Hilft Homöopathie wirklich?

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Liebe/r KleinIch,

Deine Frage ist durchaus interessant, doch mit Deiner Erfahrung hier auf gutefrage.net / mit der Plattform solltest Du wissen, dass das Forum der richtige Ort für diese Frage ist. Ich habe Deine Frage nun geschlossen. du kannst sie im Forum erneut der Community stellen und dort in aller Ruhe ausdiskutieren.

Herzliche Grüsse

Klara vom gutefrage.net-Support

18 Antworten

Wenn Du daran glaubst, hilft es.

Glaubst Du nicht daran, hilft es auch nicht.

Das nennt sich Placebo-Effekt", heilsam ist die Zuwendung, die Du bekommst, nicht das homöopathische Mittel.

Infos hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Hom%C3%B6opathie

ZITAT:

Bis heute existiert weder ein formaler, reproduzierbarer Nachweis noch eine akzeptable naturwissenschaftliche Begründung für eine Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel, die über den Placebo-Effekt hinausgeht.[8][176] Die Homöopathie wird von Teilen der wissenschaftlichen Medizin auch als wirkungslose, in einigen Fällen sogar gefährliche Behandlung abgelehnt.[6]

Weiterhin werden auch die theoretischen Grundprinzipien der Homöopathie angegriffen. Das Ähnlichkeitsprinzip sei von Hahnemann durch seinen Selbstversuch mit Chinarinde belegt worden. Dieser ist jedoch nicht reproduzierbar und Hahnemann zeigte möglicherweise bloß eine allergische Reaktion auf die Chinarinde.[26] Das zweite wichtige Prinzip der Homöopathie, das besagt, dass homöopathische Mittel in „potenzierter“ Form wirksamer seien als Urtinkturen, gilt nach heutigen medizinischen und physikalischen Erkenntnissen als widerlegt, da geringere Wirkstoffkonzentrationen eine geringere Wirkung zur Folge haben.[24][32][177][178][179][180]

Die homöopathische Medikation nach dem „Ähnlichkeitsprinzip“ ist aus wissenschaftlicher Sicht nicht nachvollziehbar.[23][180][181] Die Beliebigkeit des Prinzips wurde schon zu Zeiten Hahnemanns kritisiert.[20] Eine Unterscheidung in subjektive oder objektive Symptome ist in der Homöopathie kaum von Bedeutung. Während in der Medizin Symptome als Krankheitserscheinungen angesehen werden, sind Symptome in der Homöopathie die Krankheit selbst und nicht bloße Erscheinung derselben.[181] Untersuchungen, wie etwa Röntgenbilder, Ultraschall oder Gewebeproben, werden zur Klärung der Ursache einer Krankheit nicht herangezogen. So werden bei konsequenter Durchführung beispielsweise allergisch, bakteriell oder viral hervorgerufene Erkrankungen gleich behandelt, wenn sie dieselben Symptome zeigen.[24][179][180] Hinzu kommt, dass dieselben Symptome Bestandteil verschiedener Arzneimittelbilder sind. Die sich daraus ergebende Vielzahl an übereinstimmenden Bildern macht die Wahl des Mittels willkürlich.[177]

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Kommentar von mayya77
21.03.2012, 15:26

Homöopathie kann auch dann wirken, wenn der Proband nicht daran glaubt.

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Kommentar von Gegengift
21.03.2012, 20:57

Zu kurz gedacht.

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Auch wenn es einigen hier nicht passt und sie mich sicher wieder mal beanstanden werden, beantworte ich diese Frage jetzt zum dritten Mal.

Ich nehme seit gut 20 Jahren homöopathische Mittel. Sie haben mir auch sehr gut geholfen, dabei ist es für mich irrelevant, was genau diese Wirkung verursacht hat. Homöopathie hilft vielleicht nicht jedem und nicht in jedem Fall, aber ich finde schon, dass es den Versuch wert ist. Denn oft lassen sich bemerkenswerte Erfolge erzielen, gerade in Fällen, wo die Schulmedizin nicht weiterhelfen konnte. Dadurch, dass ich mich für die homöopathische Behandlung entschieden habe, konnte ich unserem Gesundheitssystem eine sechsstellige Summe ersparen.

Im Laufe meiner 25-jährigen Krankheitsgeschichte "durfte" ich an einigen "wissenschaftlichen" Studien teilnehmen. Mal ein offenes Wort an alle die, die hier immer nach solchen Studien schreien, glaubt ihr wirklich daran, dass die so objektiv und wissenschaftlich sind? Das sind sie oftmals für mein Dafürhalten nicht. Somit sind diese Studien für mich persönlich längst kein Beweis mehr für die Wirksamkeit von Medikamenten. Da würde ich mal etwas kritischer hinterfragen.

Jede Medizin sollte ihre Grenzen kennen. Es sollte aber auch jeder Mensch frei entscheiden dürfen, welche Medizin er für sich in Anspruch nehmen möchte.

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Kommentar von Astair
21.03.2012, 23:12

DH zum dritten mal, Kristall 08!

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Die Mittel sind stark verdünnt, das ist Fakt. Stell dir unser Sonnensystem vor, komplett leer bis auf ein winziges Molekül, das durch die Gegend schwirrt. So ungefähr kannst du dir die Wirkstoffmenge in den Mittelchen vorstellen.

