Hilfe!Mutter Tod

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6 Antworten

Hallo Mareille12,

ich kann gut verstehen, dass Du so empfindest. Ich selbst habe meinen wirklichen Vater nie kennengelernt, da er nur wenige Monate nach meiner Geburt starb und meine Mutter, mein Stiefvater und meine Schwester sind alle vor wenigen Jahren gestorben.

Dass man einen geliebten Menschen noch nach Jahren vermisst ist völlig normal. Ja, den Schmerz über den Verlusst kann man nie ganz überwinden, da der Tod eigentlich etwas völlig Unnatürliches und Gemeines ist. Was könnte denn helfen und Erleichterung bringen? Wenn Du mit jemandem, der geduldig und mitfühlend zuhört, über Deine Gefühle sprechen kannst, mag Dir das ein gewisses Maß an Erleichterung bringen. Vielleicht kennst Du ja jemanden, der Ähnliches wie Du durchgemacht hat und sich deswegen in Deine Lage hineinversetzen kann. Es könnte Dir allerdings auch schwerfallen über Deine Gefühle zu sprechen. Dann kannst Du versuchen, das, was Dich bewegt, niederzuschreiben oder später wieder zu lesen.

Was ebenfalls Erleichterung bringen kann, ist weinen. Schon die Bibel sagt, dass es "eine Zeit zum Weinen" gibt. (Prediger, Kapitel 3, Vers 1 u. 4) Ja das Vergießen von Tränen der Trauer ist ein wichtiger und notwendiger Bestandteil des Heilungsprozesses. Du brauchst Dich daher nicht zu schämen, wenn Du weinen musst. Es kann allerdings auch sein, dass Du erst einmal gar nicht weinen kannst. Aber auch diese Zeit geht vorüber. Neben diesen praktischen Anregungen möchte ich Dir auch gern den Trost, den uns die Bibel gibt, vermitteln.

Jesus Christus gab einmal folgende deutliche Erklärung ab: " Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören 29 und herauskommen werden, ..." (Johannes, Kapitel 5, Verse 21, 28 u. 29a). Diese Verheißung beschreibt, das Millionen von Verstorbenen wieder auf der Erde leben werden, und zwar unter besseren Verhältnissen als heute. Die Bibel lässt erkennen, dass wir dann unter friedlichen, paradiesischen Verhältnissen leben werden. Dazu heißt es in der Bibel in Psalm, Kapitel 37, Vers 29: " Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen."

Gemäß Matthäus, Kapitel 5, Vers 5 sagt Jesus:"Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden."

Viele halten das für unglaublich. Dir geht es möglicherweise auch so. Als Jesus auf der Erde war, zeigte er an mehreren Beispielen, dass er die Macht hat, Tote wieder zum Leben zu bringen (siehe z. B. die Auferweckung seines Freundes Lazarus gemäß Johannes, Kapitel 11, Vers 30 bis 44). Insgesamt berichtet die Bibel von 9 Auferweckungen, bei denen größtenteils Zeugen anwesend waren. Dazu gehörten auch erbitterte Gegner, die Jesus deswegen umbringen wollten.

Da also die Toten nicht für immer Tod bleiben werden, verglich Jesus den Tod mit einem Schlaf. Sowohl der Tod, als auch der Schlaf sind Zustände ohne Bewusstsein. So, wie es aus dem Schlaf ein Erwachen gibt, so gibt es auch aus dem Tod ein Erwachen durch die Auferstehung. Es ist vielleicht damit zu vergleichen, als ob der Tote auf eine lange Reise gegangen wäre, von der er eines Tages zurückkehrt. Ist das nicht ein tröstlicher Gedanke?

Ein Diener Gottes aus der alten Zeit, der treue Hiob, sagte einmal über die Bereitschaft Gottes, die Toten zum Leben zurückzubringen: "Wenn ein kräftiger Mann stirbt, kann er wieder leben? Alle Tage meiner Fronarbeit werde ich warten, Bis meine Ablösung kommt. 15 Du wirst rufen, und ich, ich werde dir antworten. Nach dem Werk deiner Hände wirst du dich sehnen." Wenn sich schon Gott selbst nach der Auferstehung "sehnt", meinst Du dann nicht, dass wir ganz sicher sein können, dass diese auch tatsächlich stattfinden wird?

Mir selbst hat die Hoffnung auf die Auferstehung immer wieder sehr geholfen, obwohl auch sie den Schmerz nicht völlig wegnehmen kann. Dennoch gibt sie mir immer wieder viel Trost.

Ich wünsche Dir, dass diese Gedanken Dir helfen werden, mit Deiner Trauer und Deinem Schmerz besser umzugehen und sie besser ertragen zu können.

Liebe Grüße

Philipp59

Du bist sicher noch jung und in einem Alter, in dem andere ihre Mütter noch um Rat fragen (können und wollen). Da ist doch ganz normal, dass du deine Mutter ab und zu vermisst. Sie hätte dich gut gekannt und hätte dir eher einen "maßgeschneiderten" Rat geben können als andere Menschen. Außerdem hast du sie sicher sehr lieb gehabt und auch deshalb fahlt sie dir. Wenn du noch manchmal weinen musst, spricht das doch nur dafür, dass deine Mutter nicht begraben und vergessen ist, sondern in deinem Herzen weiterlebt. Und da kann man doch wohl traurig sein, dass man keinen dirketen Kontakt mehr hat.

So wie das aussieht, hast Du Deine Trauer noch nicht richtig verarbeitet. Es würde sich anbieten, dass Du Dir Hilfe suchst. Erste Möglichkeit wäre, den Hausarzt aufzusuchen, der kann Dich weiterverweisen an einen Psychologen. Es gäbe alternativ auch die Möglichkeit, eine Anlaufstelle wie z. B. die Caritas aufzusuchen - oftmals bieten die dort auch Hilfe in "Trauersituationen" an.

Alles Liebe, 19jewelhearts71

Mein Beileid!

Meine Mutter verstarb leider auch viel zu früh, nach schwerer Krankheit. Auch ich redete mir ein, es sei meine Schuld gewesen. Nachdem ich monatelang, dass Haus nicht mehr verlassen hatte, beschloss ich, eine Therapie zu machen. Nach kurzer Wartezeit, ging es dann los. Nachdem ich die komplette Geschichte erzählt habe, erklärte mir die Therapeutin, dass niemand Schuld daran hat. Ab da, ging es dann wieder etwas Bergauf.

Such dir bitte professionelle Hilfe.

Alles Gute!

Das ist normal, mit ihr verbringst du dein Leben und wenn sie nicht mehr da ist... Am besten hol dir jemanden mit dem du über ALLES reden kannst.

Viel Glück, kekskaruso3

Geh zu deinem Arzt und rede mit ihm darüber. Vielleicht ist es gut wenn du zum Psychologen gehst. :)

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