Hilfe/Infos/Beratung zu Schulden meiner Eltern

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6 Antworten

Du solltest versuchen, mit Ihnen zu reden. Sie brauchen scheinbar Beratung und Hilfe, und zwar von einem Profi. Also versuche, mit Ihnen zu einer Schuldnerberatung zu gehen. informiere Dich vorher, mach einen termin aus und sag Ihnen, daß Du dich sorgst und sie bittest, mit Dir dahin zu gehen. Scheinbar geht es nur noch darum, die ärgsten Löcher zu stopfen: Wer Sachen auf Kreditkarete kauft, um sie mit hohem Wertverlust zu verkaufen, damit wenigstens ein wenig Bargeld ins HAus kommt, hat offensichtlich den Überblickj völlig verloren und ist verzweifelt. Denn die Kreditkartenfirma will ja den kompletten Betrag für die Sachen zurückhaben, einschliesslich Zinsen, MAhnkosten und gerichtsgebühren, das Loch wird also sehr schnell grösser. DSeine Eltern schämen sich, Gegenüber Dir zuzugeben, daß Ihr Leben völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Das ist normal, aber hilft ja niy: Da müssen sie durch. Aber es eilt!!! In diesem Zustand werden die Schulden durch Zinsen, Zinseszinsen und völlig absurde Versuche, Geld hereinzubringen, sehr schnell immer höher. Schau mal dort: http://www.forum-schuldnerberatung.de/ Es dauert einige Zeit, einen termin zu bekommen, also möglichst kurzfristig dort anrufen! Und: Schön, daß Du versuchst, Deinen Eltern zu helfen und nicht den Kopf in den Sand steckst!! Viel Glück!! VErsuch, sie vom Weg zu Kreditvermittlern und ähnlichem abzuhalten, kostet nur zusätzlich Unsummen.

Ich vermute, dass nicht nur dir der Durchblick fehlt, wie es genau zu dieser Situation kommen konnte. Manche Menschen "verheben" sich einfach beim Hausbau und gehen deshalb pleite, bei anderen passiert das schleichend und über diverse Dinge.

Am besten wäre es, wenn deine Eltern sich mit einem Schuldnerberater zusammensetzen und ihre finanzielle Situation genau analysieren (woher kommt wie viel Geld, welche Fixkosten, was ist notwendig, wann könnten welche Zusatzkosten anfallen, wann ist mit Einkommensänderungen zu rechnen, ...). Unter http://www.bag-sb.de/index.php?id=24 findet ihr entsprechende Adressen.

Schulden sind sehr vielen Menschen peinlich, weil das immer ein bisschen nach Versagen in Gelddingen klingt. Sprich noch mal mit deinen Eltern, ganz ruhig und sachlich, ohne Vorwürfe. Irgendwann werden deine Eltern in Rente gehen (oder aus anderen Gründen nicht mehr arbeiten können), spätestens dann würde ihnen alles um die Ohren fliegen. Deshalb ist es besser, wenn sie sich möglichst bald Hilfe holen. Manchmal ist auch gar keine Privatinsolvenz notwendig, sondern "nur" eine Umstrukturierung der eigenen Finanzen und ähnliche, relativ kleine Veränderungen, um aus einer solchen Situation wieder herauszukommen. Manchmal ist man bei seinen eigenen Angelegenheiten ein bisschen betriebsblind. Auch bei solchen Dingen helfen Schuldnerberatungsstellen. Es gibt Menschen, deren Problem löst sich schon nach wenigen Beratungsgesprächen.