Weshalb sie trotzdem wirken, darüber wird gestritten. Zum einen ists der Placebo-Effekt. Zum anderen wird spekuliert, dass die Mittel deshalb wirken, weil mit der homöopathischen Behandlung meist auch eine intensivere Behandlung durch den Arzt einher geht. Der Patient fühlt sich stärker beachtet und Ernst genommen.

Übrigens: Homöopathische Mittel basieren auf einem merkwürdigen Prinzip: Angeblich müssten die Wirkstoffe bei einem gesunden Menschen genau das auslösen, was sie eigentlich bekämpfen sollen. Heißt also: Nimmt man ein Mittel gegen Kopfschmerzen, hat aber keine, müsste man Kopfschmerzen bekommen. Schon mal getestet? Funktioniert nicht -> Homöopathische Mittel sind insgesamt Humbug.

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Kommentar von FragenFragenFra
20.03.2012, 21:46

Die Mittel sind nicht nur stark verdünnt sondern auch dynamisiert. Deswegen ist die Bezeichung Homöopathie als unendliche Verdünnung falsch, es geht um die Dynamisierung, erst daraus bekommen die homöopathische Mittel die benötigte Kraft. Wenn es um Verdünnung geht, die gibt es auch in der Schulmedizin. Die Gifte müssen ja verdünnt werden, oder?

"Nimmt man ein Mittel gegen Kopfschmerzen, hat aber keine, müsste man Kopfschmerzen bekommen."

Jemand der eine homöopathische Arzneimittelprüfung durchführt, KANN Kopfschmerzen entwickeln, aber muss nicht.

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Ich denke mal, das Homöopathie reine Kopfsache ist. Der Grund, warum es bei vielen nicht hilft, liegt meiner Meinung nach daran, dass die Menschheit vollgepumpt wird mit Antibiotika. Meine Tochter z.B. kriegt so gut wie keine Medikamente und ihr helfen auch pflanzliche Wirkstoffe. Aber bei denen, die wirklich ständig irgendwelche chemischen Medikamente zu sich nehmen, ist es Kopftechnisch bedingt, ob Homöophatie hilft oder nicht.

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Kommentar von FragenFragenFra
20.03.2012, 21:22

Aber lies doch noch mal was der Fragesteller geschrieben hat. Bei ihm als Kind konnte das keine Kopfsache gewesen sein! Ich kann das aus meiner Erfahrung nur noch bestätigen!

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Ich habe ebenfalls sehr gute Erfahrungen mit der Homöopathie gemacht. Der von einigen hier ständig bemühte Placeboeffekt hat damit nichts zu tun. Wenn ein Baby, Kind oder Tier ein "normales" Medikament bekommt (von dessen Wirksamkeit die Eltern / Tierbesitzer überzeugt sind), dieses aber nicht zur Heilung führt, während ein homöopathisches Mittel schon innerhalb relativ kurzer Zeit hilft, wie kann man dann noch von Placeboeffekt sprechen??? Meiner Meinung nach wird dieser Begriff nur von Menschen benutzt, die in ihr Weltbild keine Homöopathie integrieren können, jedoch irgend einen Weg finden wollen, um eindeutige homöopathische Heilungserfolge nicht anerkennen zu müssen. Wenn all die homöopathischen Heilungen nur auf dem Placeboeffekt und auf der Fürsorge beruhen würden, dann hätte der Placeboeffekt doch auch schon bei der vorherigen Gabe schulmedizinischer Medikamente greifen müssen.

Im übrigen haben bei mir auch schon homöopathische Mittel gewirkt, an deren Wirksamkeit ich kein bisschen geglaubt habe.

Ein weiteres Heilungsbeispiel: Meine Tochter hatte, als sie klein war, ab und zu eine Mittelohrentzündung mit starken Schmerzen. Ich versuchte es 1 Stunde mit Hausmitteln (+ Liebe und Fürsorge!), doch sie schrie unaufhörlich. Nach Gabe des von der Homöopathin gewählten Mittels schlief sie innerhalb von 10 Minuten ein. Nach 3 Stunden Schlaf wachte sie wieder auf und war guter Dinge. Ab und zu fasste sie sich noch mal ans Ohr, weinte aber nicht mehr. Am nächsten Tag war sie wieder vollkommen gesund.

Das größte Problem der Homöopathie ist die Findung des richtigen Mittels, für das viel Wissen und Erfahrung nötig ist. Der Erfolg steht und fällt mit der Güte des Homöopathen. Eigenmedikation von Laien ist deshalb leider nicht immer von Erfolg gekrönt.

Ich bin inzwischen, was nicht immer so war, vollkommen von der Wirksamkeit der Homöopathie überzeugt. Das heißt aber nicht, dass ich die Schulmedizin generell ablehne. Im Gegenteil. Es gibt Fälle und Situationen, da ist die Schulmedizin Gold wert. Alles hat seine Zeit. In vielen Fällen kann die Homöopathie sanfter und tiefgreifender helfen (und heilen!), sowie schlimmere Erkrankungen verhindern. In anderen Fällen ist Schulmedizin erste Wahl.

