Hilft Wobenzym gegen Nebenhöhlenentzündung?

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5 Antworten

Naja, ich fürchte, so einfach ist es nicht. Die einzige anerkannte Wirkung der im Wobenzym enthaltenen Verdauungsanzyme (und es sind ausschließlich VERDAUUNGsenyme!) ist die Unterstützung der Bauchspeicheldrüse, falls diese besagte Enzyme nicht mehr in ausreichender Mange herstellen kann, z.B. bei einem Bauchspeicheldrüsenkrebs. ALLE anderen Anwendungsgebiete, so zahlreich sie beworben werden, sind mindestens umstritten. Von den 26 Studien, die die Firma Mucos zur Verfügung stellt, beschäftigt sich gerade mal eine einzige mit Nebenhöhlenentzündung. Die Studien, die eine effektive Hilfe anzweifeln, sind allerdings zahlreicher. Die meisten Studien untersuchen die Wirksamkeit bei Strahlentherapie (Herabsetzen der Nebenwirkungsquote) und einige bei Rheumatischen Beschwerden oder Arthrose. Das Wirkprinzip ist schon deswegen nicht einleutend, weil die Enzyme, die ja Proteine sind, bei der Verdauung in ihre Einzelteile, also Aminosäuren, zerlegt werden und nur als einzelne Aminosäuren in den Körper gelangen können. Der Körper baut sich dann die Enzyme wieder zusammen, die er braucht, das macht er allerdings auch mit den Enzymen aus Hühnerfleisch. Alles in allem ein teures Experiment.

Wiki sagt: ja

Ziel der Therapie ist es in erster Linie, die Entzündung zu reduzieren sowie den natürlichen Schleimabfluss der Nebenhöhlen wiederherzustellen:

  • Maßnahmen zur Verflüssigung und verbesserten Ausscheidung des Schleims (erhöhte Flüssigkeitszufuhr durch Trinken, Sicherstellung einer hohen relativen Luftfeuchtigkeit der Atemluft, Dampfinhalation, Isotonische Kochsalzlösung als Nasenspülung/-dusche oder Meerwassersprays, Wirkstoffe zur Schleimlösung/-verflüssigung bzw. erhöhten Schleimproduktion wie Beispielsweise Acetylcystein [ACC akut®] und Ambroxol, pflanzliche Präparate wie Gelomyrtol-Forte oder Enzympräparate wie Wobenzym N®.

  • Einsatz von schleimhautabschwellenden Nasensprays oder -tropfen.

  • Einnahme von myrtolhaltigen Medikamenten.

  • Maßnahmen zur Verringerung der Entzündung (beispielsweise durch Einsatz von Enzympräparaten oder kortisonhaltigen Nasensprays).

  • Gabe von Antibiotika nur bei schwerer Symptomatik und wenn eine bakterielle Infektion gesichert oder zumindest wahrscheinlich ist.

  • In schwerwiegenden Fällen kann ein operativer Eingriff notwendig werden, um einen organisch erschwerten Schleimabfluss zu ermöglichen (Polypenentfernung, Verkleinerung der Nasenmuschel, Knochenabschabung, Begradigung der Nasenscheidewand).

http://de.wikipedia.org/wiki/Sinusitis#Therapie

Enzyme steuern nahezu alle Lebensvorgänge und spielen eine wichtige Rolle bei der Regulierung des Immunsystems. Bei ungenügender Aktivität und Bildung solcher Enzyme kommt es zu tiefgreifenden gesundheitlichen Störungen und chronischen Erkrankungen. Das Arzneimittel ist eine Kombination von natürlichen Enzymen mit pflanzlichem Rutosid. Die Enzyme bauen entzündliche Stoffwechselprodukte beschleunigt ab. Rutosid normalisiert die Durchlässigkeit der Gefäßwände. Schwellungen und Blutergüsse bilden sich schneller zurück. Das Arzneimittel vermindert die Klebrigkeit des Blutes, die ansonsten zur Gerinnselbildung führen kann. Es verbessert die Fließeigenschaft des Blutes und damit auch die Mirkozirkulation. Entzündungen und Schwellung klingen rasch ab, die Durchblutung wird verbessert. Dadurch werden Schmerzen beseitigt und die Heilung wird beschleunigt.

Es ist zwar nicht ganz billig, aber es hilft wirklich, kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

Ist bei Sinusitis sehr zu empfehlen, s.a. Antwort von LIssa

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