Hinzuverdienst bei SGB XII?

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4 Antworten

a + b gehören zusammen. Als Bezieher von Sozialhilfe hast Du im Gegensatz zu einem Bezieher von Leistungen nach SGB II bei einem Nebenverdienst keinen Freibetrag. Der Satz ist in seiner Gesamtheit zu betrachten. Ein SB triff keine entweder / oder Entscheidung.

Bei Leistungen nach SGB II sind die ersten 100 Euro anrechnungsfrei. Danach bis zu einem Einkommen von 1000 Euro behält er weitere 20 %.

Verdient dieser dann 150 Euro ( "Nebenjob" ) so darf er davon insgesamt 110 Euro behalten.

Verdienst Du als Leistungsempfänger nach SGB XII im Nebenjob 150 Euro, so darfst Du von diesem Verdienst nur 45 Euro behalten.

Oder halt maximal 204,50 Euro ( der im von Dir zitierten Betrag genannte Regelsatzanteil stimmt so nicht mehr ), soweit Dein Brutto über 614 Euro liegen würde.

ThedrianZet 29.07.2017, 21:18

Ich danke Dir. Das ist die konkrete Antwort auf die Frage, nach der ich gewünscht habe.

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herakles3000 29.07.2017, 21:27
@ThedrianZet

Frage zb auch mal  deine sb  wie das ist wen du ehrenamtlich arbeiten würdest was du da maximal bekommen dürftest  bei alg  2 ist es so das  man da als Aufwands enschädigung  bis 200e + fahrt kosten bekommen kann  vielleicht ist das   anders dort geregelt mit einer höheren summen zb.!

Wichtieg ist das das eine
Aufwands Entschädigung ist und     zb keine Vergütung!

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wilees 29.07.2017, 21:37
@wilees

Was noch zu klären wäre, ob das bei Sozialhilfe zusätzlich zu einem Einkommen aus Erwerbstätigkeit möglich wäre.

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Es gibt da kein entweder oder !

Von deinem Einkommen bleiben dir 30 %,da kommt es also darauf an was du nebenbei verdienst,max.bleiben dir aber ohne Anrechnung vom Nebeneinkommen 50 % der Regelbedarfsstufe 1,diese entspricht derzeit 409 € Regelsatz für einen Single für den Lebensunterhalt.

Es blieben dann also derzeit von einem Nebeneinkommen max. 204,50 € ohne Anrechnung auf den Bedarf,dass wird dann ab Januar 2018 sicher wieder etwas höher ausfallen,denn da werden in der Regel die Bedarfssätze immer um ein paar Euro angehoben.

Du kannst aber auch noch eine Pauschale von denke derzeit 5,30 € für evtl.berufsbedingte Aufwendungen wie z.B. Fahrkosten absetzen,bei tatsächlich höheren Aufwendungen müssen dann Nachweise erbracht werden.

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/2_Rente_Reha/01_Rente/04_in_der_rente/02_hinzuverdienstgrenzen/00_hinzuverdienstgrenzen_node.html

Rente wegen voller Erwerbsminderung

Wenn Sie eine Rente wegen voller Erwerbsminderung beziehen, gilt für
Sie die gleiche Hinzuverdienstgrenze wie für die Bezieher einer
vorgezogenen Altersrente, also 6300 Euro jährlich. Was Sie darüber
hinaus verdienen, wird auch hier zu 40 Prozent auf die Rente
angerechnet.

newcomer 29.07.2017, 20:55

Ich erhalte Rente wegen voller Erwerbslosigkeit
sollte etwas "anders" lauten

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newcomer 29.07.2017, 20:58
@newcomer

Nach welcher Logik (nach welchem Kriteritum) entscheidet der Sachbearbeiter/Sozialarbeiter (beim Sozialamt), ob ich nun

_________________________________________

soweit mir bekannt ist entscheidet dies nicht dieser Sachbearbeiter sondern der Träger deiner EM Rente

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Ist doch recht klar: es darf a) hinzuverdient werden aber max. Darf die dumme b) erreicht werden. Also nicht entweder oder , sondern beides greift ineinander

SaVer79 29.07.2017, 20:52

Es sollte natürlich heißen "die Summe b)..."

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ThedrianZet 29.07.2017, 21:15
@SaVer79

Okay. Danke dafür. Das bedeutet, dass ich erst einmal bis zu 30% des Einkomens behalten darf und ich maximal 450 Euro verdienen darf aber das Sozialamt mir dann für diesen Fall maximal 202 Euro überlässt. (Zumindest rein systematisch jetzt von mir gemeint.) Damit ist die Sache für mich erledigt.

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