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Kommentar von Astair
21.03.2012, 11:17

DH Wincarloc!

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Kommentar von Staoo
21.03.2012, 11:25

Wenn ein Baby, Kind oder Tier ein "normales" Medikament bekommt (von dessen Wirksamkeit die Eltern / Tierbesitzer überzeugt sind), dieses aber nicht zur Heilung führt, während ein homöopathisches Mittel schon innerhalb relativ kurzer Zeit hilft, wie kann man dann noch von Placeboeffekt sprechen

Wenn das wahr wäre, würde es sich ja problemlos in Studien überprüfen lassen. Wenn sich darin deine Aussage bestätigen würde, hätte niemand ein Problem das anzuerkennen.

Meiner Meinung nach wird dieser Begriff nur von Menschen benutzt, die in ihr Weltbild keine Homöopathie integrieren können, jedoch irgend einen Weg finden wollen, um eindeutige homöopathische Heilungserfolge nicht anerkennen zu müssen

Hier irrst du dich. Wenn es eindeutig belegbare Heilungserfolge der H. geben würde, würde sie zur normalen Medizin gehören und keiner würde die Wirksamkeit noch anzweifeln.

Wenn all die homöopathischen Heilungen nur auf dem Placeboeffekt und auf der Fürsorge beruhen würden, dann hätte der Placeboeffekt doch auch schon bei der vorherigen Gabe schulmedizinischer Medikamente greifen müssen.

Tut er auch. Nur ob die H. für den Heilungserfolg verantwortlich war kann man gar nicht wissen.

Ein weiteres Heilungsbeispiel...

Dieses Beispiel ist wertlos. Das solltest du eigentlich wissen.

Das größte Problem der Homöopathie ist die Findung des richtigen Mittels,

Ja, das ist doch mal eine gute Ausrede, wenn Homöopathie nicht funktioniert, war natürlich das Mittel schuld. Und wenn der Patient dann irgendwann doch plötzlich gesund werden sollte, ist der Heilungserfolg natürlich zu 100% der H. zuzuschreiben.

Alles hat seine Zeit. In vielen Fällen kann die Homöopathie sanfter und tiefgreifender helfen (und heilen!),

Solange es dafür keinen Beleg gibt, gibt es keinen Grund daran zu glauben.

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Kommentar von QSE2000
21.03.2012, 12:02

Wenn ein Baby, Kind oder Tier ein "normales" Medikament bekommt (von dessen Wirksamkeit die Eltern / Tierbesitzer überzeugt sind), dieses aber nicht zur Heilung führt, während ein homöopathisches Mittel schon innerhalb relativ kurzer Zeit hilft, wie kann man dann noch von Placeboeffekt

Wie man das kann? Ganz einfach - wenn die Zahl solcher Heilerfolge genauso hoch ist, wenn man zuvor heimlich die Globuli durch Zuckerpillen austauscht. Wenn Zuckerpillen dann eine genauso hohe Erfolgsquote haben wie Globuli wie soll man noch behaupten dass der Heilerfolg etwas mit den Globuli zu tun hat.

Solche Tests hat man schon x-mal gemacht (auch Homöopathen haben solche Tests schon durchgeführt) Und jedesmal zeigt sich, dass es egal ist ob man Zuckerpillen oder Globuli zur Behandlung verwendet. Mal liegen die Globuli minimal vorne mal wieder die Zuckerpillen.

Ein weiteres Heilungsbeispiel: Meine Tochter hatte, als sie klein war, ab und zu eine Mittelohrentzündung mit starken Schmerzen. Ich versuchte es 1 Stunde mit Hausmitteln (+ Liebe und Fürsorge!), doch sie schrie unaufhörlich. Nach Gabe des von der Homöopathin gewählten Mittels schlief sie innerhalb von 10 Minuten ein. Nach 3 Stunden Schlaf wachte sie wieder auf und war guter Dinge.

Vielleicht hat ja nur das Hausmittel zwei Stunden gebraucht um zu wirken... Wenn ich Kopfschmerzen habe und werfe ein Aspirin ein, dann habe ich 30 min später vermutlich noch immer Kopfschmerzen. Werfe ich nun ein Globuli hinterher und eine weitere halbe Stunde später sind die Kopfschmerzen weg - dann kann man doch daran nicht erkennen ob es nun das Aspirin oder das Globuli war. Ok -Homöopathieanhängern können das natürlich....:-)

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Ich habe es in den letzten ca. 20 Jahren schon acht oder neunmal mit Homöopathie bei verschiedenen Behandlern versucht. Erfolg gleich null. Meiner Meinung nach wirkt Homöopathie nur durch den Placebo-Effekt.

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Kommentar von FragenFragenFra
21.03.2012, 09:02

Wie jetzt, hattest Du dann eine Wirkung erlebt oder hat ein Placebo Effekt stattgefunden? Ein Placebo Effekt ist auch eine Wirkung, kurzzeitige aber trotzdem eine Wirkung...Du redest auch über eine Zeitspanne von 20 Jahren... was hast Du in diesen Jahren behandelt, worum ging es? Hast Du Dich vielleicht gefragt dass es Dir vielleicht gerade wegen Homöopathie noch immer gut geht? :)

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Von sehr vielen Kritikern wird ja behauptet, da homöopathische Mittel stark verdünnt sind, keine Wirkung haben.

