hilfe! Was tun gegen angststörung?

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5 Antworten

Ich kenne das auch von meiner eigenen Jugend, ich hatte immer Angst, mein Blinddarm bricht durch!! :D Auch andere Diagnosen von fremden Leuten versetzten mich in Angst und Schrecken. Als ich etwas älter war, verschwand diese Konzentration auf den eigenen Körper von allein wieder. Heute halte ich es für einen Teil der Pubertät, man entdeckt, wie der Körper funktioniert und wie krank er auch werden kann. Man hört intensiver in sich hinein und das kann schon auch Angst erzeugen. Versuche, dich abzulenken und dir bewusst zu machen, dass du jung bist und dein Risiko für eine schwere Erkrankung ziemlich klein ist. Wir haben nicht alles in der Hand, deshalb genieße jeden Tag und mach dir das Leben nicht zu schwer. Liebe Grüße!

bibi8888 23.12.2013, 14:23

danke für das *chen !

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eine Angststörung ist eine affektive psychische Erkrankung. Affektiv heisst, dass nicht dein Verstand, sondern deine Emotionen betroffen sind. Dies ist sehr wichtig zu unterscheiden. Es hat noch nie jemand mit einer Angststörung seinen Verstand verlohren.

Eine Angststörung ist der Sammelbegriff für folgende Erkrankungen:

  • generalisiere Angststörung. Dauerndes beklemmendes Gefühl. Angst vor allem möglichen. Meist relativ konstant also linear verlaufend.
  • Panikstörung. Extreme Angstwellen. Der Betroffene hat i.d.R. das Gefühl zu ersticken oder einen Herzanfall zu bekommen.
  • Phobien. Diverse Phobien (Agoraphobie, Soziophobie, Klaustrophobie, Spinnen etc)
  • PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung). Flashbacks diverser traumatischer Erinnerungen wie z.B. Krieg usw.
  • Eine Zwangsstörung gilt ebenfalls als Angststörung. Ist aber immer wieder Streitpunkt in Diagnosebüchern.

Am häufigsten sind die ersten beiden Punkte, welche teilweise auch zusammen auftreten. Klassische symptome sind:

  • Agroaphobie (die Angst vor grossen Menschenmengen, grossen Plätzen etc)
  • Sozialer Rückzug
  • Unbegründete Ängste (z.B. durchzudrehen, vor Krankheiten usw.)
  • und viele mehr

Eine klinisch relevante Angststörung muss dringen behandelt werden. Je nach Ausgeprägtheit geschieht dies Medikamentös oder nur Psychotherapeutisch. Personen mit einer aktuen Angststörung haben heutzutage zum Glück eine Auswahl an gut funktionierenden Medikamenten. Das Problem dabei ist die Angst vor Medikamenten und dass gewisse Substanzen 4-6 Wochen brauchen bis sie wirken.

Medikamentös kommen in erster Linie Antidepressiva zum Einsatz, welche ironischerweise gegen Angst ein Vielfaches besser wirken als gegen Depressionen. Das Problem ist eine leichte Angststeigerung zu beginn der Therapie, welche nach 4 Wochen komplett verschwindet und die angstlösende Wirkung einsetzt. Ein neueres und sehr gut wirksames Medikament kommt aus der Gruppe der Aniteptileptika. Lyrica wirkt stark gegen generalisierte Ängste, wird allerdings selten verschrieben, da die Versicherungen keine Freude haben bezw. kein Generikum existiert. Lyrica wirkt ab ca. 2-7 Tagen nach der ersten Einnahme.

In akutphasen sind Benzodiazepine alternativlos. Doch muss die Medikation mit Benzos von einem Arzt eng überwacht werden. Benzodiazepine wirken nach 20-30 Minuten hochgradig Angstlösend. Das Problem dabei ist die Toleranzentwicklung und die Suchtgefahr. Konsumiert eine Person über eine längere Zeit relativ viele Benzos muss die Dosis stetig erhöht werden um den gleichen Effekt zu erziehlen. Zudem machen Benzodiazepine bei längerem gebrauch körperlich wie psychisch Abhängig. Unbegründet ist allerding die Angst, dass diese Medikamente bei einem verantwortungsvollen Gebrauch abhänig machen. Verantwortungsvoll heisst im Normalfall: so kurz und wenig wie möglich ohne sich selbst zuwenig einzugestehen. Konkret also im Schnitt 3 Einheiten pro Tag (z.B. 3-4 x 1mg Lorazepam täglich) über 2-3 Monate (nach 2 Monaten sollten die Antidepressiva ohnehin bereits wirken).... und natürlich von einem Arzt überwacht.

In der Psychotherapie gibt es ebenfalls verschiedentste Anstätze. Bei Angststörungen wird vor allem eine Verhaltenstherapie angestrebt. Bei grösseren Problematiken allerdins auch eine Schematherapie oder eine analytische Therapie.

Gast1513 09.12.2013, 19:44

versuche ich ja..Ist aber leichter gesagt als getan...

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Ersteinmal ist sehr vernünftig von dir professionelle Hilfe einzuholen. Da du bis Januar noch etwas überbrücken musst würde ich dir zu homeopathischen Mitteln raten. Einige helfen wirklich ganz gut. Am besten lässt du dich in der Apotheke beraten und versuchst dich in der Zwischenzeit abzulenken und z.B. mit deinen besten Freunden etwas zu unternehmen.

Gast1513 09.12.2013, 19:50

nehme erstmal bachblüten...Hoffe dass es bald besser wird!Danke für die Antworten!:)

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bibi8888 09.12.2013, 19:50
@Gast1513

ganz bestimmt wird das besser, für mich sieht eine Angststörung auch anders aus als das, was du beschreibst.

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angst ist ein sehr unangenehmes gefühl, aber denk dir, dass nichts passieren wird und du nicht sterben wirst.

du bist wahrscheinlich ein hypochonder... geh zum psychologen

aemmy 09.12.2013, 19:45

erst die frage lesen, dann antworten

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