Hinzuverdienst bei SGB XII?

4 Antworten

Es gibt da kein entweder oder !

Von deinem Einkommen bleiben dir 30 %,da kommt es also darauf an was du nebenbei verdienst,max.bleiben dir aber ohne Anrechnung vom Nebeneinkommen 50 % der Regelbedarfsstufe 1,diese entspricht derzeit 409 € Regelsatz für einen Single für den Lebensunterhalt.

Es blieben dann also derzeit von einem Nebeneinkommen max. 204,50 € ohne Anrechnung auf den Bedarf,dass wird dann ab Januar 2018 sicher wieder etwas höher ausfallen,denn da werden in der Regel die Bedarfssätze immer um ein paar Euro angehoben.

Du kannst aber auch noch eine Pauschale von denke derzeit 5,30 € für evtl.berufsbedingte Aufwendungen wie z.B. Fahrkosten absetzen,bei tatsächlich höheren Aufwendungen müssen dann Nachweise erbracht werden.

a + b gehören zusammen. Als Bezieher von Sozialhilfe hast Du im Gegensatz zu einem Bezieher von Leistungen nach SGB II bei einem Nebenverdienst keinen Freibetrag. Der Satz ist in seiner Gesamtheit zu betrachten. Ein SB triff keine entweder / oder Entscheidung.

Bei Leistungen nach SGB II sind die ersten 100 Euro anrechnungsfrei. Danach bis zu einem Einkommen von 1000 Euro behält er weitere 20 %.

Verdient dieser dann 150 Euro ( "Nebenjob" ) so darf er davon insgesamt 110 Euro behalten.

Verdienst Du als Leistungsempfänger nach SGB XII im Nebenjob 150 Euro, so darfst Du von diesem Verdienst nur 45 Euro behalten.

Oder halt maximal 204,50 Euro ( der im von Dir zitierten Betrag genannte Regelsatzanteil stimmt so nicht mehr ), soweit Dein Brutto über 614 Euro liegen würde.

Ich danke Dir. Das ist die konkrete Antwort auf die Frage, nach der ich gewünscht habe.

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@ThedrianZet

Frage zb auch mal  deine sb  wie das ist wen du ehrenamtlich arbeiten würdest was du da maximal bekommen dürftest  bei alg  2 ist es so das  man da als Aufwands enschädigung  bis 200e + fahrt kosten bekommen kann  vielleicht ist das   anders dort geregelt mit einer höheren summen zb.!

Wichtieg ist das das eine
Aufwands Entschädigung ist und     zb keine Vergütung!

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@wilees

Was noch zu klären wäre, ob das bei Sozialhilfe zusätzlich zu einem Einkommen aus Erwerbstätigkeit möglich wäre.

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Ist doch recht klar: es darf a) hinzuverdient werden aber max. Darf die dumme b) erreicht werden. Also nicht entweder oder , sondern beides greift ineinander

Es sollte natürlich heißen "die Summe b)..."

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@SaVer79

Okay. Danke dafür. Das bedeutet, dass ich erst einmal bis zu 30% des Einkomens behalten darf und ich maximal 450 Euro verdienen darf aber das Sozialamt mir dann für diesen Fall maximal 202 Euro überlässt. (Zumindest rein systematisch jetzt von mir gemeint.) Damit ist die Sache für mich erledigt.

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kein hartz4 vorschuss bei erstantrag?

Hallo,

ich habe zum 1.8. Hartz 4 zum ersten Mal beantragt.

Da es laut Sachbearbeiter hieß, dies würde 2 bis 3 Wochen dauern, schrieb ich einen brief hin indem ich zum Einen um einen Vorschuss bat damit ich eben miete und Co. pünktlich zum 1.8. bezahlen kann sowie Bitte um ein Darlehen, um bestehende Mietschulden auszugleichen.

hier steht schon eine fristlose Kündigung im Raum, also wurde angedroht, insofern wäre dies echt wichtig,

habe hier bis auf den Cent genau die erforderlichen beträge aufgelistet mit Begründung und Allem.