Das ist ein falsches Argument, das so nur von ein paar Schwachköpfen gebraucht wird. Im Prinzip ist das ja nur eine theoretische Betrachtung, die stimmen kann - oder eben nicht. Vielleicht gibt es ja einen Mechanismus, den wir einfach noch nicht kennen.

Was ein großer Teil der Kritiker aber sagt, ist dass sich in zahlreichen klinischen Studien gezeigt hat, dass homöopathische Mittel in der Praxis nicht wirken. Die theoretischen Überlegungen zur Wirkweise sind dabei völlig außen vor, es geht ganz alleine darum, ob es eine Wirkung gibt oder nicht. Und in diesen Studien hat sich eben gezeigt, dass genau so viele Leute mit einem normalen Placebo gesund werden wie mit einer homöopathischen Behandlung. Wäre die Homöopathie wirksam, müssten ja von den homöopathisch behandelten Patienten mehr gesund werden.

Befürworter der Homöopathie unterschätzen oder missverstehen den Placeboeffekt in aller Regel. Man muss nicht an eine Behandlung glauben, damit der Placeboeffekt wirkt. Viel wichtiger ist aber, dass oft auch noch ein ganz typischer Denkfehler dazukommt (cum hoc ergo propter hoc) und dieser Denkfehler entsteht beim Beobachter, nicht beim Patienten. Das kann die gleiche Person sein, aber auch ein Tierhalter oder ein Elternteil. Und der Denkfehler ist ganz einfach: Zwei Dinge passieren nacheinander und man nimmt automatisch an, dass das eine die Ursache des anderen ist, obwohl man darüber gar nichts wissen kann.

Ein einfaches Beispiel: Als Kind habe ich mal gesehen, wie eine Taube auf einer Ampel gelandet ist, die direkt darauf auf Grün umgesprungen ist. Also habe ich zu meiner Mutter gesagt: "Schau mal Mama, der Vogel hat die Ampel grün gemacht". Genau den selben Denkfehler machen viele auch, wenn sie sich homöopathisch behandeln lassen: Sie nehmen ein homöopathisches Mittel und fühlen sich kurze Zeit später besser. Also denken sie, das Mittel hätte sie gesund gemacht, genau so wie ich als Kind dachte, die Taube hätte die Ampel auf Grün gestellt.

Im Fall der Ampel ist es ein ziemlich großer Zufall, dass die Taube genau in dem Moment gelandet ist, in dem die Ampel auf grün gesprungen ist. Das ist bei der homöopathischen Behandlung nicht so. Wenn Leute sich homöopathisch behandeln lassen, ist es ziemlich egal, ob sie eine Stunde oder eine Woche später gesund sind, sie werden es immer der Behandlung zuschreiben. Selbst wenn es ihnen zwischendurch trotz Behandlung schlechter geht, wird das mit der "Erstverschlimmerung" begründet und auch noch als vermeintlicher Beweis der Wirksamkeit gesehen.

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Kommentar von FragenFragenFra
20.03.2012, 22:07

Also ich kann schon unterscheiden wann ein homöopathisches Mittel wirkt und wann nicht. Ich habe mehrere homöopathische Mittel geprüft (wo ich nicht wusste um welche Mittel es geht), meine niedergeschrieben Symptome passten an die schon vorhandenen Symptome in den verschiedenen Materia Medicas. 2. körperliche Veränderungen die während einer homöopathischen Behandlung geschehen - also etwas ganz materielles, berührbar, offenscithlich, wie zum Beispiel eine jahrelang anhaltender Hautfleck, Warze oder irgendeine Hauterscheinung - verändert sich bis sie völlig verschwindet. Das kann doch kein Placebo Effekt sein, man hat sich nichts eingebildet... Sowas kann man mit dem Taube Ampel Effekt auch nicht vergleichen...

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"Da ich aber als Kind ausschließlich homöopatische Medizin bekommen habe und diese auch super gewirkt hat, ohne dass ich wusste was Homöopathie überhaupt ist, bin ich der Meinung, dass die Aussagen der Kritiker nicht stimmen können."

Meine Herren, dass ist doch kein Argument für oder wieder! Mal scharf darüber Nachdenken und am besten sein kleinen Teil logisches denken bemühen der noch da ist.

Solange es kein einzige wissenschaftlich saubere Studie, gibt welche eine Wirkung homöopathischer "Arzneien" beweißt welche oberhalb der Placebokontrolle liegt braucht man sich da glaube ich keinen Kopf machen.

Ich lehne Homöopathie nicht per se ab, aber ich denke jede Therapie/Anwedung sollte sich einer sauberen Evidenzkontrolle unterziehen. Gerade wenn die Sozialsysteme die Kosten tragen sollen...

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Warum meine Antwort gelöscht wurde, ist mir schleierhaft, wenn man sieht, was für Antowrten und Kommentare hier stehengelassen wurden...also hier nochmals - ich zitiere Wincarloc:

Der von einigen hier ständig bemühte Placeboeffekt hat damit nichts zu tun. Wenn ein Baby, Kind oder Tier ein "normales" Medikament bekommt (von dessen Wirksamkeit die Eltern / Tierbesitzer überzeugt sind), dieses aber nicht zur Heilung führt, während ein homöopathisches Mittel schon innerhalb relativ kurzer Zeit hilft, wie kann man dann noch von Placeboeffekt sprechen???

