Hilft Yoga und Meditation gegen Depressionen?

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10 Antworten

Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten.

Bei allem, was ein Mensch tut, kommt es auf die Motivation an. Das Ergebnis kann man dem Leben überlassen.

Auch wenn du es gar nicht bemerkt hast, deine Fragestellung ist, was gegen Depression hilft. Schon mit diesem gegen eröffnest du einen neuen Kampf in dir und es wird nicht klappen.

Besser wäre die Frage, ob Yoga und Meditation für die Wiederherstellung seelischer oder psychischer Gesundheit förderlich ist.

Da kann ich ein klares JA sagen, aber wieder mit Einschränkungen, denn wenn diese Übungen genutzt werden sollen, um den Gedanken der Machbarkeit zu stärken, stehen sie den Grundtugenden für Gesundheit entgegen. Das wären Demut, Hingabe und Vertrauen ins Leben.

Zusammenfassend kann ich sagen, der Weg ist langwierig, voller Fallen und sogar mühsam. Als gelegentliche Übung bringt das nicht viel, doch bei der Suche nach der Antwort auf die Grundfragen des Lebens, wer bin ich, wo komme ich her usw. sind das hervorragende spirituelle Werkzeuge.

Passende Medikamente in Kombination mit Psychotherapie kann da kurzfristig mehr bewirken.

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Ich bin Buddhist und habe ein paar Jahre Erfahrung mit Formen buddhistischer Meditation, daher möchte ich hierzu antworten.

Um es ganz klar zu sagen:

Meditation ersetzt keine Therapie!

Tatsächlich rate ich jedem Menschen mit psychischen Problemen, oder einer bereits diagnostizierten psychischen Erkrankung dazu, nicht einfach auf eigene Faust zu meditieren.

Bevor man sich an irgendeiner Form von Meditation versucht, sollte man unbedingt mit dem behandelnden Psychiater bzw. Psychologen über die Absicht und die Art der Meditation sprechen.

Meditation ist nicht ungefährlich

Während der Meditation können verdrängte Emotionen und Erinnerungen wieder ins Bewusstsein kommen und auch bei unbewältigten Traumata kann eine Aktualisierung der Erfahrung auftreten.

Wenn man psychische Probleme hat, können einen Erfahrungen, die eine ausgeglichene Person ohne weiteres bewältigen kann, emotional völlig überfordern, was natürlich nicht erwünscht ist.

Auch auf die Gefahr mich zu wiederholen:

Bei bekannten psychischen Problemen unbedingt vorher mit dem Arzt bzw. Therapeuten über die Pläne und Art der Meditation sprechen, anstatt irgendwelche Selbstversuche anzustellen.

Ich hoffe, die Antwort war hilfreich.

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Als unterstützendes Element zu einer Behandlung beim Psychiater und Psychotherapeuten kann Yoga und Meditation super hilfreich sein.

Ein guter Freund von mir hatte zwölf Jahre lang Depressionen und Panikattacken. Er hatte alle Medikamente und Therapien ausprobiert.

Geheilt hat er sich dann mit Yoga und Meditation dann selbst. Er nimmt seit zwei Jahren keine Medikamente mehr.

Ich selbst habe inzwischen auch Erfahrung mit Meditation gegen meine Depression gemacht und bin überrascht von der Wirkung. Damit hätte ich selbst nicht gerechnet. Dacht halt, ja ja Meditation bla bla. Aber es funktioniert.

Ich hab etwas darüber geschrieben wenn Du mehr wissen willst wie das am besten funktioniert. http://adieu-depression.de/meditation-depressionen/

Ich will Dir damit aber auf keinen Fall von einer Therapie und Behandlung abraten.

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Die Meditation, die das Potenzial hat die Ursachen für Depression abzubauen, konfrontiert dich während der Meditation mit noch viel unbefriedigenderen Eindrücken, als du sie bereits eh schon verspürst. Da das aber vorübergehend ist, solltest du dich sorgsam prüfen, ob du dich dafür stark genug fühlst und das Risiko eingehen willst.

Möglich ist vielleicht auch ein ganz langsamer und soofter Einstieg.

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Yoga und Meditation sind durchaus hilfreich bei Depressionen, allerdings solltest Du das nicht einfach alleine für Dich machen, sondern im Rahmen eines Gesamtkonzepts, zu dem auch Sport/Bewegung, soziale Kontakte und Aktivitäten gehören. Wenn Du das Gefühl hast, das allein nicht zu schaffen, suche Dir einen guten Psychotherapeuten, der Dich darin unterstützt - auch Yoga und Meditation zu machen. Für beides solltest Du aber auch zunächst Anleitung haben.

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Bestenfalls zusätzlich. Such dir unbedingt einen guten Therapeuten. Rotte die Ursachen der Depression aus. Pillen können nur die Symptome lindern!

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Yoga und Meditation als Lebensweg richtet sich grundsätzlich nicht gegen das Selbst, sondern nimmt die Gegebenheiten wertneutral an. Wer in einer Depression steckt, sollte eher zunächst medizinische Hilfe suchen, als sich durch einen spirituellen Weg etwas zu versprechen. 

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Etwas ganz Anderes: In einer psychosomatischen Klinik hatte ich mehrmals miterlebt, dass einige Patienten nach einem sog. Ausscheidungstag, an dem sie nur Obst aßen, von ihrer Depression befreit waren.
So extrem ist es bei mir zwar nicht, aber auch ich habe erfreut bemerkt, dass es mir nicht nur körperlich, sondern auch psychisch besser geht seitdem ich mich konsequent gesundheitsbewusst ernähre.

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Ja aber wirklich minimal.. probiere mal Johanneskraut !!

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Ja aber nur zur passenden Musik!!!

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