HILFEE, Kleiner Igel gefunden... Auffangstation in Potsdam, Kleinmachnow, Teltow?

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6 Antworten

http://www.igelhilfe.de/

Die können dir sicherlich auch Anschriften in deiner Nähe durchgeben. Eine liebe Freundin bekam dort vor rund einem Jahr super Hilfe!!

Sonst - wie anderweitig schon beantwortet - über Pro Igel oder selbst bei Tierschutzverein anrufen, die haben meist auch Anschriften von Igelpflegern.

Wenn das Tier nur zu klein/leicht und jung ist und ansonsten gesund, kannst du anhand der Tipps, die unter Igelhilfe, Jungigel gefunden etc. stehen, auch selbst sehr gut für ihn sorgen.

Die Auffangstationen sind z.T. durch den kurzen Wintereinbruch schon recht voll, stehen aber gerne mit Rat und Tipps zur Seite.

Falls du in deiner Nähe nicht fündig wirst - kannst uns gerne direkt anstupsen, ich melde mich schnellstmöglich.

LG

Wo denn gefunden? Je nachdem wäre es vielleicht besser gewesen, ihr hättet ihn da gelassen, wo er war. Wie klein ist er denn ungefähr, so zum Vergleich? Ansonsten mal ein bisschen im Internet recherchieren, wie man junge Igel aufzieht und ihn dann im Frühjahr an 'nem sicheren Platz wieder freilassen.

Ist der Igel denn verletzt? Hat er Fliegenmaden, Würmer, Milben? Wenn nicht, gibt es keinen Grund, ihn "gefangenzunehmen".

Der Winter ist für Igel nicht gefährlich wegen der Kälte sondern, wegen Nahrungsmangel. Wenn ihr ihn zurücksetzt und zufüttert, ist ihm am besten geholfen.

Zum Gewicht:

Bis vor zwei Wochen haben wir auch noch Babys gebracht bekommen. Und zwar keine "300g-Babys", sondern fast nackte Babys in der größe eines Radiergummies.Die Tiere werden bis in den Oktober hinein geboren, sie KÖNNEN also noch gar kein angemessenes Gewicht erreicht haben. Das hat die Natur nun mal so eingerichtet. Natürlich gibt es im Internet Leute, die von einem, "Auswilderungsgewicht" von 550g schreiben, aber haben in der Regel noch nie mit Igeln zu tun gehabt und glauben, sie wären besonders tierfreundlich, wenn sie die Grammangabe so hoch wie möglich setzen. Woher sollen diese Leute bitte diese Angaben haben? Sind sie den Tieren hinterhergelaufen und der Igel mit 450g ist gestorben oder wie? Alles ein bisschen dubios. ;) Viel wichtiger als das Gewicht, ist die Ungebung, in der de Igel lebt und sein Gesundheitszustand.

Nein. Niemand läuft Igeln 'hinterher'. Nur haben wir (bzw. viele Igelpfegestationen) im November/Dezember und Januar Tiere unter 450-500 Gramm erhalten, die dann aufgrund Unterkühlung und Unterernährung einen so schwachen Kreislauf haben, daß man sie nicht mehr stabil bekommt.

Auch gibt es wiederholte Feldstudien, aus denen die Erkenntnisse stammen, daß ein Jungigel ab diesem Gewicht ausreichend 'Speck' hat, um möglichst lange ohne Futter einen Winter durchzuhalten und nicht so oft aufwacht, was sehr kräftezehrend ist. Alttiere sollten eher ein höheres Gewicht haben.

Und 'die Natur' hat es so eingerichtet, daß Igel 4-8 Junge gebären, wovon dann rund die Hälfte stabil genug ist um zu überleben und somit der Fortbestand der Art gesichert ist.

Aber in diesem Plan kommen keine Straßen, Umweltgifte, Betonwüsten etc. vor!!!

Die Gewichtsangaben sind Richtwerte und natürlich kommt es immer auf den Gesamtzustand des Tieres an. Bei uns haben auch kleinere, bzw. leichtere schon schlafend überlebt; aber das sind leider eher die Ausnahmen und fallen in der Natur unter 'Auslese'.

Und die 'Leute' die das im Internet schreiben, sind z.B. ProIgel und große Igelpflegesationen, die Igelpflege und Auswilderung seit mehreren Jahrzehnten aktiv begleiten und/oder selbst machen.

Die Umgebung für den Igel ist natürlich maßgebend für seinen Zustand und sein weiteres Leben in Freiheit & Natur. Niemand denkendes wird ja wohl einen Igel -gleich welchen Gewichts - in einer sterilen und unnatürlichen Umgebung auswildern oder ein Jungtier, daß - woher auch immer - dort gefunden wird, dort belassen!

