Hilfee! Was ist mit meinem Kater los?

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3 Antworten

Ist dein Kater kastriert? Vielleicht hängt es sonst damit zusammen.

Und ja ich denke, er fühlt sich einsam und langweilt sich. Grade wenn er sich nicht raus traut und keine Katzen trifft, ist in so einem Haus ja nciht all zu viel Abwechslung. Habt ihr mal darüber nachgedacht, eine zweite Katze dazu zu holen? 

Ja, er ist kastriert. Eine zweite Katze zu holen, hatte ich eigentlich nicht vor. Danke für deine Antwort :)

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@Daarjaaa

Das ist Schade , Katzen sind viel glücklicher und ausgeglichener mit einem Partner. Auch Verhaltensauffälligkeiten kommen seltener vor. Egal, wieviel man sich kümmert, man spricht nunmal nicht die gleiche "Sprache" und kann sich nicht so mit ihm beschäftigen, wie eine andere Katze es könnte. 

Leider herrscht immer noch der Irrglaube, Katzen wären Einzelgänger...dem ist aber nicht so !

Beschäftige dich viel mit ihm und sorg für viel Abwechslung neue Sachen, die er im Haus entdecken kann. Bring zB mal einen Ast mit von draußen oder versteck Futter in einem Zimmer. Vielleicht hilft das gegen Langeweile.

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Auch wenn Dein Kater einen gesunden Eindruck macht - Katzen sind (leider) Meister im Verbergen von Krankheiten bzw. Schmerzen - sollte in solchen Fällen ein erster Gedanke stets auch der Vorstellung beim Tierarzt gelten, da u.U. Erkrankungen (z.B. Harnwegsinfekte, Blasenentzündung etc.) als Grund für eine Unsauberkeit in Frage kommen können. Hat eine Katze Schmerzen beim Absetzen von Kot oder Urin, dann wird sie den Ort, den sie mit diesem Schmerz verbindet (= Katzentoilette), künftig meiden, und ihr "Geschäft" woanders verrichten.

Entgegen landläufiger Meinung sind Katzen i.d.R. auch keine Einzelgänger, und sollten deshalb nicht in "Einzelhaft" gehalten werden - insbesondere als Kitten und als reine Wohnungskatzen. Freigänger können draußen Gesellschaft finden, daher ist die Einzelhaltung hier zumeist eigentlich weniger problematisch.

Katzen sind revierbezogene Gewohnheitstiere und reagieren empfindlich auf kleinste Veränderungen in ihrer Umgebung. Daher kommen grundsätzlich z.B. auch Überforderung (Stress), Unterforderung (Langeweile), Verunsicherung, Angst, ein Erziehungs- oder ein Aufmerksamkeitsdefizit als Auslöser für die Unsauberkeit in Betracht.

Wenn mangelnde Hygiene der Katzentoiletten als Auslöser nicht in Frage kommt (mindestens 1-2 mal täglich Entfernen von Kot und Urin, regelmässiger Streuwechsel inkl. gründlicher Reinigung der Katzentoiletten, etc.), könnte die Unsauberkeit z.B. auch folgende Ursachen haben:

- Zu wenige Katzentoiletten vorhanden. Da Katzen ihr "Geschäft" gerne sauber trennen, gilt als Faustregel, dass man immer mindestens eine Katzentoilette mehr anbieten sollte, als man Katzen hat (also z.B. 1 Katze vorhanden => mindestens 2 Katzentoiletten erforderlich)! Bei pingeligen Fellnasen kann es auch helfen, darüber hinaus noch weitere Katzentoiletten anzubieten - insbesondere auch dann, wenn einer Katze altersbedingt die Wege zum nächsten Klo zu weit werden (z.B. bei Kitten oder bei Altertümchen). Zudem dürfen die Katzentoiletten auch nicht zu dicht beisammen stehen, da sie von den Fellnasen dann oftmals als eine Einheit angesehen, und entsprechend behandelt werden.

- Katzen reagieren empfindlich auf Veränderungen, wie z.B. auf den Wechsel des Katzenstreus (Marke und/oder Material) oder der Katzentoilette, Ortswechsel der Katzentoilette, Duftstreu, Klumpstreu vs. nichtklumpendes Streu, etc..

- Katzen versuchen mitunter, vorhandenen Geruch - bei Textilien z.B. von Waschmitteln oder Weichspüler, bei anderen Flächen von Putzmitteln - durch ihren eigenen Geruch zu überdecken. Auf intensive Duftstoffe sollte man daher möglichst verzichten.