Ein kraftvolles Argument gegen die geringschätzige Reduktion der Wirkung von Homöopathie auf den Placeboeffekt - genau das erleben wir immer wieder in der Praxis!

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Kommentar von Staoo
21.03.2012, 23:29

Ein Argument sollte im Allgemeinen der Wahrheit entsprechen. Da dieses Zitat aber nicht belegt werden kann ist es kein Argument sondern ein Märchen.

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Kommentar von QSE2000
22.03.2012, 01:39

Ein kraftvolles Argument

Eine Anekdote ist kein kraftvolles Argument - in der Medizin kann man mit Anekdoten alles belegen - Kettenraucher die 100 Jahre alt wurden. Müslifresser die mit 30 einen Herzinfarkt bekamen, Homöopathieanhänger die nach Globuliverzehr an Krebs gestorben sind, Blinde die in Lourdes ihr Augenlicht wieder erlangt haben - alles kraftvolle Argumente...nur praktisch leider wertlos und bestenfalls dazu nütze um Laien darüber hinwegzutäuschen dass man keine wirklich guten Argumente in Form von qualitativ guten Studien vorweisen kann.

Aber dazu reicht es ja immerhin meistens.

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Da kannst Du stundenlang drüber diskutieren. Meine Meinung ist in einem Satz zusammengefasst: Wer heilt, hat Recht.

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Kommentar von Leeoon
22.03.2012, 05:26

Wer heilt, hat Recht.

Richtig; aber nicht jeder (der behauptet, dass er heilt) heilt auch wirklich.

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Studien

Da fehlt ein grundlegendes Verständnis

Eure Doppelblindstudien haben ein Problem. Sie versuchen etwas zu erfassen, wofür diese Art der Studien nicht geschaffen wurde. Dass man solche Studien wie in den vorliegenden Formen dennoch einsetzt, kann nur an einer zeitgeistlich bedingten wissenschaftsgläubigen Verblendung liegen. Sie sind von der Vorstellung getragen, die Ursachen für Genesung können nur über den Körper wirken und die Einnahme eines "Mittels" müsse pharmazeutischer Natur und Wirkung sein ..

Gehen wir doch einfach einmal ganz ungezwungen an die Sache heran. Gehen wir davon aus, dass Krankheiten geheilt werden, wenn eine Ebene des Menschen berührt wird. Z.B. durch Homöopathie. Die sogenannten alternative Heilmethoden haben fast immer gemeinsam, dass sie von einer Ganzheitlichkeit des Menschen ausgehen. Auch dass eine Krankheit Ausdruck aller Ebenen eines Menschen ist. Daher emotional, psychisch, metaphysisch, körperlich, geistig und spirituell bedingt sind oder zumindest mit allen Ebenen in Wechselwirkung stehen und sich gegenseitig beeinflussen.

Zumindest was die psychische Ebene angeht, so dürfte diese Erkenntnis gefruchtet haben.

Wenn das so ist, dann beruht auch Homöopathie mitunter darauf, dass ein Patient sich dieser Dinge bewusst ist und sich bei einer Erkrankung auf allen Ebenen mit dem Problem auseinandersetzt. Die Homöopathie soll dann also diesen Prozess aufnehmen und unterstützen. Basis ist also, dass diese Art der Behandlung nur wirkt, wenn sich der ganze Mensch auf diese einlässt .. Die spezifische (mögliche) Wirksamkeit könnte ja z.B. auf metaphysischer Ebene einen Prozess anstoßen, der alle Ebenen mit einbezieht.

Unter Untersuchungsbedingungen nicht möglich. Zudem gibt es viel zu viel Homöopathen die all diese Aspekte vernachlässigen. Viele Ärzte haben sich diese Zusatzausbildung geholt, weil die Nachfrage da war oder ist. Doch die nötige Einstellung, Haltung und das Grundverständnis bleibt außen vor.

Deshalb halte ich die Studien für nutzlos.

Nun gut - natürlich nicht in so fern, dass man als "normaler" Patient bei einer "normalen" Behandlung kaum etwas von der Homöopathie zu erwarten hat. Das ist richtig. Nur schmälert es die eventuelle Wirksamkeit der Homöopathie nicht.

Dass sie sich einer Untersuchbarkeit unter Laborbedingungen entzieht liegt in der Natur der Sache. Das ist kein Argument. Auch wenn sich da einigen Wissenschaftsgläubigen die Haare aufstellen.

Und ganz ehrlich.. Durchschnittlich knapp 50% Wirksamkeit von Medikamenten beruht auf Selbstheilung - also Placebo.. Dass die Schulmedizin angesichts dessen so stolz von Wirksamkeit spricht ist schon etwas sehr seltsam. Lustig auch dass man den Placeboeffekt gerne herunterspielt. Natürlich gibt es dazu keinen Grund, weil er einen enormen Anteil an der Wirksamkeit des schulmedizinischen Systems trägt.