Das größte Übel bei derartigen Fällen ist wohl völlige Negierung der Probleme. Man sagt zu recht: der größte Feind des Kaufmanns ist die Hoffnung. Das sieht hier ebenso danach aus. Das Kartenhaus stürzt bei dem kleinsten Problem zusammen. Der Verkauf der Immobilie erscheint wohl am sinnvollsten, oder die Vermietung komplett oder zum Teil. Was aber totaler Blödsinn ist, den Kaufpreis zu hoch anzusetzen und dann langsam runterzugehen. Wird am Ende zeit kosten und den Kaufpreis zu sehr sinken lassen. Marktgängigen Preis ermitteln und dann den richtigen Käufer finden, schnäppchenjäger Zahlen mit Sicherheit zu wenig. Am besten da professionelle!!!! Hilfe einholen, keine dummschwätzer bitte. Selbst wenn am Ende noch viele Schulden verbleiben, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Die Gesundheit und die Familie gehen bei einer insolvenzverschleppung schnell dahin.

Eine schonungslose Analyse der gesamten Situation steht aber am Anfang allen Handelns. Und da Winden sich die meisten wie ein Aal im oelfass. Aber ohne das, ist alles nichts und verlängert nur den Schmerz.

Ich kann nur folgenden Tip geben! Bei einer Bekannten, die hatte ein 3-Familienhaus, finanziert über Lebensvers. und in einer Wohnung lebte sie in den anderen zwei eine Familie die zusammengehörten u. auf einmal die Miete nicht mehr zahlten, so dass die Bank im Gegenzug auch ihre Kreditzahlungen nur unregelmäßig erhielten. Da die Bekannte nur einen Halbtagsshop hatte, konnte sie die Raten nicht auffangen und produzierte Miese bei der Bank. Da ich selbst schon mehrere Immobilien besaß, wußte ich was geschehen würde, nämlich die Bank macht irgentwann den Hahn zu und betreibt die Zwangsversteigerung. Ich gab ihr den Rat, so schnell wie mögl. verkaufen, bevor die Bank anfängt auf den Verkauf, bzw. Zwangsversteigerung zu drängen, da dann mit Sicherheit ein Verlust an ihr haften bliebe. Sie hörte auf mich und so fingen wir an die Immobilie bei allen möglichen Internetplattformen, wie Ebay Kleinanzeigen, Quoka (Kostenlos) und Meine stadt.de, dhd24 und Markt.de und die nicht kostenlose Plattform von immobilienscout24.de zu inserieren. Ich habe erst einmal angefangen für den Zeitraum von 4 Wochen mit € 219000,-, dann die nächsten 4 Wochen bin ich auf 199000,-€ runter, dann einen Monat ausgesetzt, wieder inseriert für 179000,- usw. Als ich bei 119000,-€ ankam interessierte sich erst einmal jemand für das Haus. Da sie schon mind. 20 Jahre an die Versicherungen und Bank Zahlungen leistete, hatte sie nur noch Restschulden von € 105000,- so dass sie noch etwas übrig hatte und ich verkaufte ihr später eines meiner Häuser, dass war dann völlig renoviert mit Einliegerwohnung zum vermieten und sie hat nur noch 53000,-€ Schulden, zahlt bei der Bank € 257,- ab und dass bekommt sie durch die Vermietung von über 400,-€ wieder rein, so dass sie jetzt keine Probleme mehr hat. Aber mein Tipp damals ihr gegnüber so schnell wie möglich den Verkauf einzuleiten war goldrichtig, weil ein halbes Jahr später fing die Bank an mit der Zwangsvollstreckung, die