Hinduismus Frage bitte antworten?

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4 Antworten

Eine ähnliche Frage habe ich gerade beantwortet. Letztendlich ist kein Leben in der materiellen Welt wirklich "gut", denn Krankheit, Alter und Tod sind unvermeidlich und führen immer zu Leid.Außer im Bhakti-Yoga lässt sich negatives Karma gar nicht vermeiden, denn wir können nicht leben ohne anderen zu schaden. Selbst wenn wir nur über eine Wiese gehen, töten wir bereits Insekten, im  Straßenbau und beim  Häuserbau ist das genau so, wir müssen zumindest Pflanzen töten um zu überleben, aus dem gleichen Grund töten wir Krankheitserreger, die auch Lebewesen sind....

 Und oft führt "gutes" Karma dazu, dass man leichtsinnig wird, sich etwas darauf einbildet und falsch handelt. 

Egal wie gut unser Karma auch sein mag, wir sammeln unweigerlich wieder negatives Karma an, sei es nun durch bewusste oder durch unbewusste Handlungen.

Hier zur Ergänzung meine andere Antwort:

Aus den Vedischen Schriften kann man folgendes darüber erfahren:

Sowohl gutes als auch schlechtes Karma bindet die spirituelle Seele an den Kreislauf von Geburt und Tod. Nach dem Verlassen des materiellen Körpers wird man entweder sehr schnell wieder in einem neuen Körper geboren, oder man erleidet/genießt die Reaktionen auf seine früheren Handlungen auf einem der "niederen" oder "höheren Planeten, bis nur noch ein "Restkarma" vorhanden ist. Dieses "Restkarma" bestimmt neben den persönlichen Wünschen wo und unter welchen Umständen man Geburt nimmt.

Um den Kreislauf von Geburt und Tod verlassen zu können, muss man sich seiner wirklichen Identität als ewige spirituelle Seele und seiner Beziehung zu Gott wieder bewusst werden und dementsprechend handeln. Sobald man alles was man tut auf die eine oder andere Art in den Dienst Gottes stellt (das nennt man Bhakti-Yoga) wird man weder mit gutem noch mit schlechtem Karma belastet. 

Einmal aus dem Kreislauf von Geburt und Tod befreit kehrt man in seine eigentliche Heimat, die ewige spirituelle Welt zurück. Man muss niemals wieder in der materiellen Welt geboren werden, denn man hat "seine Lektion gelernt".

Auch in der spirituellen Welt hat man einen Körper, aber dieser Körper ist spirituelle und ewig. Denn Zeit hat dort nicht den zerstörerischen Einfluss wie hier in dieser Welt. Dort ist alles harmonisch, die Beziehungen untereinander basieren auf selbstloser Liebe und im Zentrum dieser Liebe steht Krsna, Gott selbst, der zu jedem eine ganz persönliche Beziehung hat.

Man gelangt in einen Teil der spirituellen Welt, in der man sich mit  Krsna  entsprechend der eigenen Stimmung austauschen kann. Man kann Ihm einfach dienen, sein Freund/seine Freundin sein, oder auch einer "elterliche" Beziehung zu Ihm haben, also Ihn umsorgen und beschützen. 

Bhakti-Yoga ist der einzige spirituelle Weg, der das Erreichen der spirituellen Welt ermöglicht. Alle anderen Yoga-Arten sind gewissermaßen "Vorstufen" dazu, die aber nicht notwendig sind. Es gibt unterschiedliche Praktiken, die darauf abzielen, den Körper, die Sinne zu beherrschen, schlechtes Karma zu vermeiden,  was aber bestenfalls dazu führt, dass man einen himmlischen Planeten und vorübergehenden Genuss erreicht. 

Man könnte durch Yoga mystische Kräfte erlangen, aber heute ist kaum noch ein Mensch dazu in der Lage, sich die dazu erforderlichen Entsagungen aufzuerlegen. 

Hier kannst du mehr über Bhakti-Yoga erfahren, auch die Erläuterungen sind sehr aufschlussreich.: 

http://www.prabhupada.de/bg/Prabhupada%20-%20Bhagavad-gita%20Wie%20Sie%20Ist.pdf

 

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Wiedergeburt und Erlösung
Götter, Menschen und Tiere durchwandern nach hinduistischer Glaubensvorstellung in einem durch ewige Wiederkehr gekennzeichneten Kreislauf, Samsara, die Weltzeitalter, Yuga. Während des Lebens wird je nach Verhalten gutes oder schlechtes Karma angehäuft. Dieses Gesetz von Ursache und Wirkung von Handlungen beeinflusst nach hinduistischer Vorstellung zukünftige Reinkarnationen und die Erlösung (Moksha), das Aufgehen des Atman (das innewohnende Brahman). Es ist nur bedingt zu vergleichen mit der Seele, da die Seele etwas Individuelles (also bei jedem verschieden) und das Atman immer das gleiche ist im „kosmischen Bewusstsein“ (Brahman). Die persönliche Erleuchtung ist der Endpunkt der Entwicklung des Geistes, und je nach Realisation des Suchenden kann diese, neben anderen Wegen, durch die klassischen drei Methoden erreicht werden: Bhakti Yoga, die liebende Verehrung Gottes, Karma-Yoga, den Weg der Tat, sowie Jnana Yoga, den Weg des Wissens. Oft zählt man als vierten Weg Raja Yoga, den „Königsweg“ hinzu.
Ein weiteres wichtiges Thema der Unpanishaden ist die Wiedergeburtslehre (Sanskrit: punarbhava = beständiges Werden) und die Lehre von den Tatenfolgen (Karma). Der Atman, die unsterbliche Seele, verkörpert sich nach dem Tod des Körpers wieder. Nach der Karmalehre ist die Qualität des künftigen Leibes und der künftigen Erfahrungen vorgeprägt durch die früheren Handlungen. Als wichtigste Errungenschaft wurde damit das Problem der Theodizee (in etwa „Gerechtigkeit Gottes“) gelöst. Die Ungerechtigkeit der Welt stammt nicht von einem ungerechten Gott, sondern jeder hat sein Schicksal selber verursacht.[26]
(Quelle: Wikipedia)

Wenn du es noch genauer wissen möchtest, schau hier nach:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hinduismus
Aber es sei direkt gesagt: Das ist ein sehr umfangreiches und komplexes Thema.

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Man sammelt gutes Karma an,durch gute Taten...dies klingt zwar etwas komisch,wenn man gerade ein Stein ist und man nicht viel machen kann,aber meine Freundin,welche selbst ein Hindu ist,dachte sich dabei,dass man als Stein schlechtes Karma sammelt,wenn jemand über einen stolpert und gutes,wenn man für ein Haus oder so gebraucht wird .

Hoffe das hilft dir :)

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Wenn du Gutes tust und anderen Hilfst wirst du in deinem nächsten Leben in eine neue Kaste geboren

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