Hilfe zum Beichten alleine zuhause?

8 Antworten

Wenn wir unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt." Johannes 1, 9

Unser Bibelwort sagt zuerst „wenn“ und darauf „dann“. Wenn wir unsere Sünde bekennen, dann ist er treu und gerecht. Das eine ist die Voraussetzung, und das andere ist die Konsequenz. Die Voraussetzung heißt: „Wir bekennen unsere Sünden“. Und daraus folgen drei Dinge: * Gott ist treu und gerecht. * Er vergibt die Sünde. * Er reinigt uns von aller Ungerechtigkeit.

Zum ersten Teil unseres Bibelverses: Wir können unsere Sünde auf vielerlei Weise bekennen. Wir bekennen unsere Sünde im Vaterunser: „...und vergibt uns unsere Schuld“. So bekennen wir unsere Sünde im gemeinsamen Gebet.

Die zweite Möglichkeit ist: Ich bete allein für mich zu Gott. Ich bekenne ihm meine Schuld, was mich drückt, und bitte ihn um Vergebung.

Die dritte Möglichkeit ist die Beichte. Bei den Evangelischen ist sie selten geworden, aber es gibt sie noch. Man kann zum Beispiel bei einem Pfarrer Gott seine Sünden beichten. Gott hört das, und der Pfarrer hört das. Der Pfarrer spricht dann im Namen Gottes die Vergebung zu. Sünden vergeben kann nicht der Pfarrer, das kann nur Gott selber.

Eine vierte Möglichkeit ist das seelsorgerliche Gespräch. Jemand sieht, was er vor Gott und Menschen falsch gemacht hat. Seine Schuld tut ihm leid. Er möchte sie los werden. So kann das Gespräch zur Beichte werden. Der Beichtende kann unbelastet und fröhlich wieder gehen.

So verschieden können wir unsere Sünden bekennen. Was sind nun die Folgen daraus im zweiten Teil des Bibelverses? – Gott ist „treu und gerecht“. Gott war schon vorher treu und gerecht. Aber jetzt wird es mir direkt zugesprochen. Er bleibt sich immer gleich. Gerade so erweist er sich als gut und verlässlich. Wir können auf ihn bauen.

Das ist die Grundlage unseres Glaubens: Gott ist treu. Und deshalb das Nächste: „Er vergibt uns“, und das Dritte – es sagt eigentlich in anderen Worten noch einmal dasselbe – „Er reinigt uns von aller Ungerechtigkeit“. Gott vergibt, das heißt: es ist nicht mehr da! Vergeben und vergessen! Und das andere: Er reinigt uns. Sünde ist etwas wie ein Fleck auf der Kleidung. Sie ist uns peinlich. Ich will, dass sie wegkommt. Das macht Gott, wenn er uns unsere Sünde wegnimmt. Er reinigt uns in geistlichem Sinne, unser Gewissen. Dann werden wir wieder fröhlich.

Vielen vielen Dank für diese unglaubliche Antwort.
aber was ist, wenn man diese Sünde immer wiederholt, obwohl man sagt, dass man das nicht mehr machen möchte?
Vergibt Gott sie mir trotzdem?
Und vergibt Gott sie mir auch wirklich, wenn ich alleine für mich bete und um Vergebung bitte?

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@ramba555

es gibt Sünden ==> sündiges Verhalten, welches Du nicht mehr machen möchtest. Aber irgendwie ist dieses Verhalten antrainiert und geht nicht einfach so wieder weg. Solche schlechten Angewohnheiten wollen nicht gebeten werden "bitte lass mich in Ruhe", sondern man muss sie quasi die Treppe runterprügeln.

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@ramba555

Immer und immer wieder seine Schuld bereuen und sich vor Augen führen, warum es schlecht ist. Sich dagegen aussprechen.... so in etwa. Nur nicht resignieren und sagen: Na, dann ist es eben so!

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Gebete sind an keine Formalien gebunden.

Denk darüber nach was falsch gemacht hast, reflektiere es und denk nach was du in Zukunft besser machen kannst.

Und vergieb dir auch selbst - nobody is perfect.

Um Entschuldigung bitten kannst auch und wieder gut machen, wenn eine Person beteiligt ist.

