ sehr 'verführerisch'...

MMn hätten sich dem nur wenig entzogen und noch weniger entgegen gestellt.

ab einem bestimmten Punkt war es nahezu Pflicht. Man musste also praktisch dabei sein, wenn man nicht signifikante Nachteile haben wollte

Nein, das stimmt so einfach nicht. Meine Mutter und meine Tante waren beide nicht beim BdM und es war nie Pflicht. Es gab auch keine Nachteile, beide konnten problemlos den Realschulabschluss machen.

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@ZiegemitBock

Hitlerjugend und BdM ist ein Unterschied. Wie du aber beschriben hast, wurde es von deinem Großvater geheim gehalten. Hätten sie sich öffentlich gegen den BdM geäußert/ wäre es bekannt geworden, dass sie nicht mit der Ideologie übereinstimmen, hätte das Konsquenzen gehabt

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@MentN

Es war natürlich kein Geheimnis, dass sie nicht im BdM waren, das wusste die ganze Klasse, wer im BdM war und wer nicht. Und nein, auch in der Hitlerjugend war man nicht verpflichtend.

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@ZiegemitBock

auf Deutsch: Wer für Hitler kein Arrier war: Jung, Sportlich, Dynamisch, Ideologisch, der hatte durfte nicht in die HJ. Hitler hat auch gesagt, dass Menschen mit Übergewicht keine Kinder gebären sollen

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@MentN

Eine Zeitlang hieß es, dass Menschen unter 1,50 m Größe ins Gas geschickt werden sollten. Da hatte mein Großvater immer Angst um seine jüngere Tochter, denn meine Tante war knapp darunter.

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@ZiegemitBock

um das ganze zu beenden: Fakt ist, dass alle Menschen, die ideologisch gesehen Arrier waren, praktisch in der HJ sein mussten.

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@MentN

Die "mussten" genausowenig, wie ihre Eltern Parteimitglieder sein "mussten". Fakt ist, dass die meisten es wollten. Und es soll sich auch keiner rausreden, er hätte nicht gewusst, dass die Nachbarn ins KZ verbracht wurden. Das war durchaus bekannt. Ab 1941/42 wusste man auch, dass dort Menschen systematisch ermordet wurden.

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@ZiegemitBock

ich merke, dass eine sachliche Argumentation umsonst ist, da Sie aufgrund ihrer Familie eine bereits starke Meinung haben und diese nicht ändern wollen, egal wieviele Beweise ich Ihnen zeige

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@ZiegemitBock

genau das ist das Problem: Sie haben Ihnen das Thema zu emotional erklärt, sodass sie bereits eine Meinung hatten, bevor sie überhaupt genaueres wussten. Ein Richter muss ja auch sein Verfahren objektiv betrachten.

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@MentN

Es stimmt, ich kann die "Wir wussten von nix, wir haben nix gemerkt"-Haltung vieler Deutscher nicht ernstnehmen.

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@ZiegemitBock

Es gab zwar keine Pflicht, aber der gesellschaftliche Druck war hoch! Genauso hab es ja auch jüdische Kinder, die nicht 'durften' aber eigentlich 'wollten', weil alle ihre Freunde und Mitschüler den Nachmittag und die WEs zusammen verbracht haben! Die einen wurden ausgegrenzt und die, die nicht wollten, wurden ebenfalls ausgegrenzt!

Klar, einige hatten ihre eigene Welt, oder die Eltern waren dagegen, oder sie haben früh gemerkt, was das ganze sollte, waren generell gegen die Idiologie, weil eine andere hatte, oder merkten wie die eigenen Leute gegängelt wurden...Kommunisten, Leute mit ausländischen Eltern, Juden in der Familie, ...

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Keine Ahnung, aber ich antworte dir nicht für diese Antwort sondern um dir Mitzuteilen das was wäre wenn fragen, oder hättet ihr ... gemacht häufig Schwachsinn sind. Mit der heutigen Aufklärung natürlich (eher ins Exil flüchten), aber wenn ich anders gebildet worden wäre, anders indoktriniert werden würde, deswegen kann ich deine Frage nicht bejahen. Die Zeit war eine andere und ich lebte nie in dieser Zeit. Ich persönlich denke das viele sagen das sie damals keine Nazis gewesen wären wahrscheinlich lächelnd mitmachen würden, aber das denke ich nur, ich kann es nicht beweisen weil die Zeit eine andere ist, das wissen ist ein anderes.

Das muss nicht unbedingt mit Mut zutun haben. Es gab schon immer viele Menschen die nicht eigenständig gedacht haben und einfach mitgemacht haben. Um nicht mitzumachen muss zuerst der Gedanke da sein, dann entscheidet erst der Mut ob man mitmacht oder nicht.

Als hätte es nichts dazwischen gegeben... Meine Mutter und meine Tante waren natürlich nicht im BdM. Mein Großvater hat ihnen aber Kleidung gekauft, die der BdM "Uniform" mit dunkelblauem Rock, weißer Bluse und "Kletterweste" ähnelte, damit sie optisch nicht so auffielen.

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