Hilft Dachboden bzw den den Fußboden Dämmen gegen Sommerhitze?

5 Antworten

Leichte Dämmstoffe helfen leider nur wenig gegen sommerliche Hitzewellen.

In der Natur strebt alles nach Ausgleich, so auch die Temperaturen. Ohne aktives Zutun (Heizen/Kühlen) gleichen sich die Temperaturen mehr oder weniger schnell an. Über die Geschwindigkeit dieser Angleichung bestimmt der dazwischen liegende (Bau-)Stoff.

Man muss die Wärme und die Temperatur aber ebenso gut unterscheiden können, wie die Stromstärke und die Spannung. Die Temperatur wird bestimmt aus dem Schwingungszustand eines Teilchens. Die Wärme wird von dem Schwingungszustand einer Teilchenmenge bestimmt. Daher ist die Wärme eine quantitative Größe.

Trifft Wärmestrahlung auf einen kühleren Stoff, so werden die Teilchen an der Oberfläche stärker zum Schwingen angeregt. Dieser Prozeß setzt sich im Stoff als Wärmeleitung fort. Gibt es wenig Materie, die erwärmt werden muss, so reicht eine geringe Wärmeenergie aus, um die gesamte Stoffmenge in ein höheres Schwingungsniveau zu überführen (auf Temperatur zu bringen). Gibt es dagegen im Stoff viele Teilchen, so bedarf es einer größeren Wärmeenergie, um alle Teilchen in eine höhere Schwingung zu versetzen. Hierbei bleibt es hinter dem Stoff noch eine Weile kühl, weil noch nicht alle Teilchen den höheren Schwingungszustand erreicht haben.

Das hat das Lichtenfelser Experiment bewiesen, bei welchem es lediglich um die Änderungsgeschwindigkeit von Temperaturen vor und hinter verschiedenen Baustoffen ging. Hierbei schnitten die Dämmstoffe (Mineralwolle/Styropor) sehr schlecht ab, denn diese ließen sich auf Grund der geringen Anzahl an Teilchen schnell "durchwärmen", so dass auf der Rückseite schnell eine deutliche Temperaturerhöhung zu verzeichnen war. Daher bieten leichte Dämmstoffe alleine keinen ausreichenden sommerlichen Hitzeschutz.

Anders reagierten die massiven Baustoffe wie Holz und Ziegel. Hier fand eine Wärmspeicherung statt und so lange der Baustoff noch nicht mit Wärme "gesättigt" ist, folgt auf der Rückseite keine oder nur eine geringe Temperaturerhöhung. In diesem Zustand (noch nicht mit Wärme gesättigt) "dämmen" diese massiven Baustoffe also sehr gut!

Daher ist beim sommerlichen Wärmeschutz immer auch Wärmespeichermasse wichtig. Gerade in Dachausbauten mangelt es oft an Wärmespeichermasse, was im Hochsommer schnell zu unerträglichen Temperaturen in den Wohnräumen führt.

Große Wärmespeichermassen speichern sozusagen die Temperaturspitze am Tage in Form einer Wärmemenge ein und geben diese Wärme in der kühleren Nacht wieder an die Umwelt ab. Der hinter der Wärmespeichermasse liegende Raum bekommt damit in etwa einen Mittelwert der Tag-/Nachttemperaturen (Phasenverschiebung 12h). Dämmstoffe bieten keine so große Phasenverschiebung. Damit schlägt die Hitze schneller durch und der hinter dem Dämmstoff liegende Raum überhitzt schneller.

Grundsätzlich gilt: Dämmstoffe sind dort einzusetzen, wo es einen beständigen (gleichmäßigen) Wärmestrom einzudämmen gilt. Wärmespeicherfähige Stoffe sind dort einzusetzen, wo es darum geht, schwankenden Temperaturen auf einen Mittelwert zu begrenzen (Dämpfung der Temperaturspitzen).

Selbstverständlich hilft das! Nicht nur gegen die derzeitige Affenhitze, sondern auch gegen Energieverlust im Winter! Die Dämmung der Kehlbalken ist also immer eine gute Sache. Nur an die Dachschrägen kommt man meistens nicht mehr richtig ran und die sind eigentlich noch mehr dem Temperaturen ausgesetzt...

Wir waren eher am überlegen ob wir den Fußboden/ Zwischendecke Dämmen und ob dies genauso viel bringt?

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@Filou83

Ich habe dioch geschrieben, dass das was bringt; nur die Dachschrägen - falls ihr welche habt, an die kommt man ja schlecht ran um zu dämmen (von aussen ists teuer, von innen bringt es Platzverlust).

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Hallo 

Polyurethan eignet sich ideal für ein kostengünstiges und schnelles dämmen.

Hier ein Beispiel:

https://youtu.be/38-f1ZV4Bt0

Und den Unterschied merkt man sofort 👍

Mit freundlichen Grüßen 

Sebastian 

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