Hilft Homöopathie auch noch in Verbindung mit "Chemie"?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das muss dir im Einzelfall dein Homöopath beantworten. Generell ist es besser, alle Störfaktoren (also auch chemische Medikamente) auszuschließen. Das darf man aber natürlich nur machen, wenn das Nicht-Einnehmen anderer Medikamente risikolos ist. Das trifft z.B. auf reine Schmerzmittel zu. Im Zweifelsfall unbedingt vorher mit dem Arzt/Ärztin und Homöopath/in besprechen.

Generell ist es besser, alle Störfaktoren (also auch chemische Medikamente) auszuschließen

Und wer nicht weiß, was sonst noch alles ein Störfaktor ist kann es beim Erfinder der Homöopathie selbst nachlesen.

Hahnemann hatte herausgefunden, dass man folgendes besser weglassen sollte:

Kaffee, feiner chinesischer und anderer Kräuterthee; Biere mit arzneilichen, für den Zustand des Kranken unangemessenen Gewächssubstanzen angemacht, sogenannte feine, mit arzneilichen Gewürzen bereitete Liqueure, alle Arten Punsch, gewürzte Schokolade, Riechwasser und Parfümerieen mancher Art, stark duftende Blumen im Zimmer, aus Arzneien zusammengesetzte Zahnpulver und Zahnspiritus. Riechkißchen, hochgewürzte Speisen und Saucen, gewürztes Backwerk und Gefrornes mit arzneilichen Stoffen, z. B. Kaffee, Vanille u.s.w. bereitet, rohe, arzneiliche Kräuter auf Suppen, Gemüße von Kräutern, Wurzeln und Keim-Stengeln (wie Spargel mit langen, grünen Spitzen), Hopfenkeime und alle Vegetabilien, welche Arzneikraft besitzen, Selerie, Petersilie, Sauerampfer, Dragun, alle Zwiebel-Arten, u.s.w.; alter Käse und Thierspeisen, welche faulicht sind, (Fleisch und Fett von Schweinen, Enten und Gänsen, oder allzu junges Kalbfleisch und saure Speisen; Salate aller Art), welche arzneiliche Nebenwirkungen haben, sind eben so sehr von Kranken dieser Art zu entfernen als jedes Uebermaß, selbst das des Zuckers und Kochsalzes, so wie geistige, nicht mit viel Wasser verdünnte Getränke; Stubenhitze, schafwollene Haut-Bekleidung, sitzende Lebensart in eingesperrter Stuben-Luft, oder öftere, bloß negative Bewegung (durch Reiten, Fahren, Schaukeln), übermäßiges Kind-Säugen, langer Mittagsschlaf im Liegen (in Betten), Lesen in wagerechter Lage, Nachtleben, Unreinlichkeit, unnatürliche Wohllust, Entnervung durch Lesen schlüpfriger Schriften, Onanism oder, sei es aus Aberglauben, sei es um Kinder-Erzeugung in der Ehe zu verhüten, unvollkommner, oder ganz unterdrückter Beischlaf; Gegenstände des Zornes, des Grames, des Aergernisses, leidenschaftliches Spiel, übertriebene Anstrengung des Geistes und Körpers, vorzüglich gleich nach der Mahlzeit; sumpfige Wohngegend und dumpfige Zimmer; karges Darben~ u.s.w. Alle diese Dinge müssen möglichst vermieden oder entfernt werden, wenn die Heilung nicht gehindert oder gar unmöglich gemacht werden soll. Einige meiner Nachahmer scheinen durch Verbieten noch weit mehrer, ziemlich gleichgültiger Dinge die Diät des Kranken unnöthig zu erschweren, was nicht zu billigen ist.

Nachzulesen im § 260 Organon der Heilkunst, 6.Auflage oder auch hier:

http://www.homeoint.org/books4/organon/org260.htm

Das darf man aber natürlich nur machen, wenn das Nicht-Einnehmen anderer Medikamente risikolos ist

Davon ist bei Hahnemann zwar nichts zu finden (der hielt von "anderen Medikamenten" nun nicht gerade viel), aber im eigenen Interesse dürfte es klug sein diesem Rat zu folgen.

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Ja, so wie mit Homöopathie umgegangen wird, das widerspricht den Forderungen der Homöopathie selbst.

Da inzwischen durch eine Metastudie, die viele Studien bündelt, aber nachgewiesen ist, dass Homöopathie über den Placeboeffekt hinaus überhaupt keine Wirkung hat, ist das auch egal.

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Es gibt Fälle in denen es nicht stört wenn du gleichzeitig ein anderes Medikament einnimmst. Aber es gibt auch Fälle in denen das homöopathische Mittel seine Wirkung dann nicht entfalten kann. Ein guter Homöopath mit einiger Berufserfahrung erkennt in der Regel wenn das homöopathische Mittel nicht so wirkt wie es sollte. Dann muss geforscht und nachgefragt werden was die Behandlung stören könnte.

Es gibt Fälle in denen es nicht stört wenn du gleichzeitig ein anderes Medikament einnimmst

Hahnemann schrieb doch aber:

§ 259 Bei der so nöthigen als zweckmäßigen Kleinheit der Gaben, im homöopathischen Verfahren, ist es leichtbegreiflich, daß in der Cur alles Uebrige aus der Diät und Lebensordnung entfernt werden müsse, was nur irgend arzneilich wirken könnte , damit die feine Gabe nicht durch fremdartig arzneilichen Reiz überstimmt und verlöscht, oder auch nur gestört werde

Von Ausnahmen ist da nicht die Rede - irrte also der Meister?

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@nektarvogel2013

Die Medizin hat sich weiterentwickelt, die Homöopathie auch. Ich verstehe nicht die Bedeutung der Zitate aus vergangenen Jahrhunderten an dieser Stelle. Da gab es doch so viele unsinnige medizinische Theorien. Natürlich gibt es unter allen medizinischen Therapeuten zweifelhafte Anhänger alter Schule. So behauptet eine deutsche Facharztpraxis: Gesundheit setzt sich aus vielen Faktoren zusammen: ein wesentlicher davon ist die Bluterneuerung, die durch den Aderlass angeregt wird. Und wird das Blut erneuert, hat das eine Verjüngung des ganzen Körpers zur Folge.

Und bietet folgerichtig Aderlässe an, aber nur "zwischen dem 1. und dem 6. Tag nach dem Vollmond" http://www.koehler-kranich.de/html/med__aderlass.html

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