Und wie ist es in der Komplementärmedizin? Da ist die Kraft der Selbstheilung die Basis. Und man muss nicht besonders schlau sein um zu erkennen, dass ein System das das als wesentlichen Bestandteil enthält, diesen enormen Effekt noch steigern kann.

Auch deshalb finde ich es unsäglich, wenn Leute abschätzig von einer "Wirkung die nicht über einen Placebo hinaus geht" reden. Und dann mit Studien daher kommen wollen, die unter Laborbedingungen stattfinden und den Effekt der Selbstheilung (z.B. durch eine homöopathische Behandlung) nicht mehr in dem Ausmaß entfalten können.

Gerade wo der Noceboeffekt bei der "sanften Medizin" kaum eine Rolle spielt. Was man bei der Auswertung ja noch mit dazu rechnen muss zugunsten der Komplementärmedizin. Von den durch die Behandlung hervorgerufenen Nebenwirkungen ganz zu schweigen!

Was ja heute ein riesen Problem ist. Viele Patienten kommen in einen Teufelskreis, weil sie statt des Ursprungsmedikaments irgendwann bei einen Cocktail angelangt sind um die Nebenwirkungen zu bekämpfen.

Gerade auf dem Gebiet des Placebo respektive Selbstheilungskraft wäre eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der einzig logische Weg. Denn dann könnte man die starken Schwankungen der Wirksamkeit und des Placeboeffekts je nach Erkrankung ausgleichen und die optimale Behandlung finden.

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Kommentar von Gegengift
21.03.2012, 20:44
  1. sind die Homöopathen meist nicht richtig ausgebildet oder nehmen sich nicht die Zeit für eine gründliche Behandlung, die den Ansprüchen der homöopathischen Therapie genügen (Kritik diesbezüglich müsste aber diesen Umstand kritisieren und nicht ein Konzept an sich). Wie ich ja schon erwähnte, hat der Homöopathieboom dazu geführt, dass diese Behandlung ganz normale Ärzte ausführen, die sich noch nie intensiver mit der Thematik auseinandergesetzt haben. Wischiwaschi Behandlung aufgrund der Nachfrage.

  2. beruht die Wirksamkeit mit Sicherheit unter anderem auch auf dem was wir momentan als Placeboeffekt bezeichnen. Und dieser entfaltet sich nun mal am besten unter Realbedingungen (z.B. langjähriges Vertrauen in den Arzt/Heilpraktiker)

  3. Ist die "sanfte Medizin" sicher nicht für einen derartigen Gebrauch unter Testbedingungen geschaffen. Denn wie ich ja schon erwähnte, setzt diese Medizin bis zu einem gewissen Grad auch voraus, dass der Mensch bereit ist sich umfassend auf allen Ebenen mit seinem Leiden auseinanderzusetzen und gesund zu werden. Das trifft zum einen nicht auf die Testperson von Studien zu die diesen Massenmarkt der Homöopathie bedienen und auch nicht auf die Ärzte die solche Behandlungen durchführen.

Ich wäre ja nur froh wenn man mal versucht dies zu begreifen. Die Art der Medizin funktioniert anders. Gänzlich anders. Und trotzdem setzt man ihr Überprüfmechanismen auf, die hier schlecht funktionieren. Das macht wenig Sinn.

Also ich meine natürlich wären Studie darüber durchaus möglich. Aber nur wenn man dem Charakter der Behandlung Rechnung trägt.

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Hilft Homöopathie wirklich? Was meint ihr?

Ich meine sie hilft durch die Placebowirkung bei allen Krankheiten, die auch ohne Therapie ganz von selbst verschwinden. Bei allen Krankheiten, die ohne Therapie tödlich verlaufen, helfen Zuckerpillen absolut gar nicht.

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Das Homöopathie hilft erlebe ich als Homöopath jeden Tag und zwar nicht nur bei Bienstichen sondern gerade bei schweren chronischen Erkrankungen. Der Placeboeffekt ist natürlich ein Thema in der Homöopathie vor allem durch die tiefgehende Anamnese. Dennoch verliert sich dieser Placeboeffekt recht schnell wenn man das Mittel nicht getroffen hat. Hilft bei Tiere ja genauso, auch wenn sie nicht mitkriegen das sie etwas ins Wasser bekommen. Placebo ist also ausgeschlossen. Wer nicht daran glaubt ist selber dafür verantwortlich. Das sollte nach den historischen Ereignissen um Galileo Galilei aber eigentlich auf der Hand liegen, daß wir uns irren können. Also ist das Beste selber zu versuchen ob Homöopathie wirkt oder nicht. Wer es nicht versucht ist wie die Menschen vor 200 Jahren in seinem Glauben gefangen, und die Erde wird eine Scheibe bleiben. Wer es also nicht ausprobiert hat ist in dieser Diskussion sowiso fehl am Platze.

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Kommentar von Staoo
21.03.2012, 14:54

Das Homöopathie hilft erlebe ich als Homöopath jeden Tag und zwar nicht nur bei Bienstichen sondern gerade bei schweren chronischen Erkrankungen

Solange es dafür keine Belege gibt bringt das alles nichts.

