Hilft TAgebuchschreiben Problemen zu verarbeiten oder werden sie dadurch nicht eher wieder neu belebt?

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16 Antworten

Aufschreiben bedeutet, sich mit dem Problem zu beschäftigen. Beschäftigen heisst nicht Verdrängen, sondern be- und damit auch verarbeiten. Und nur, wenn ein Mensch in der Lage ist, ein Problem zu verarbeiten, kann er auch mit diesem Problem oder seinen Folgen leichter leben. Oftmals trägt das Aufschreiben zur Problemlösung bei, aber zumindest hilft es. Später kann dann auch mit einem gewissen Abstand immer wieder über dieses Problem nachgelesen werden, ohne in nicht mehr kontrollierbare Emotionen zu verfallen.

Um Probleme zu verarbeiten, muß man sie nach einiger Zeit wieder beleben. Das Tagebuch schildert einen " objektiv ", Situationen der Vergangenheit. Die manchmal durch die Zeit, nicht zu unterscheiden sind, vom konstrukt unserer Gedanken und der Wirklichkeit. Welche Gedanken, Gefühle, Emotionen bei welchen Ereignissen hatte ich und das Alles vergleichend mit meiner heutigen Sicht. Tagebuchschreiben, ist eine Art Therapie zu sich Selbst.

hallo schubs,

unbedingt tagebuch schreiben! ich mache das seit 35 Jahren, obwohl es oft schmerzhaft ist, und das war es oft. aber - wenn deine gedanken einmal formuliert auf papier sind, betrachtest du sie etwas distanzierter - wie ein/e schriftsteller/in. Ich habe aus tagebuchseiten in zwei wochen meinen ersten roman veröffentlicht und weitere werden folgen. also, alles gute! und noch ein tipp: ich HABE ein problem, aber ich BIN nicht das problem! geh in die stille, geh in dich, in dein HÖHERES SELBST, es findet IMMER eine lösung, nein, die lösung IST schon da. nur: alles hat seine zeit! anton

Es könnte schon etwas nützen. Jedoch hilft es wahrscheinlich mehr wenn du es jemanden dem du vertraust sagst, vielleicht weiss diese Person auch eine Lösung.

wenn man seine Gedanken aufschreibt, kann es wohl sein, das man sich irgendwie besser fühlt. Wenn das Geschriebene dann aber von jemandem gelesen wird(natürlich unberechtigt) kann es schon sein, daß deine "verarbeiteten Sachen" sehr schnell zu neuen Problemen führen. (Vielleicht kriege ich das noch hin mit meiner Paranoia!)

Auf jeden Fall hilft Tagebuchschreiben. Habe mit 16 Jahren begonnen und 10 Jahre geschrieben. Dann war lange Zeit Pause, weil ich mein Weibchen (meine Frau) gefunden und auch heute noch habe. Seit 3 Jahren schreibe ich wieder (jetzt mit 45 Jahren!) und schäme mich dafür überhaupt nicht. Manches kann ich auch nicht mit meiner Frau besprechen - oder will es nicht, weil ich sie eben nicht belasten will...

Nichts anderes ist ein Therapie. Es bedeutet sich nochmal mit Dingen auseinanderzusetzen, die man sonst verdrängen würde. Den meisten Leuten hilft so etwas.

Schon, aber in einer guter Therapie "lenkt" der Therapeut das Aufarbeiten der Probleme

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Aufschreiben bedeutet Gedanken zu formulieren. In dem Moment befasst man sich mit den Problemen und bekommt manchmal eine andere Perspektive, die dann wiederum andere Lösungsansätze zulässt. So kann es passieren, dass sich ein Problem auflöst oder gelöst wird.

Glaube ich auch. Beim Schreiben von Spickzetteln ist der Effekt ähnlich.

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@oldbag1

Bei allem, was man in Worte fassen muss. Hat man das getan, hat man selbst begriffen.

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Bei mir ist es so, daß ich über schlimme Dinge nicht schreiben mag. Wenn z.B. jemand verstorben ist, dann male ich nur ein Kreuz und notiere den Namen. Schlimme Dinge vergißt man meist nie und so reicht mir eine kurze Notiz. Manchmal kann es sein, daß ich Wochen später seelisch in der Lage bin, ausführlicher darüber zu schreiben.

das ist sicherlich unterschiedlich , aber in der regel ...schreiben ,, Hilft,,

es entlastet und hilft dinge zu verarbeiten oder auch mit anderen augen zu sehen .

Das ist sehr unterschiedlich. Mir würde es nichts bringen, für andere ist es die beste Therapie.

Schreiben kann sehr gut helfen. Wenn man ein Problem blos verdrängt, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es irgendwann wieder "reaktiviert" wird und dann kann es noch schwieriger sein, damit umzugehen.

Probleme werden durch vergessen nicht weniger; wenn man sie aufschreibt, kann es sein, daß man das Problem anders wahrnimmt und es versteht!

Ich denke, es kann helfen, den Grund der Probleme besser zu erkennen, wenn man sie in Worte fasst.

Es kann sehr hilfreich sein sich ein Problem von der Seele zu schreiben, dann kann ich es auch mal getrost für einige Zeit vergessen und meinen Kopf wieder für andere Dinge frei bekommen.

Schreiben hilft. Besonders, wenn Du später nochmals nachliest.

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