Hilft Psychiater bei sozialer Phobie?

7 Antworten

Ja, kann er!

Die soziale Phobie gehört zur Gruppe der Angststörungen und ist sehr weit verbreitet. Das ist keine einfache Schüchternheit wie es viele kennen, sondern eine panische Angst vor Aufmerksamkeit.

Betroffene ziehen sich sozial zurück und meiden das Zusammensein mit anderen Menschen, weil sie sich vor Ablehnung und Kritik anderer fürchten. Sie fürchten, dass das, was aus der Sozialphobie entsteht, Erröten, Versprechen, Nervosität, auffällt und ziehen sich zurück - es ist ein Teufelskreis.

Als Therapie einer sozialen Phobie kommen wie bei den meisten psychischen Störungen zwei grundsätzliche Möglichkeiten infrage: Die Medikation und die Psychotherapie.

Als wirksam erwiesen haben sich bestimmte Antidepressiva, nämlich sog. SSRI, die auf den Neurotransmitter Serotonin wirken. In schlimmen Fällen kann auch eine kurzfristige Medikation mit Benzodiazepinen in Betracht gezogen werden, da diese schnell angstlösend wirken. Für den Langzeitgebrauch sind diese aber aufgrund des hohen Suchtpotenzials nicht geeignet.

Psychotherapeutische Ansätze setzt die kognitive Verhaltenstherapie, in der der Patient lernt, mit seinen Ängsten umzugehen und diese zu stillen. Soziale Kompetenzen werden erlernt und der Patient wird von seinem perfektionistischen Bild abgebracht und lernt, sich selbst zu akzeptieren.

Aber:

[...] und kann ich so bald eine Freundin bekommen?

Nein. 

Handelt es sich dabei um eine Selbstdiagnose? Wenn ja, dann sei so gut und lass Dir die Diagnose von einem Arzt stellen, wenn Du wirklich vermutest, an einer sozialen Phobie erkrankt zu sein.

Ich wünsche Dir alles Gute.

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Die Diagnose kommt von meinem Hausarzt. Ich pflege seit 10 Jahren keine zwischenmenschlichen Beziehungen.

Er meinte Psychiater.

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@aschfarben

Okay. Dann bist Du ja wahrscheinlich auch bereits in Behandlung, oder? Oder weshalb fragst Du?

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46
@aschfarben

Gut! 

Dass Dein Hausarzt Dich zu einem Psychiater schickt, liegt vermutlich einfach daran, dass Dir Psychologen und Psychotherapeuten keine Medikamente verschreiben dürfen - das dürfen nur Ärzte und ein Psychiater ist Facharzt für Psychiatrie.

Dass er Dir sofort die Diagnose Sozialphobie gestellt hat, wundert mich aber ehrlich gesagt. Das ist kein Usus.

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Medikamente unterstützen bei einer Therapie, sie sind kein Heilmittel. Du hast den ersten richtigen Schritt getan, aber bis zum Ziel ist es noch ein Stück. Schlag dir das mit der Freundin erst einmal aus dem Kopf, krampfhaft eine Frau kennen lernen zu wollen zeugt von emotionaler Abhängigkeit und nicht von Eigenständigkeit wo du eigentlich hin willst.

Ich wünsch dir für deinen Weg alles Gute. Ich befinde mich grade in ähnlicher Situation.

Medikamenten stehe ich seeeeehr skeptisch gegenüber ----> sie können vllt. ergänzend helfen, aber nie ein Einzelhilfsmittel sein, durch das man allein "wieder gesund" wird. Leider sind viele Psychiater/PSychologen von dem Schlag, dass sie lediglich mit dem Motto "schlucken Sie das, wird schon werden" die Medizin rüberreichen oder Rezepte ausstellen & die "Behandlung" damit ziemlich abgeschlossen ist.

Wichtig ist es, dass man sich selbst auch wieder in die Öffentlichkeit traut und die Angst vor anderen Menschen sukzessive ablegt. Das geht nicht von jetzt auf nachher und kann ggf. jahrelang dauern (!) ------> beschleunigt werden kann der Vorgang aber durch wirklich ehrliche, gute Begleiter/Freunde, die es ehrlich meinen, Lebenserfahrung und Fingerspitzengefühl haben, einen ernst nehmen & dir trotzdem dabei helfen, dich wieder langsam ins Rampenlicht bzw. in die Gesellschaft zu "bugsieren". Ich weiß, dass das geht, aber das ist viel Arbeit.

Ein inzwischen verstorbener Freund litt unter Verfolgungswahn und soziale Phobien, die er aber dann in den Griff bekam, wenn er sich sicher gefühlt hat und die Leute ihn angenommen haben oder er über seine Hobbys, etwa seine Kaninchenzucht, sprechen konnte. Mit den Jahren taute er auf, wurde immer offener.. es wurde immer besser & er konnte zum Schluss sogar ohne Probleme allein im vollbesetzten Mittagsbus nach Hause fahren, ohne dass er Angst hatte andere könnten ihn belächeln oder anfeinden. Jahre vorher, als ich ihn kennenlernte, wäre das unmöglich gewesen! Gestorben ist er dann bei einem Unfall.

Das Ziel eine Beziehung zu unterhalten würde ich aber weit hinten anstellen. Je intensiver du dich dadrauf versteifst umso schlimmer wird das und umso mehr grämst du dich wenn es nicht klappen sollte :/ Das kann nicht der SInn der Sache sein.

Alles Gute..und wechsle ruhig den Therapeuthen wenn du merkst, dass Medikamente allein nix bringen bzw. stelle dich dem Thema, da Medikamente die Ursache nur eindämmen, während man wie ich finde solche Probleme beim Schopf packen und rausziehen muss -----> keine Angst!

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