Hilft bei Tiere ja genauso, auch wenn sie nicht mitkriegen das sie etwas ins Wasser bekommen. Placebo ist also ausgeschlossen

Tobsen.. du bist ja mittlerweile schon länge in den Diskussionen hier tätig und solltest mittlerweile wissen dass der Placeboeffekt auch bei Tieren und Kleinkindern zum Tragen kommt.

Das sollte nach den historischen Ereignissen um Galileo Galilei aber eigentlich auf der Hand liegen, daß wir uns irren können

Wäre schön, wenn jeder Homöopath so einsichtig wäre. ;) 1. Galilei war Wissenschaftler 2. Solche Fälle haben absolut nichts damit zu tun, dass jede nicht anerkannte Praktik gleichzeitig wahr sein muss.

Wer es also nicht ausprobiert hat ist in dieser Diskussion sowiso fehl am Platze.

Dann musst du unbedingt meine Bärentatzensalbe ausprobieren, die hilft getrunken besonders gut gegen Fußwarzen.... Was ich damit sagen will: Man muss nicht jeden Blödsinn ausprobieren, um zu wissen dass es keinen Sinn hat.

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War vorgestern noch bei ein baby von 4 wochen alt, der seit 2 wochen nur schreite, eine gabe Chamomilla d200 und die sache war nach einen tag gegessen. !

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Kommentar von Staoo
21.03.2012, 11:14

welches Baby mag denn keine süßen Zuckerbonbons? das hat nur leider wenig mit der nicht vorhandenen Wirkung von Chamomilla d200 (!) zu tun. Zumindest solange bis das Gegenteil belegt ist.

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Kommentar von Kristall08
21.03.2012, 11:20

Hat bei meiner Tochter auch prima gewirkt. ;-)

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Ich nehme auch homöopatische Sachen auch schon als Kind und sie haben super gewirkt.

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Der Konflikt zwischen Alternativmedizinern und konventionellen Ärzten ist alt, er wirkt manchmal wie ein erbitterter Grabenkampf. Einfühlungsvermögen und Geduld gegen Apparatemedizin und Fließbandabfertigung, ganzheitliche Heiler gegen Symptombehandler, Quacksalberei gegen Wissenschaft. Und nicht zuletzt: Natur gegen Chemie. Auf der einen Seite Kräuter, die die Natur erschaffen hat, deren Kraft schon seit Jahrhunderten, manchmal gar seit Jahrtausenden Kranke von ihren Leiden befreit. Auf der anderen Seite Pillen: Produkte der Pharmaindustrie, am Reißbrett entworfen, im Labor synthetisiert – chemische Keulen mit starken Nebenwirkungen. So einfach war es lange Zeit.

So einfach ist es nicht mehr. Es bewegt sich etwas. An immer mehr deutschsprachigen Universitäten, einstmals Horte des Widerstands gegen die Alternativmedizin, entstehen Arbeitsgruppen, um sie zu erforschen; im Medizinstudium sind alternativmedizinische Behandlungsformen inzwischen oft fester Bestandteil; und Krankenkassen, sonst eher dafür bekannt, eher sparsam zu sein, übernehmen die Kosten von Alternativtherapien, vier Milliarden Euro allein 2006.

Quelle:Die Zeit online

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Kommentar von Staoo
20.03.2012, 21:24

Natur gegen Chemie

Homöopathie hat mit Natur nichts zu tun. Du verwechselt hier H. und Naturheilkunde, die durchaus wirksam ist.

So einfach ist es nicht mehr. Es bewegt sich etwas. An immer mehr deutschsprachigen Universitäten, einstmals Horte des Widerstands gegen die Alternativmedizin, entstehen Arbeitsgruppen, um sie zu erforschen

Solche Lehrstühle sind sehr oft finanziert durch alternativmedizinische Firmen / Sponsoren, hat jedoch nichts mit der (nicht existenten) gestiegenen Akzeptanz der Alternativmedizin in der Wissenschaft zu tun.

im Medizinstudium sind alternativmedizinische Behandlungsformen inzwischen oft fester Bestandteil

Beleg?

und Krankenkassen, sonst eher dafür bekannt, eher sparsam zu sein, übernehmen die Kosten von Alternativtherapien, vier Milliarden Euro allein 2006.

Krankenkassen sind natürlich stark an Kunden interessiert. Aufgrund der (in Deutschland) steigenden Nachfrage nach Alternativen "Heilkünsten" müssen die Krankenkassen diese Nachfrage natürlich bedienen um attraktiv zu sein. Das hat aber nichts damit zu tun, dass diese von der Wirksamkeit dieser Methoden überzeugt wären. Grade in dieser Entwicklung liegt eine große Gefahr. Hier muss deutlich mehr Aufklärungsarbeit getan werden. Der größte Teil der Menschen verwechselt ja immer noch Homöopathie mit Naturheilkunde.