- Katzen wollen, auch auf der Katzentoilette, immer ausreichend Platz und Fluchtmöglichkeiten zur Verfügung haben. Vielleicht stehen die Toiletten zu beengt, oder sie sind der Fellnase einfach zu klein?

- Falls es sich um Katzentoiletten mit Abdeckung/Haube handelt, werden diese von manchen Katzen gemieden, weil auch dadurch die Fluchtmöglichkeit stark eingeschränkt ist. Zudem kann der Geruch i.d.R. nur schlecht abziehen, was auch Katzen (verständlicherweise) nicht mögen. Hier hilft es manchmal schon die Abdeckung abzunehmen, oder das Türchen auszubauen.

- Eine andere Ursache könnte eventuell auch ein ungünstiger Stellplatz der Katzentoiletten sein (laut, unruhig, etc.).

- Bei mehreren Katzen kommt u.U. auch Mobbing in Betracht, wenn das Opfer z.B. immer beim Aufsuchen der Katzentoilette von einer anderen Katze gestört bzw. überfallen wird.

Samtpfoten haben leider die Angewohnheit, sich bevorzugt an Orten zu erleichtern, die bereits nach den Hinterlassenschaften einer Katze riechen (selbst dann, wenn der Geruch dort für uns Menschen längst nicht mehr wahrnehmbar ist).

Saugfähige, weiche Untergründe, wie z.B. (Badezimmer-)Teppiche, Betten, Polster, Kissen, Decken, Handtücher, Kleidungsstücke etc., laden dabei besonders zur Verunreinigung ein.

Einerseits ist es daher wichtig, die Ursachen für die Unsauberkeit zu ergründen und dauerhaft abzustellen. Andererseits müssen vorhandene Flecken unbedingt so nachhaltig gereinigt werden, dass es dort nicht zu Wiederholungen kommt!

Dazu müssen die betroffenen Stellen zunächst gründlich herkömmlich gereinigt, und anschließend dann nach Gebrauchsanleitung entweder mit Enzymreinigern (die bei der Vorreinigung verbliebene Proteine bzw. Harnsäurekristalle zersetzen können), oder alternativ auch mit hochprozentigem Alkohol (zerstört Fette im Kot bzw. Urin als Geruchsträger), behandelt werden.

Als Enzymreiniger kommen hier Produkte wie z.B. Biodor, Urine Off, EcoPet oder Simple Solution in Betracht.

Wie allgemein üblich, sollte man Enzymreiniger und Alkohol auf empfindlichen Oberflächen zunächst an verdeckter Stelle testen.

Im Falle verunreinigter Textilien müssen alle betroffenen Teile nach Waschanleitung zunächst möglichst heiß gewaschen werden. Wenn (Bett-)Decken, Teppiche oder andere Auflagen betroffen sind, muss natürlich auch der Untergrund entsprechend behandelt werden!

Gelegentlich kann es helfen, den Ort des Malheurs zeitweise mit stabiler, glatter Folie abzudecken (mögen Katzen nicht), ihn vorübergehend für die Katze unzugänglich zu machen, dort eine (weitere) Katzentoilette aufzustellen, oder ihn - falls sinnvoll möglich - zeitweise z.B. als Spiel-, Schlaf- oder Futterplatz zu nutzen.

Schließlich gibt es noch diverse Sprays und Aromen (z.B. Zitrusduft), die Katzen angeblich fernhalten sollen, von denen ich persönlich aber nicht viel halte, weil sie eher auf kurzfristige Abschreckung, als auf dauerhafte Lerneffekte setzen. In der Nähe der Katzentoilette angewendet, könnten sie zudem eher kontraproduktiv wirken.

Hilfreicher wären dann eventuell Verdampfer für die Steckdose (z.B. Feliway, erhältlich im Fachhandel oder beim Tierarzt), die spezielle Duftstoffe (Pheromone) freisetzen, und dadurch bei Katzen zu Wohlfühleffekten und größerer Entspannung führen können.

Weitere lesenswerte Überlegungen und Tipps zum Thema findest Du z.B. unter

http://geliebte-katze.de/information/verhalten-von-katzen/problemverhalten-bei-katzen/was-tun-bei-unsauberkeit-der-katze

sowie in den weiteren damit verlinkten Artikeln.