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(bin Atheist)

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Life - Elite University of the Universe [L-EUotU]

Bist Du ein bekehrter, wiedergeborener Christ?

Bekehrung

1. Erkennen, dass man in Gottes Augen nicht so gelebt hat, wie Gott es möchte.

2. Bereit sein, sein Leben Jesus Christus zu übergeben.

3. Anerkennen, dass Jesus für alle unsere Sünden am Kreuz gestorben ist.

4. Den Willen sein Leben zu ändern und so zu leben, wie es uns Jesus vorgelebt hat. Möglichst Sünden zu vermeiden.

Dann kannst Du deine Sünde Gott / Jesus bekennen, wie wenn Du mit einer Person ein Gespräch führst, die Du liebst und die Dir enorm wichtig ist.

Er - gemeint ist Jesus - hat sein Leben für unsere Sünden hingegeben und uns davon befreit, so leben zu müssen, wie es in dieser vergänglichen, vom Bösen beherrschten Welt üblich ist. Damit erfüllte er den Willen Gottes, unseres Vaters. 5 Ihm gebühren Lob und Ehre in alle Ewigkeit. Amen. Galater 1,3+4

Jesus ist für alle Sünden der Menschen gestorben, welche ihn als Retter und Erlöser annehmen und beschlossen haben, ein neues Leben zu führen.

Kein Christ bleibt bis zu seinem Lebensende ohne Sünde. Doch jeder wiedergeborene Christ (Johannes 3,1-19) sollte bemüht sein, Sünden zu meiden.

https://www.youtube.com/watch?v=oo7dnT2iDig

Vielen vielen Dank für diese tolle Hilfe

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Für Sünde gibt es doch Vergebung:

  • "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit" (1. Johannes 1,9).

Das Ziel ist, nicht zu sündigen. Wenn wir aber sündigen, gibt es Vergebung in Jesus Christus:

  • "Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt! Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten; und er ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt" (1. Johannes 2,1-2).

Weil Gott uns liebt:

  • "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat" (Johannes 3,16).

Vielen vielen Dank für die Antwort

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Wenn ich das richtig verstehe, geht es also um eine Versuchung der du nicht widerstehen kannst.
Jesus sagte mal: "Wenn ihr aber betet, dann betet wie ich es euch lehre." Dann sprach er das Vaterunser. Und in dem findest du da einiges zu:

Erstens:
"DEIN Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden."
Diese Aussage ergänze ich persönlich manchmal noch mit dem Zusatz: "Wie auch in mir."

Zweitens:
"Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern."
In dem Zusammenhang denk dann bitte an die Aussage Jesu: "So wie ihr anderen Vergebt, so wird auch euch vergeben."
Du sollst also, wenn du das Vaterunser sprichst auch anderen vergeben.

Drittens:
"Und führe und durch die Versuchung, und erlöse mich von dem Bösen."
Dieser Satz steht ganz stark im Zusammenhang mit dem ergänzenden Satz in dem ersten Absatz.

Und denk dran: Ein Gebet ist ein Gespräch mit Gott, deinem Vater. Halte also deine Sinne offen und gib IHM die Möglichkeit, dir zu antworten.

@Christlich

Ich bin dieser Versuchung immer wieder erlegen (Selbstbefriedigung).
wenn ich so wie es das Vater unser uns lehrt bete, können mir meine Sünden vergeben werden, auch wenn ich nicht bei einem Pfarrer Beichten war und diese Sünde immer wieder begangen habe?
mich habe Angst, es schon zu oft getan zu haben. Kann Gott mir denn noch so glauben?

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@ramba555

Wenn SB tatsächlich so eine Todsünde wäre, würd vermutlich kein Mensch die Erlösung finden.
Nimm dir den Satz mit der Versuchung und bete den doch immer, wenn die Versuchung kommt. Immer wenn der erste Gedanke an die SB kommt betest du: "Führe mich durch die Versuchung und erlöse mich von dem bösen."
Und dann schau mal was passiert.
Du kannst alternativ auch beten: "DEIN Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden, wie auch in mir." Und beobachte dann, was in dir passiert.

Ich segne Dich im Namen Jesu.

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