Hilft Homöopathie bei Gicht?

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7 Antworten

Leichtere Beschwerden, die nur hin und wieder auftreten, kann man mit der Potenz D12 lindern: Rhus tox., Bryonia, Cautsticum, Ledum, Colchicum, Colocynthis, Pulsatilla können helfen. Zur Wahl des Mittels müssen aber alle Symptome beachtet werden. Es gibt zahlreiche Bücher über Selbsthandlung mit Homöopathie: ein Beispiel Werner Stumpf, Homöopathie, Selbstbehandlung vom GU-Verlag. Ansonsten sind Dauerbeschwerden durch Gicht ein Fall für die Behandlung durch einen/eine erfahrenen/ne Homöopathen/in, weil hier auf konstitutioneller Ebene angesetzt werden muss. Auf die Ernährung müßte auch geachtet werden.

Homöopathie hilft vielleicht.

Es kann eine Veranlagung vorliegen (genetisch vererbt). In aller Regel ist unser Körper so konstruiert, dass er genetische Veranlagungen auf andere Weise kompensiert. Dafür ist unsere Lebensweise ausschlaggebend. Womit und wie ernähre ich mich, bewege ich mich (Sport), meide ich Stress oder sorge für einen Ausgleich. Und so weiter.

Wenn ich mich lange Zeit abweichend von der zu mir passenden Lebensweise verhalte, kann es zu Störungen wie der Gicht führen. Alleine die Homöopathie wird aus meiner Sicht dann keine nachhaltige Besserung bringen. Vielleicht vorübergehende Linderung.

Die Antwort von catapa finde ich sehr gut. Bevor Du es mit homöopathischen Mitteln versuchst, solltest Du dich gründlich über Homöopathie informieren. Zum Beispiel solltest Du wissen was D12 bedeutet und aus welchem Grundstoff das Mittel hergestellt wird. Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass homöopathische Mittel ausschließlich aus gesunden Planzenextrakten hergestellt wird. Gicht ist eine böse Sache und ich vermute, Du hast bereits so ziemlich alles ausprobiert, was an Medikamenten angeboten wird. Alternativ stellt sich die Frage, ob autogenes Training helfen kann.

die gicht tritt bekanntlich "familiär gehäuft" auf, das bedeutet, die tendenz zu dieser erkrankung hat man meist geerbt. und eine so tief sitzende geerbte schwäche der konstitution ist nicht mal so eben mit einem mittel in d12-kügelchen aus der welt zu schaffen. jeder arzt hat merkblätter für die ernährungsrichtlinien bei gicht, die sind dringend zu beachten, und generell sollte das thema ernährung weit weg von der durchschnittlichen hausmannskost verändert werden. und ein wichtiger hinweis: bei den empfohlenen getränken auf den merkblättern ist leider immer noch der kaffee dabei, in wahrheit kann kaffee einen schmerzhaften gichtanfall auslösen. (warum steht das nicht in den zetteln? kaffee ist ein großer wirtschaftsfaktor, und die kaffeelobby ist stark!). coffein ist chemisch gesehen sehr ähnlich der substanz harnsäure, die bei gicht das große problem ist.

in der naturheilkunde ist traditionell eine pflanze schon lange ein hauptmittel gegen gicht, das ist die herbstzeitlose, botanisch colchicum. das in dieser pflanze enthaltene colchicin wird auch in der normalen schulmedizin vielfach verschrieben bei gichtpatienten.

colchicum wird auch in der homöopathie bei gicht mit verwendet, zb

Colchicum D4 Dil. DHU

3 x tgl. 10 tropfen

darüberhinaus ist es ratsam, sich einem experten der homöopathie anzuvertrauen, da langfristig nur die homöopathie in der lage scheint, die geschwächte konstitution zu stabilisieren.

Ledum D 12 drei mal pro Tag 5 Kügelchen. Ansonsten kann ich mich nur SOlf anschliessen: eine strenge Ernährungsweise ist sicherlich sehr von Vorteil. Bei Gicht hat sich ja zu viel Harnsäure in den Gelenken abgelagert. Das kann man mit Ernährung umgehen, aber ob die Gicht dann ganz schwindet?

Für homöopatische "Heilung" fehlt gemeinhin der wissenschaftliche Nachweis. Aber der Glaube daran mag helfen...

Selbstverständlich, aber nur bei gleichzeitiger strenger Ernährungsumstellung. Gruss Solf

so ist es richtig!

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