Himmelfarbe - Rayleigh Streuung?

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2 Antworten

Direkt von der Sonne bekommst Du "alle Wellenlängen", daher erscheint die Sonne selbst, bzw. das Tageslicht weiß.

Die kurzen Wellenlängen kommen aber, da sie stärker gestreut werden, nun nicht nur direkt aus der Richtung, in der die Sonne steht, sondern auch aus allen anderen Richtungen, in der sich Atmosphäre befindet.

Deswegen erscheint der Himmel blau.

Die Rayleigh-Streuung beschreibt die Lichtstreuung an Partikeln, die deutlich kleiner als die Lichtwellenlänge sind, also insbesondere Luftmoleküle. Die Abhängigkeit des Streuquerschnitts von der Wellenlänge (also etwa so was wie der Anteil des Lichts einer bestimmten Wellenlänge im Licht, das unter einem bestimmten Winkel beobachtet wird) variiert dabei mit der vierten Potenz (!) der Wellenlänge - und zwar so , dass blaues Licht sehr stark, rotes eher schwach gestreut wird.

Steht also die Sonne hoch am Himmel, erreicht mich aus den Randbereichen mehr oder weniger stark gestreutes Licht - mit hohem Blauanteil. Steht die Sonne tief, erreicht mich schwach gestreutes Licht aus der Richtung des Sonnenuntergangs - mit hohem Rotanteil.

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