Hinterlader vs Vorderlader-Wirklich besser?

9 Antworten

Was Königsgrätz betrifft :

Das preußische Zündnadelgewehr brachte sicher Vorteile gegenüber den von den Österreichern verwendeten Vorderladern, also Nachladezeit und die Möglichkeit, dies im Liegen oder Sitzen durchzuführen. 

Der Nachteil des Zündnadelgewehres, nämlich der schlechteren Reichweite und Zielgenauigkeit war zwar gegeben, aber nicht entscheidend.

Ursache der österreichischen Niederlage waren gravierende Fehlentscheidungen der österreichischen Generäle... 

Der Hauptvorteil des Hinterladers mit Patronen-Munition (zur Zeit der Schlacht von Königgrätz) ist schon zweimal hier erwähnt worden:

Das Nachladen konnte im Liegen in der Deckung geschehen, während die Soldaten mit Vorderladern nur im Stehen nachladen konnten und dann ein viel besseres Ziel abgaben.

Für Treffsicherheit brauchst Du einen gezogenen Lauf. Also einen mit Rillen,  in die das Geschoss beim Abfeuern gequetscht wird und so in Rotation versetzt wird.

Das geht ganz leicht mit Hinterladern. Mit Vorderladern ist das wesentlich komplizierter, da die Kugel ja entweder mit Gewalt in den Lauf gequetscht werden muss oder man mit einem Treibspiegel (gefettetes Leinentuch) die Kugel umwickelt. Das ist alles andere als präzise.

Ergo: Präzision und schnelles Nachladen nur bei Hinterlader.

Auch hier ein "Naja" ;)

Mit dem Minié-Geschoss war das doch dann nicht mehr ganz so schwer wie zu Napoleons Zeiten;)

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