Hilft Psychotherapie wirklich?

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4 Antworten

Zur Psychotherapie gibt es viele Meinungen. Ich kenne Menschen die meinten es hat ihnen super geholfen, welche die meinten es hat alles kaputt gemacht, welche die sagen das ist Blödsinn und so weiter und so fort.
Letztendlich kann man ohnehin keinen zwingen eine Therapie zu machen und die meisten gehen erst hin wenn es fast zu spät ist und sie gar keinen Ausweg mehr wissen. Das Gute ist genau dann sind sie auch offen dafür.
Grundsätzlich muss man sagen helfen kann eine Therapie NUR wenn man offen und ehrlich ist - zumindest zum Therapeuten und somit auch zu sich selbst. Und man brauch UNBEDINGT und UNABDINGBAR einen Therapeuten bei dem man sich wohlfühlt und dem man vertraut. Wenn das gegeben ist muss man noch bedenken dass einem der Therapeut nicht unbedingt das sagt was "richtig" ist oder "wahr" sondern das was einen weiterbringen soll - was das ist ist relativ subjektiv.
In meinem Fall wäre es so, dass es zwar vieles "kaputtgemacht" hat, aber letztendlich ging es mir danach besser. Und ich war als ich hingegangen bin damals wirklich kurz vorm aufgeben.
Ich selbst würde die Therapie aber nach wie vor positiv beurteilen. Es hat quasi mein ganzes Leben verändert und ich würde es jederzeit in der Situation noch einmal machen. Und nicht nur ich habe mich verändert auch mein Umfeld hat über kurz oder lang angefangen sich mir gegenüber zu verändern und das ist gut so.
Dass man die als Kind/Jugendlicher nicht zur Therapie schickt, verstehe ich irgendwie - ich finde es ausser in absoluten Ausnahmesituationen nicht sinnvoll wenn der Mensch zu jung ist. Man sollte nicht zu viel "herumdoktoren" an Kindern.

Was du machen kannst ist sie zb. zu einem Psychiater erst einmal zu schicken damit der nachsieht ob es körperliche Gründe für die Depressionen gibt. Sofern sie mit sowas einverstanden wäre. Und nur so als Hinweis: "Die meine Eltern mit ihr angehen wollen würden" - ich bin mir fast sicher dass in einer Therapie das Verhältnis zu den Eltern sehr genau unter die Lupe genommen wird - sollten deine Eltern da mitmachen wird das auch für die nicht einfach. Kann auch sein dass deine Schwester das gar nicht will was natürlich auch in Ordnung ist. Letztendlich muss sie das entscheiden und durchziehen.

Und ja - es kann durchaus sein dass man während der Therapie in ein "Loch" fällt. Auch das ist normal. Psychische Arbeit kann mitunter weit anstrengender sein als alles andere. Heisst aber nicht man wird faul, sondern man baut sich mitunter von Grund auf neu zusammen. Das kostet immense Kraft. Und wenn die Therapie gut läuft ist es niemals eine Ausrede sondern nur eine Phase.

Ich denke allerdings dass du ihr da nicht helfen kannst - du kannst ihr maximal den Weg zeigen gehen muss sie ihn selbst - du solltest auch damit rechnen dass sie dich zeitweise komplett ausschliesst sofern sie eine Therapie macht. Man weiß nicht was passiert.

Letztendlich bleibt zu sagen - es ist sehr persönlich was da abgeht und man kann nicht pauschal sagen wem es hilft und wem nicht. Was man weiß ist - es hilft nicht wenn sie sich dort nicht wohlfühlt. Das muss aber auch sie entscheiden.

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Ich denke es hängt auch davon ab was deine Schwester, wenn sie eine Therapie macht davon erwartet. Ich denke man darf nicht davon ausgehen, dass alles schlagartig besser wird. Ein Psychologe ist auch nur ein Mensch und genau wie ein Arzt schafft er es nicht jedem Patienten zu helfen.

Meiner Erfahrung nach kann ein Psychologe einen auf jeden Fall sehr motivieren. Er ist meist auf deiner Seite und argumentiert auch dementsprechend für dich. Ich denke wenn man mit dem Anspruch herangeht dass ein Psychologe einem noch mal neue Ansätze und Denkweisen vermittelt an die eigenen Probleme zu heranzugehen ist es realistisch.

Manche Sätze versteht man auch erst viel später nach der Therapie.

Für mich war nicht alles was ich in der Therapie besprochen habe hilfreich. Aber ich fand es gut mit jemandem der tagtäglich damit zutun hat darüber zu reden. Und es gab dann manchmal so einen  Satz der heute noch hilfreich für mich ist.

Ich würde deiner Schwester empfehlen wenn sie eine Therapie möchte, sich die Psychologin vorher gut auszusuchen. Sie sollte jemanden nehmen der ihr sympatisch erscheint und mit dem sie sich vom ersten Eindruck her identifizieren kann. Das finde ich sehr wichtig, weil man sich die Ratschläge dann auch besser annimmt als von jemanden zu dem man keinen Draht hat.

Heute habe ich sie noch in guter Erinnerung.

Alle Leute die ich kenne die bei einem Psychotherapeuten waren haben positive Erfahrungen gemacht. allerdings waren ihre Probleme auch nicht so gravierend zB. Motivationsprobleme.

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Hi, ich habe auch Psychotherapie durchgemacht. Unter anderem Depressionen und Angstzustände. Ende Dezember hab ich es abgebrochen, da es mir sehr viel besser geht. Ob ich diese "Heilung" der Therapie verdanken kann kann ich dir nicht sagen. Ich weiß nur, dass mich die Therapie sehr wütend gemacht und enttäuscht hat. Diese Einsicht aber, wie lächerlich das alles ist was ich meiner Therapeutin erzählt habe hat aber wahrscheinlich diese Genesung eingeleitet. Man muss den Willen haben aus diesem Loch zu kommen und man muss sehr sehr viel dafür arbeiten. Denn; ohne Fleiß kein Preis, nur Psychotherapie hilft es nicht, die eigene Kraft ist das Wichtigste.

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Das klingt aber nicht so gut ): also Psychiatrie müsste auf jeden Fall helfen denn in so meiner Situation braucht man wem mit dem man über die Probleme reden kann und den man vertrauen kann Rede du doch mal mit deiner schwester drüber ansonsten Psychiatrie hilft und deine Eltern sollten es wissen hin oder her sie müssen es sonst wird das schwierige Folgen haben also hoffe das alles gut läuft alles gute noch!!!

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Kommentar von Barto4748
13.01.2016, 21:16

Meine in so einer 

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