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Kommentar von QSE2000
21.03.2012, 01:47

Netter Artikel: Hier der Link wo man ihn komplett lesen kann:

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2010/02/Naturmedizin/seite-3

Da findet sich dann auch folgendes:

Würden Homöopathie, Akupunktur oder Yoga erforscht, käme schnell heraus, dass sie nicht wirkten. Die Alternativmediziner entgegneten, ihren ganzheitlichen Ansatz könne man schlicht nicht untersuchen. Das sehen einige Integrativmediziner inzwischen anders: »Es ist wichtig, die Wirkung bestimmter Therapieformen nachzuweisen. Es reicht nicht, zu sagen: ›Ich erlebe jeden Tag, wie Alternativmedizin wirkt, und finde das gut‹, sondern man muss sich auch darum bemühen, wissenschaftlich anerkannte Wirksamkeitsnachweise vorzulegen«, sagt Stefan Willich, der Chef der Champ. Die Alternativmedizin könne keinen Artenschutz beanspruchen. Wenn die Wirkung einer Therapie nicht in einer guten Studie mit vielen Probanden nachgewiesen wird, bleiben all die Heilerfolge alternativer Methoden Anekdoten ohne Wert. Denn es gibt viele Fälle, in denen es so aussieht, als ob eine Therapie wirke – ohne dass sie es tatsächlich tut. Es kann reiner Zufall sein, dass jemand gerade in dem Moment eine Besserung verspürt, in dem er alternativmedizinisch behandelt wird. Zudem heilen viele Krankheiten, vor allem solche, die Schmerzen verursachen, spontan von allein – egal, ob ein Arzt oder Heilpraktiker etwas dagegen unternimmt. Ein weiterer möglicher Grund für eine Besserung: Die schulmedizinische Therapie, der sich ein Patient zuvor unterzogen hat, wirkt erst später, nämlich in dem Moment, in dem er mit der alternativmedizinischen Methode beginnt. Der wichtigste Grund für eine nur scheinbare Wirkung aber ist der Placeboeffekt: Allein der Glaube, dass etwas hilft, wirkt im Körper nachweisbar. Dieses Etwas können Tabletten sein, die keine wirksame Substanz enthalten und trotzdem Schmerzen lindern. Das Etwas kann aber auch der Therapeut sein: Je intensiver er auf den Patienten und dessen Bedürfnisse eingeht, desto eher wird dieser eine Besserung verspüren, so die Faustformel. Je stärker die Patienten erwarten, dass eine Therapie wirken wird, desto größer ist der Placeboeffekt. Forscher schätzen, dass er bis zu 50 Prozent einer wissenschaftlich belegten Behandlungswirkung ausmachen kann. Und er ist keineswegs Einbildung: Placebos können die Ausschüttung körpereigener Schmerzmittel, sogenannter Endorphine auslösen. Wissenschaftliche Studien versuchen, diese Scheineffekte möglichst vollständig heraus zufiltern. Deshalb ist es wichtig, auch alternative Methoden in vergleichenden Untersuchungen zu testen. Denn die Patienten haben ein Recht auf Sicherheit: Sie müssen wissen, ob die Heilmethode, der sie sich anvertrauen, auch tatsächlich von Nutzen ist. Oder ob sie ihre Zeit, ihr Geld und ihre Hoffnung in eine Therapie stecken, die reine Quacksalberei ist – und ihre Gesundheit womöglich sogar gefährdet.

Nur wo sind nun diese Studien, die belegen würden, dass homöopathische Mittel eine Wirkung haben, die über Placebowirkung hinausgeht?

Selbst von homöopathienahen Vereinigungen gesponserte Forscher wie z.B. Prof. Witt müssen da einräumen, dass es diese auch nach 200 Jahren Homöopathie schlicht und einfach nicht gibt. Auch nicht für Blasenentzündungen die ja für Homöopathen angeblich so leicht zu behandeln sind.

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Das muss jeder für sich selbst herausfinden !

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Es sprechen viele Gründe dafür, dass H. bis auf den Placeboeffekt keine Wirkung besitzt. Die Grundprinzipien sind widersprüchlich und unlogisch. In 200 Jahren Existenz konnte die Wirksamkeit trotz zahlreicher Versuche nicht belegt werden. Viel eher kann man heute sagen, dass die Nichtwirksamkeit belegt ist.

Da ich aber als Kind ausschließlich homöopatische Medizin bekommen habe und diese auch super gewirkt hat, ohne dass ich wusste was Homöopathie überhaupt ist

  1. Wie willst du beurteilen können, ob die Mittel gewirkt haben? Das ist im Prinzip gar nicht möglich. Das ist einer der großen Fehler die von H. Fans gemacht wird.
  2. Um einen Placeboeffekt zu erzielen musst du nicht wissen was Homöopathie ist. Es gibt nachgewiesenermaßen auch einen Placeboeffekt bei Kleinkindern und Tieren.
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Kommentar von FragenFragenFra
20.03.2012, 21:32

Homöopathie ist aber kein Placeboeffekt. Ein Beispiel: Hautauschlag. Der Patient bekommt eine Salbe mit Kortison. Der Hautausschlag geht weg aber kommt nach ein Paar Wochen wieder. Der Patient hat dem Arzt und dem Medikament vertraut und sah eine positive Veränderung. Wieso kommt denn der Hautauschlag denn wieder? Nach einer homöopathischen Behandlung kommt der Hautauschlag meistens nie wieder oder zumindest nicht mehr so aggressiv wie bei einer Cortison Behandlung. Wieso wirkt dann ein Kügelchen als Placebo und Cortison Salbe nicht als Placebo? Nach der Placebo Effekt Theorie sollte dann beidees als Placebo wirken.

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