waren ganz heiß darauf, auch mein Einwand, ich kümmere mich doch schon professionell um die Vermarktung der Immobilie interessierte die recht herzlich wenig, da die eine sogenannte Restschuldversicherung haben, das heißt, denen war egal, ob sie für ihr Haus 50000,-€ oder 150000,-€ verk. bekommen hätte. Bringt die Versteigerung zuwenig Kohle ein, um die Restschulden des Kredites zu tilgen, so springt für die Bank eine sogenannte Restschuldversicherung ein und die haben auf jeden Fall ihre Kohle! Nur der Kreditnehmer (in dem Fall deine Eltern) bleiben auf den Restschulden sitzen! Meine Bekannte hatte Glück, dass sie auf mich hörte, denn kurz vor Zwölf, wie man so schön sagt, die Bank hatte gerade angefangen die Zwangsversteigerung einzuleiten, da fand sich schließlich ein Käufer und sie konnte rechtzeitig ihren Kreditverpflichtungen entkommen, war die Schulden los und konnte sich eine besser gelegene Immobilie für kleines Geld suchen, wo sie nie mehr in eine solche Schieflage kommen lassen wird, da die Zinsen mit 257,-€ immer bezahlbar bleiben, vor allem mit dem Hintergrund der zusätzlichen Mieteinnahme. Zeige deinen Eltern mal meinen Artikel, ich helfe denen gerne mit Rat und Tat. Mir ging es auch schon öfters im Leben so, dass die Geschäfte nicht mehr so toll liefen, ich immer mehr Schulden anhäufte und nur zu gut wußte was am Ende auf mich zukommen würde, nämlich eine Zwangsversteigerung! Ich war aber Erwachsen genug um das vorauszusehen und rechtzeitig gegenzusteuern, indem ich kleineres Auto kaufte, unnütze teure Internettanschlüsse kündigte, sparsam haushaltete und vor allem, nicht wartete bis Bank mich anmahnte, sondern schon mind. 1 Jahr vorher anfing meine jeweiligen Immobilien am Markt zu präsentieren. So war ich immer locker, hatte ja alte Hütten gekauft, in Eigenregie renoviert und so dann meist mit Gewinn verkauft. So bin ich nie mit der Bank in Schwierigkeiten gekommen, im Gegenteil, die waren bald überzeugt, dass ich ein geschickter Geschäftsmann wäre, der Häuser günstig kaufen würde, diese renovieren würde um die dann mit Gewinn weiterzuveräußern, wenn die Spekulationsfrist vorbei sei. In wirklichkeit war es aber so, dass mir jedesmal das Wasser bis zum Hals stand. Es gibt immer einen Ausweg, man muß nur danach suchen und rechtzeitig handeln. Um wieder zu einem Haus zu kommen, habe ich mich mehr aufs Ländliche verzogen, dort gabs Häuser zum halben Preis wie in unmittelbarer Großstadtnähe und wohne heute auch wieder im eigenen Haus, dass einfach nur wesentlich billiger war wie das vorige, renovierte es wiedereinmal in Eigenregie und bin mir schon jetzt sicher, sollte ich es jemals wieder verkaufen müßen, so mit Gewinn, da ein alter Spruch heißt: im Einkauf liegt der Gewinn! Aber genau wie bei meiner Bekannten ist es bei mir nun so, dass ich keinerlei Schulden übrig habe, Mietfrei wohne, weshalb es nicht mehr passieren sollte, dass ich aufgrund von Schulden in die Miese kommen kann. Zeige deinen Eltern diesen Brief, ich hoffe sie finden auch eine Lösung für sich! Gruss!