Nun war ich zwischendurch, da ich noch Unterlagen vorbeibringen musste, nochmal da und fragte nebenbei ob er das Schreiben hinsichtlich Vorschuss gekriegt hat.

Habe er gekrieg aber ein Vorschuss wäre, allein schon vom rechtlichen her, gar nicht möglich.

Hinsichtlich des Darlehens für Mietschulden äusserte er sich nicht.

Nun habe ich noch einmal gegoogelt und bin dabei auch über paragraphen wie $42 sgb 1 die explizit sagen dass vorschuss gezahlt werden muss wenn man dies beantragt und grundsätzlich hartz4 anspruch besteht.

also wieso sollte das rechtlich nicht gehen, so wie er sagt?

Der SB ist, soweit ich mitgekriegt habe, noch relativ neu dort. vielleicht kennt er sich einfach nur noch nicht aus?

oder liegt es daran dass ich hartz 4 voraussichtlich als Darlehen erhalten werde?

(habe noch eine größere Forderungen gegen eine Firma, wo es kurz vorm Klageverfahren steht.

Geld steht mir zwar zu, aber die Firma zahlt partout nicht aus)

Wie ist hier die Rechtslage?

Würde es vielleicht sinn machen, noch einmal ganz allgemein ans Jobcenter einen brief mit bitte um Darlehen und co. zu schicken?

(Den brief vorher hatte ich direkt an den Sachbearbeiter gefaxt.)

achja, Unterlagen wären laut Sachbearbeiter übrigens alle da und er hätte das Ganze weiter in die Bearbeitungsabteilung gegeben.

Also an fehlenden Unterlagen kanns nicht liegen.

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Unstimmigkeit bei Übergang von Hartz 4 auf Sozialhilfe/Rente (Erwerbsunfähigkeit)

Guten Tag,

ich möchte kurz meinen Fall schildern und das Problem das aktuell dabei besteht: Ich bin männlich, 32 Jahre alt und leide seit über 10 Jahren unter psychischer Erkrankung wodurch ich mittlerweile auch laut Amtsarzt von der ARGE auf dem Arbeitsmarkt nur weniger als 3 Stunden erwerbsfähig bin.

Denn bisher war ich noch bei der ARGE (Jobcenter) angemeldet und habe von dort auch meinen Lebensunterhalt erhalten, obwohl ich von meiner Psychologin eigentlich schon seit Ende 2010 krank geschrieben werde.

Die ARGE (Jobcenter) hat aber erst jetzt nachdem deren Amtsarzt das mit den unter 3 Stunden offiziell festgestellt hat geschrieben ich solle nun Sozialhilfe beim Landratsamt beantragen. Dies habe ich auch getan, allerdings Grundsicherung (§§41 ff. SGB XII) und mir wurde nun mitgeteilt dass hier für mich aber "Leistungen der Hilfe zum Lebensunterhalt gem. §§ 27 SGB XII" in Frage kommen würde und dazu würden noch Unterlagen benötigt.

Diese Unterlagen werde ich natürlich jetzt nachreichen.

Allerdings ist das Problem welches ich jetzt habe dass das Jobcenter mir mittlerweile keinen Lebensunterhalt mehr überweist und das einfach damit begründet dass ich ja nicht mehr erwerbsfähig bin und sie damit ja nicht mehr zuständig sind.

Jedoch bekomme ich ja noch keineswegs von dieser anderen Stelle die "Leistungen zur Hilfe des Lebensunterhaltens". Das Landratsamt schreibt zudem es sei beim zuständigen Rententräger angehalten ein Ersuchen zur Feststellung meiner Erwerbsunfähigkeit einzureichen.

Ist es denn nicht so dass bis zur Entscheidung über den neuen Antrag (Rententräger/Landratsamt) das Jobcenter weiterhin verpflichtet ist mir den Lebensunterhalt zu zahlen? Wie sonst sollte ich denn diesen aktuell bestreiten?

Ich wäre über Hilfe sehr dankbar.

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