Auf alle Fälle solltest Du stets Ruhe bewahren (sonst überträgt sich Dein Stress noch zusätzlich auf den Kater), der Fellnase weiterhin mit Aufmerksamkeit, Zuwendung, Geduld und Nachsicht begegnen, und ihn keinesfalls bestrafen oder mit Liebesentzug reagieren (Katzen können eine Strafe ohnehin nicht mit ihrem Verhalten in Verbindung bringen).

Ich drücke die Daumen, dass Du das Problem bald in den Griff bekommst!

Alles Gute und viel Erfolg! 

Vielen Dank für deine Antwort und deine Tipps. Hättest du vielleicht eine Rat, wie ich meinem Kater die Angst vor dem Garten nehme? Er will raus, das sieht man ihm an, hat aber Angst. 

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@Daarjaaa

Wenn Dein Katerle partout nicht raus will, dann solltest Du ihn auch nicht dazu zwingen. Eventuell hatte er bei seinen ersten Freigängen ein Erlebnis (z.B. eine unschöne Begegnung mit einer anderen Katze), weshalb er jetzt lieber im Haus bleibt? Wenn er irgendwann wirklich raus will, dann wird er es Dich schon merken lassen. Bei ihren ersten Freigängen halten Katzen sich übrigens meistens zunächst noch nahe beim Haus auf, und erweitern ihren Radius dann nach und nach - insofern sind die anfangs 10 bis 20 Meter Freigang bei Deinem Kater auch ganz normal.

Auch meine beiden Kater sind als Freigänger zu mir gekommen (der eine aus dem Tierheim, der andere zugelaufen), machen aber bislang überhaupt keine Anstalten mal raus zu wollen - obwohl mein "Zweitkater" bei der Vorbesitzerin dafür auch schon mal die Wohnung umdekoriert hatte...

Den beiden ist allerdings - genau wie offenbar auch bei Deinem Kater - gemeinsam, dass sie in ihrer Jugend mehrere Jahre als reine Wohnungskatzen gelebt haben, dann einige Zeit auch Freigang hatten. Da sie beides kennen, haben sie sich bislang wohl für die bequemere Lösung entschieden. Mein zugelaufener Kater war mehr als 3 Monate draußen unterwegs - er scheint das Näschen vom Freigang jedenfalls gestrichen voll zu haben, und genießt jetzt lieber die Wärme, das regelmäßige Futter und Kraulen bis zum Abwinken... :)

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So nun habe ich die letzten Tage gezielt auf das Katzenklo geachtet und versucht all deine Tipps zu beachten. Das Klo war immer sauber. Mein Kater geht leider immernoch nicht ganz rein und pinkelt nach draußen. Obwohl ich die Toilette von Kot und Klumpen befreit habe. Ich weiß einfach nicht woran es noch liegen könnte. Das hat er früher nie gemacht. Er war ein totaler Vorbildskater, hat nie irgendwo außer seiner Toilette hingemacht. Ich verstehe nicht was mit ihm passiert ist. Ich möchte ihn ungern mit einem Tieraztbesuch stressen. Aber es bleibt mir aber glaube ich nichts anderes übrig. Lg

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Ist vielleicht irgendwas neues bei dir oder war zu dem Zeitpunkt wo es anfing was vorgefallen?

Nein, eigentlich nicht. :(

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@Daarjaaa

Vllt fängt er langsam an sich zu langweilen. Er lebt denk ich bei dir schon was länger und auch alleine. Vielleicht bist du öfters mal länger weg geblieben und er hat es die übel genommen. In einigen Dingen können die ziemlich nachtragend sein.

Das er ein zweiten Kater zum spielen brauch weiß ich nicht so recht. Gibt auch genug Katzen die ziemlich gut alleine zurecht kommen oder absolut kein Artgenossen brauchen.

Der Kater von meiner Mutter (er ist auch eine zweit Katze) hat urplötzlich angefangen nicht mehr im Katzenklo zu pinkeln oder hat sogar direkt vor dem klo pippi gemacht. Meine Mutter hat echt alles getam, neues klo, neue stelle, neues streu aber hat alles nichts geholfen. 

Er ist zwar auch nicht wirklich der freigänger aber er wollte raus wann er es will und konnte es nicht. Dann hat er halt in die ecken überall gemacht. Katzenklappe mit chip kam her und alles war wieder gut. 

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