Hirn in Gips - mit Neoroleptika studieren

4 Antworten

Moin moin, Schizophil!

Ich habe die gleiche Diagnose und nehme zurzeit auch die gleichen Medikamente. Neuroleptika bekomme ich seit etwa zehn Jahren und habe es in der Zeit häufiger mit dem Studieren versucht.

Was Du an Problemen nennst, kenne ich auch, vor Allem aus Zeiten, in denen die Medis relativ hoch dosiert waren. Die meiste Zeit bekomme ich allerdings keine so hohen Dosen, und auch im Studium hatte ich mit den Problemen, die Du nennst, keine Schwierigkeiten - das heißt, ich habe meine intellektuellen Fähigkeiten (meistens) als nicht besonders eingeschränkt erlebt, wenn man einmal davon absieht, dass ich relativ vergesslich bin und mich auch nicht unbegrenzt konzentrieren kann.

Die Schwierigkeiten im Studium waren bei mir immer zweierlei: Zum Einen kann ich täglich kaum mehr als eine Veranstaltung besuchen (und in der Woche vielleicht drei oder allerhöchstens vier), da mir der Stress sonst zu heftig wird. Außerdem falle ich dermaßen häufig wegen psychischer Krisen (während derer an der Uni gar nichts geht) aus, dass ich etwa jedes zweite Semester keine Leistungen erbringen konnte.

Es ist natürlich oft schwer zu unterscheiden, welche Symptome von der Krankheit und welche von den Medis kommen, ich glaube aber, dass sowohl die mangelnde Stressresistenz als auch die psychischen Krisen bei mir von der Krankheit verursacht sind.

Ich kenne keinen, der mit Neuroleptika studiert. Die ein Studium schaffen, haben abgesetzt oder nehmen höchstens ein bißchen Abilify. Stell deine Frage hier nochmals: http://www.kompetenznetz-schizophrenie.info/forum/ hier gibt es einige schizo Studenten. Übrigens: Neuroleptika schädigen das Gehirn, es gibt eine Studie, dass es bei Haldol schon bei der ersten Einnahme passiert.

Danke für den Link. War früher schon mal dort, habe mich aber nicht angemeldet. Jetzt bin ich da aktiv. Vielen herzlichen Dank!

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hallo, ist zwar schon länger her deine Frage, aber ich nehme zurzeit auch seroquel (500mg), mit der gleichen Diagnose. Bin im Oktober letzten Jahres eingewiesen worden in ne Tagesklinik (nachdem ich mich gewehrt habe stationär zu gehen), war voll in der Abivorbereitung und habe dann mein Abi nach langer Fehlzeit dennoch gemacht. Also gehen tut alles, du brauchst nur nen starken Willen. Ich dachte mir, ich lasse mir von so ner dummen Diagnose nicht mein Leben zerstören, es ist zwar nicht alles so leicht wie bei anderen, aber es geht. Gegen diese kognitiven Defizite hatte ich in der Klinik so ein Computertraining (KogPeg oder so), da konnte man Konzentration üben, vielleicht gibts das auch für den Hausgebrauch. Ich hoffe, dir geht es mittlerweile besser und du studierst wasauchimmer du studieren möchtest :) Viel glück weiterhin!

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hallo zusammen, ist Olanzapin 10mg eine hohe Dosis?

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Wie beurteilt ihr die Lebensgeschichte meiner Freundin und was könnte ihr jetzt noch helfen?

Sie ist jetzt mittlerweile schon 21, hatte/hat eine schwierige Lebenssituation, war mal in der Psychiatrie und bis jetzt hat sie noch nichts erreicht.

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Als sie 11 war haben sich ihre Eltern getrennt und sie war praktisch obdachlos und musste eine Weile in einem Wohnwagen leben. Zu der Zeit war sie noch in der Schule und ihre Leistungen wurden immer schlechter. Sie hat dann mit Medikamenten angefangen und hat eine Essstörung bekommen. Sie musste außerdem in einen Hort für Schwererziehbare gehen und musste immer noch in Therapie gehen.

Zwischenzeitlich musste sie mehrmals umziehen weil die Vermieter wegen Mietrückständen gekündigt haben.

Als sie dann mit 16 gerade so ihren Hauptschulabschluss geschafft hat, fing sie eine Ausbildung an. Genau zu der Zeit wurde bei ihr der Strom abgestellt und sie hat es nicht mehr ausgehalten und wurde gekündigt weil sie die Arbeit nicht mehr geschafft hat und betrunken oder nachdem sie Tabletten genommen hat zur Arbeit ist. Sie war dann den Winter über ohne Strom und hat mit Alkohol und Tabletten angefangen. Sie hat dann eine Kaufsucht bekommen und hat so viele Sachen bestellt bis sie letztendlich 20.000€ Schulden hatte.

Mit 17 wurde sie dann zwangseingewiesen. Da ist sie mal abgehauen und wurde mit Gewalt wieder in die Psychiatrie gebracht. Sie wurde dort auch gezwungen Medikamente zu nehmen. Sie musste dort so lange bleiben bis sie 18 war. Diagnosen: schwere Depressionen (Psychose), Paranoide Schizophrenie.

Sie wurde gegen ihren Willen unter Betreuung gestellt. Als sie dann noch mehr Schulden verursachte, wurde sie entmündigt.

Alle Maßnahmen vom Jobcenter sind gescheitert. Eine stationäre Therapie wurde abgelehnt, sie ist schwerbehindert und nicht mehr in der Vermittlung. Weil es ihr alles zu viel wurde ist sie mal von daheim ausgerissen und wurde dann von der Polizei eingefangen und wieder zurück gebracht.

Mittlerweile steht sie nicht mehr unter Betreuung weil sie nicht betreubar ist. Von allen stationäre Einrichtungen wurde sie abgelehnt (Betreutes Wohnen, etc.). Jetzt laufen gegen sie auch noch mehrere Strafverfahren. Vom Jobcenter wurde sie sanktioniert weil sie nicht zu Terminen ging und die Krankenversicherungsbeiträge wurden mal eingestellt. Sozusagen ist sie seit 8 Jahren arbeitslos.

Ihre Schulden sind so hoch dass ihr Konto gepfändet wurde und der Gerichtsvollzieher bei ihr schon Sachen pfänden wollte. Zum Arzt kann sie auch nicht mehr und sie hat außerdem noch eine Panikstörung.

Das nächste Problem bahnt sich schon an. Schlimmstenfalls fällt sie vom Amt aus dem Leistungsbezug und wird obdachlos. Was könnte ihr in der Situation noch helfen?

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