Hilfe wegen Freundin mit Hund?

19 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo MaschaTheDog,

ich denke, ob der Hund nun zu welchem Preis auch immer von welchem Züchter auch immer kam, ist erstmal nebensächlich. Das artet meines Erachtens zu sehr in Konkurrenzdenken aus und ist eh 'Schnee von gestern, der längst in der Sonne geschmolzen ist'. Der Hund ist da und basta. Jetzt geht es einfach nur darum, zu rettten, was noch zu retten ist.

Und das ist das eigentliche Problem - und zwar eines, dass es echt in sich hat! Deine Freundin (und ihre Eltern) scheinen leider absolut ahnungslos in allen Punkten, die Hundehaltung und -erziehung betreffen. Dazu noch frei von jeglicher Einsicht, belehrungsresistent und sorry, nicht besonders tierlieb, sondern eher selbstliebend. Das ist - ganz ehrlich - eine Sch**ssmischung!

Nach meiner Erfahrung bist Du da leider, leider, leider in aussichtsloser Position. Ich verstehe Deine wirklich guten Absichten im Sinne des armen Hundes und weiß um Deinen Hundeverstand. Aber Du wirst hier nichts ausrichten können.

Ich war mal mit einer Freundin in einer ganz ähnlichen Situation. Letztendlich ist die Freundschaft zerbrochen. (Allerdings ging sie mit ihrer Tochter genauso bescheuert um, wie mit ihrem Hund und ich habe mir - wie üblich - den Mund verbrannt. Manches kann ich einfach nicht mit ansehen und die Klappe halten.)

Du hast meines Erachtens die Wahl zwischen Schweigen oder Abschuss. Schweigen bedeutet für Dich Runterschlucken, Faust in Tasche, Frust und dauerndes Ärgern. Abschuss bedeutet Ende der Freundschaft, wobei ich nicht abschätzen kann, wie sehr das für Dich belastend sein könnte bzw. welche Konsequenzen das evtl. nach sich ziehen würde.

Wie auch immer Du Dich entscheidest: Ich wünsche Dir die Kraft dazu.

Alles Liebe und Gute

Buddhishi

Danke erstmal!:)

Werde mal drüber nachdenken,was wirklich das beste ist. Ich könnte sicherlich auch locker drüber hinwegsehen und es einfach vergessen,einfach vergessen dass sie diesen Hund überhaupt hat.Solange sie mir nicht wieder mit klugscheißern kommt ;)

Andererseits wird der Hund immer irgendwie im Gespräch sein.Finde manchmal auch gut jemanden zu haben um so über die Hunde zu reden,haben heute auch über unsere Tierärzte gesprochen und zu welchem wir gehen usw. Fand ich ganz interessant.Sie hat mich auch paar Mal gefragt welches Spielzeug so das beste ist,wie ich meinen Hunden Sitz beigebracht habe usw. 

Sie hat irgendwie zwei Seiten was ihren Hund betrifft: einmal die Unwissenheit,die nervt und sie sich nicht "helfen" lässt und die zweite bei der sie sich gerne Beraten lässt und manchmal auch was richtiges über Hunde sagt ;)

Ich werde dann mal noch schauen,vielleicht wird es mit der Zeit ja besser.

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@MaschaTheDog

Hey, das hört sich doch nicht ganz so aussichtslos an, wenn sie Dich fragt, wie Du Deinen Hunden 'Sitz' beigebracht hast :)

Vielleicht ist es besser, doch am Ball zu bleiben. Versuch macht klug!

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@MaschaTheDog

Vielen Dank für den Stern :) Ich hoffe, es gut weiter mit Dir und Deiner Freundin und ihrem Hund. Aber ich bin sicher, Du wirst das Richtige tun. LG Buddhishi

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Hallo,

das ist ja nun schon dein zweiter Post zum Hund deiner Freundin. Aus beiden klingt für mich (das ist mein höchstpersönlicher Eindruck) irgendwie Eifersucht heraus - obwohl du ja selbst Hunde hast. Als würdest du deiner Freundin den Hund nicht gönnen?

Ansonsten wirst du solche Situationen wahrscheinlich in 10 Jahren (oder etwas später) wieder erleben - nämlich genau dann, wenn es um die Kindererziehung geht.

Nichts ist einfacher, als die Kinder anderer Leute zu erziehen - und das ist bei Hunden nicht anders.

Aber auch, wenn man meint, es besser zu wissen und besser zu machen - jedem Menschen muss man erst einmal zubilligen, seine Hunde und Kinder selbst zu erziehen.

Das schließt natürlich nicht mit ein, dass man wegschauen soll, wenn Tiere oder Kinder gequält oder misshandelt werden - aber zwischen unterschiedlicher Erziehung und Misshandlung liegen Welten.

An solchen Dingen können die besten Freundschaften zerbrechen - also sollte man grundsätzlich die unterschiedlichen Erziehungs- und Verhaltensmethoden seiner Mitmenschen akzeptieren. Natürlich immer gesprächsbereit und hilfsbereit bleiben - oder aber, wenn man es nicht ertragen kann - den Kontakt abbrechen.

Mehr kann man nicht machen.

Gutes Gelingen

Daniela

@dsupper: Stimme Dir voll und ganz zu!

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Du hast ja soooooo Recht....... :-)

Nichts ist einfacher, als die Kinder anderer Leute zu erziehen - und das ist bei Hunden nicht anders.

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Dann wird das nächste Geburtstagsgeschenk wohl ein gutes Buch über Hunde ;)

Du wirst dich in weiser Voraussicht auf dein restliches Leben, daran gewöhnen müssen, dass auch Freunde andere Ansichten haben, die dir vielleicht nicht gefallen. Es ist selten der beste Weg, darüber ständig in Streit zu geraten.

Man bringt Menschen selten zum Umdenken, wenn man sie belehrt. Das bringt sie höchstens dazu, "einzuknicken", sich gefühlt unterzuordnen, um nicht ständig zurechtgewiesen zu werden. Auch wenn das die Situation für´s Tier besser macht - der Mensch fühlt sich damit nicht wohl.

Meist bringt es bessere Ergebnisse, anderen mit gutem Beispiel voranzugehen. Deine Freundin ist ja von sich aus interessiert und fragt dich Sachen - vielleicht würde sie noch mehr fragen, wenn du, anstatt dich aufzuregen, einfach ruhig deinen Standpunkt erläuterst und begründest. Die Probleme werden ja nicht lange auf sich warten lassen und manche Hundehalter werden dann sehr schnell sehr hellhörig, wenn andere Halter erzählen ;)

Teil des Problems ist sicher, dass wir immer dazu erzogen werden, anderen zu helfen, wenn sie unwissender und/oder schwächer sind als wir.

Nun fragt sich 1. wie beurteilen wir das überhaupt?

Und dann kommt hinzu, dass viele Menschen gar keine Hilfe wollen (auch wenn sie sie meiner Meinung nach brauchen, ihrer eigenen Meinung nach kommen sie sehr gut klar). Das habe ich leider erst sehr spät bemerkt und hätte mir aber viel, viel Ärger und Streit ersparen können, hätte ich es vorher gewusst.

Es fällt mir zwar schwer, Leute ins offene Messer laufen zu lassen, aber nun ja...es ist nicht mein Leben.

Ich gebe Leuten nur noch dann Ratschläge, wenn sie mich darum bitten. :)

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