Und, wo steht denn bei der Frage, daß das Tier 300 Gramm hat?? Wirklich klein dann ja durchaus 130 oder 150 Gramm bedeuten....

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@cakejane

Ich schreibe 500g, weil so oft Leute im Oktober Igel zu uns bringen mit den Worten "Ich hätte ihn ja da gelassen, wo er ist, aber im Internet steht, dass die ohne 500g nicht überleben."

Sowas nervt! Wer schreibt sowas?

Die 300g-Angabe sollte nur deutlich machen, was bei einigen Leuten manchmal noch als "Baby" durchgeht.

Du musst da einen Unterschied erkennen. IGELpflegestationen umgeben sich gerne mit vielen vielen Igeln, denen macht es offenbar auch nichts aus, so hohe Gewichtsangaben zu setzen, da sie sich gänzlich diesen Tieren widmen können. Aber wir haben hier auch noch andere Tiere zu versorgen. Und zwar sämtliche Wildtiere die draußen vorkommen. Wir haben jetzt knapp 70 Igel bei uns, von denen die meisten sich diesen Aufenthalt hätten sparen können. Und in dem Moment, wo wirklich verletzte und kranke Tiere zu kurz kommen, weil Leute gesunde Tiere aus ihrer Umgebung reißen, hört der Spaß auf! Das gilt natürlich für alle Tiere, nicht nur für Igel, aber gerade bei ihnen ist das in den letzten Jahren immer extremer geworden, das ist wirklich nicht mehr feierlich!

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@Tierpflegerin84

Hallo :))

Ich kenne das Problem - da wir uns auch ausschließlich um Igel kümmern.

Allerdings ist das (wie du sicher weißt) eben z.T. sehr zeitraubend und mit viel Mühe und Kosten verbunden. Und wenn ein 500 Gramm-Tier im September oder Oktober zu mir gebracht wird, bzw. angekündigt, sage ich den Leuten auch, daß es voraussichtlich kein Kandidat für die Pflege bei uns ist.

Viele nehmen dann auch Ratschläge an oder holen sich nur diese und füttern dann die Tiere bei sich im Garten dazu. Allerdings ist es wirklich oft gut für die 'Kleinen', wenn sie 1-2 Nächte bei uns (oder in einer anderen Station sind), da man eben entsprechend mit Wurmkur oder AB unterstützen kann und dann sind sie stabiler und haben bessere Karten. Ich sage mir, lieber früh einen Blick auf ein Tier, als nachher Wochenlanger Kampf...

Wir haben im Augenblick 44 Tiere und ich habe keines aufgenommen, daß nicht so extrem unter dem passenden Gewicht war, bzw. stark angeschlagen, daß dies keinen Sinn gemacht hätte.

Die 'anderen' wurden/werden mit Tipps sofort wieder zurück gegeben (so der Fundort nicht komplett daneben) oder nach einigen Tagen in ihren Garten zurück gesetzt und werden dort - so sie noch unterwegs sind, je nach Gemüt des Finders zu gefüttert oder eben der Natur überlassen.

Ich denke, daß man das auch gut kommunizieren kann. Ich mache das jetzt seit 5 Jahren bei uns, bin auch in Schulen unterwegs und habe festgestellt, daß mir seit dieser aktiven Arbeit keine großen mehr gebracht werden :)) Maximal 400 Gramm hatte ich diesen Herbst bisher und alle waren tatsächlich schlecht drauf und die meisten tagsüber unterwegs.

Das mit den Babys die 300 Gramm wiegen kenne ich trotzdem. Schön ist es, wenn Sommergeborene im September mit 350 Gramm noch bei der Mutter säugen und dann die Möglichkeit haben, sich bis zum Wintereinbruch auf eine gute Specksicht anzufuttern!

Sicherlich gibt es davon einige, wenn ich mir die Wuchtbrummen so mitunter ansehe, die dann leider verletzt oder mit andrem Schaden (Gift etc.) bei uns landen.

Insgesamt sollte man - meine Meinung - viel mehr informieren. Auch bezügl. Tierfreundlicher Gärten (sind ja nicht nur Igel unterwegs....) und dann könnte man den Tieren und den Pflegern viel ersparen. Damit hast du ganz sicher Recht!!

LG

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Also ich hab auch schon ne igel gefunden und wir ham ihm zu erst so glitschiges hundefutter und wasser gegeben und ihn dann in ne tierartztpraxis gebracht! Lg Rash

ruf beim Tierheim an. Die können dir sagen, wo du ihn abgeben kannst.

unter pro-igel.de Stichwort igel gefunden, gibt es alle Infos. Dort ist auch ein Anschriftenverzeichnis von Igelhilfsstationen.

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