ottiman 29.10.2012, 05:56

Noch einen Nachtrag, die Schuldenberatung kann man meist knicken. Ich war damals mit der Bekannten auch dort, da sitzen Theoretiker, die Flasche hatte keinen vernünftigen Rat anzubieten den sie hätte gebrauchen können. Sie hiet sich ausschlißlich an meine Lebenserfahrung und die habe ich reichlich, da im Leben immer selbststädig gewesen und so mit allen Wassern gewaschen, wie man so schön sagt. Ich hatte 30 Jahre einen Autohandel betrieben (bin glernter Friseur), dann 9 Jahre Friseursalons und 9 Jahre eigenes kleines Hotel! Ich habe in jungen Jahren sämtliche Jobs von der Müllabfuhr bis Barkeeper, Chauffeur, Gabelstaplerfahrer, alle Jobs durchgemacht , insgesamt glaube an die 10 und bin bei der Selbstständigeit gelandet, ich weis wie dass Leben geht. Auch in Sachen Scheidung bin ich eine Experte, ich kann vorraussagen was erst mal im Falle einer Scheidung auf jemanden zukommt, wenn er Kinder hat, für die zu zahlen ist und wie es dann in der Regel abläuft! In meinem Beherbergungbetrieb hatte ich oft die gescheiderten Existenzen und im Friseursalon durfte ich mir auch nur allzuoft die Nöte der Mitmenschen anhören und habe somit reichlichen Erfahrungsschatz anzubieten. Ich wünsche Deinen Eltern, dass sie nicht zu den Dummen gehören und bis zu bitteren Pleite abwarten, bis die Bank die Fäden zieht! Den die ziehen einem in der Regel direkt ins Verderb! Aber sollte es so kommen, gibt es in 7 Jahren nach Insolvenzantrag wieder Licht im Tunnel, denn dann hat man die Chance seine Schulden auch wieder los zu werden. Man muss nur regelmäßig einen Teilbetrag an seine Gläubiger zahlen und immer schön Konten offenlegen, sich zahlungswillig zeigen, wenn auch nur in kleinen Raten, dann kann man einen Schuldenerlaß bekommen und neu anfangen. Aber wer will so schon scheitern?? Ich nie! Vorher handeln ist meine Devise, mit Kopf in den Sand stecken, wird dir niergends geholfen. Rat geben kann mann, aber handeln muß jeder Selbstverantwortich! Wie gesagt, gerne gebe ich Dir, deinen Eltern meine E-mail-Adresse, Telefonnummer um ihnen und Dir zu helfen. Noch einen Rat, springe nicht finaziell für deine Eltern ein(höchstens mal bis 2000,-€ nie mehr, denn wenn sie sich nicht vollumfänglich dir öffnen, haben sie auch kein Recht dich mit in den Abgrund zu stürzen. Du kannst denen mit Geld im kleinen Sinn nicht helfen, die können nicht auf Dauer, vor allem wenn Rente beginnt die Schulden je nicht mehr bezahlen und so bis am Ende auch Du verschuldet! Ich habe mal jemanden kennengelernt, dem erging es nämlich so, auch sie wollte den total verschuldeten Eltern helfen, machte 150000,-€ schulden für ihre Eltern, die haben ihr Haus zwar heute noch, doch Undank ist der Weltes Lohn, sie wollen nix mehr von Tochter wissen, im Gegenteil verspotten sie auch noch sie wäre eine Versagerin! Hätte sie vorher nie gedacht,d as es so kommen würde. Wer nicht auf vernünftige Ratschläge hören will, braucht auch keine finanziellen Mittel annehmen, das wäre Charakterlos! Jetzt mach was draus! finde aber ganz toll, dass deine Eltern so ne tolle Tochter haben wie dich, sie können stolz sein auf Dich!

Lg. ottiman

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Die einzige, realistische Möglichkeit, dieser Schuldenfalle zu entkommen ist, das Haus zu verkaufen. Mache Deinen Eltern klar, wenn sie das nicht tun, kommt es über kurz oder lang zu einer Zwangsversteigerung des Hauses. In diesem Fall bleiben nur Schulden übrig. Wird das Haus aber so verkauft, ist eine Sanierung der elterlichen Finanzen möglich und es bleibt noch was übrig.

Ich weiß, wenn man sich von einem Traum trennen muss ist das nicht leicht, aber in diesem Fall geht es nicht anders !

Ist eigentlich ziemlich normal, dass man Häuser über jahrzehnte abbezahlt und im Zweifel kriegst du es ja geerbt. Ist zumindest bei vielen älteren Leuten die ich kenne der Fall, dass sie doch noch schnell Immobilien wollen, um was vererben zu können, weil sie lieber ein "Zuhause" weitergeben, als Geld in die Welt zu werfen.

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