Hinweise beim Hausarztwechsel

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9 Antworten

Die Vermutung der meisten Nutzer, der neue Arzt könnte einfach so die Patientenakte vom vorherigen Arzt anfordern, ist nicht richtig. Auch unter Ärzten gilt nämlich die Schweigepflicht, d.h. der "alte" Hausarzt darf seinem Kollegen die Patientenakte nur zusenden, wenn er dazu die schriftliche Einverständniserklärung der Patientin hat.

Das Einfachste ist also, deine Frau geht zu ihrem bisherigen Hausarzt und bittet ihn, bzw. die Arzthelferin, die Akte an den neuen Hausarzt zu übersenden. Sie unterschreibt dann eine kurze Einverständniserklärung und damit ist alles geregelt. Vielleicht kann sie eine Kopie bzw. einen Ausdruck der Akte ja auch gleich mitnehmen. Die Originalakte, falls eine solche in Papierform noch existiert, wird sie jedoch nicht bekommen. Noch ein Hinweis: evtl. anfallende Kosten muss deine Frau tragen.

Das stimmt leider nicht. Denn die Akte enthält ja auch persönliche Notizen und Anmerkungen des Arztes. Er muss diese daher nicht übersenden - und tut das auch in der Regel nicht.

Einzeluntersuchungsergebnisse kann man aber in der Regel anfordern, sofern man von ihnen weiß.

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@JohnJensen

Ich schrieb nicht, dass der Arzt die Akte übersenden muss. Ein Arzt ist verpflichtet, einem Patienten auf dessen Wunsch eine Kopie der Krankenunterlagen auszuhändigen. Und selbstredend darf er diese auch an einen Kollegen schicken, wenn eine schriftliche Einverständniserklärung des Patienten vorliegt. Er muss dies aber natürlich nicht tun, denn der Patient kann ja über seine ausgehändigte Akte selbst verfügen.

Persönliche Notizen (z.B. "Patient nervt, kommt ständig wegen Banalitäten" u.s.w.) müssen natürlich nicht kopiert werden.

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Da du freie Arztwahl hast, suchst du dir einen neuen Arzt. Der fragt in der Regel, wer den "alter" Arzt war/ist bzw. du sagst es ihm. Dann wird durch die neue Praxis deine Akte bei der alte Praxis angefordert.

Musst du dich also nicht drum kümmern.

die kann der neue Hausarzt beim alten anfordern.....

Eigentlich fordert das die neue Praxis an. Dazu braucht sie dann aber eine Einverständniserklärung deiner Frau. Genauso gut ist es möglich, dass deine Frau in der alten Praxis bescheid sagt und bittet ihre Daten zu übermitteln.

Die Akten werden vom neuen Arzt angefordert. Das geht für euch quasi automatisch.

Moin, das macht immer der neue Arzt, der fordert die Akten an, das braucht Ihre Frau nicht zu machen. Keine Angst, so ein Wechsel passiert öfter als man denkt, und hinterher ist man erleichtert. Viel Glück + Gruß von A.

Gar niemand. Die Akte bleibt beim alten Hausarzt, der neue bittet um einen Bericht - und den bekommt er in der Regel.

Danach fängt die ganze Untersucherei von vorne an.

AUßER die neue Versichertenkarte ist bei beiden in Gebrauch. Aber dann ist der Schlüsselaustausch so schwierig, dass ich unsicher bin, ob das funktionieren könnte...

Sorry, aber was du hier schreibst ist hanebüchen.

Der alte Arzt schreibt einen Bericht über 10 Jahre Behandlung ... ja, schon klar ...

Alle Untersuchungen von vorne ... natürlich ... die Kassen bezahlen's ja ... und der Patient freut sich gaaanz dolle, wenn er z.B. die letzte Darmspiegelung wiederholen darf!

Und über die aktuellen Funktionen der neuen Versichertenkarte, die übrigens seit dem 1.1.2015 jeder GKV-Versicherte haben muss, solltest du dich auch mal genauer informieren; die kann nämlich nichts anderes als die alte, außer dass sie das Foto des Versicherten aufweist. Die Funktion der zentralen Datenspeicherung, die du hier andeutest, wird es noch jahrelang nicht geben - wahrscheinlich sogar nie, da die Datensicherheit niemals gewährleistet werden kann. Dann wäre es aber ganz einfach, an seine Krankenakte zu kommen, denn die wird sich mit wenigen Klicks für jedermann irgendwo im WWW finden lassen.

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Das soll der neue Arzt machen.

Der neue Arzt fordert die Akte an.

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